Bundesliga-Duell am SonntagKühbauer warnt vor Hartbergs "Riesenkader"

Am Sonntag trifft Rapid Wien auf Hartberg - und auf dem Papier sind die Hütteldorfer der klare Favorit. Das will Rapid-Trainer Didi Kühbauer aber nicht gelten lassen.

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Dietmar Kühbauer
Dietmar Kühbauer © GEPA pictures
 

Laut Papierform ist die Rollenverteilung vor dem Fußball-Bundesliga-Duell am Sonntag zwischen Rapid und Hartberg klar. Die zweitplatzierten Hütteldorfer gelten gegen den Tabellensechsten als Favorit, doch Trainer Dietmar Kühbauer hält wenig von derartigen Zuschreibungen. Der Burgenländer warnte vor den Qualitäten der Steirer und ortete bei deren Trainer Markus Schopp bewusstes Understatement.

"Hartberg hat eine gute Mannschaft und einen riesigen Kader", sagte Kühbauer. Doch auch Rapids Kader könnte demnächst wieder größer werden - Mario Sonnleitner ist ins Training eingestiegen, Philipp Schobesberger dürfte am Freitag in der 2. Liga bei den Amateuren sein Comeback geben.

Matchfit für die Profis ist Taxiarchis Fountas, dessen Kopfverletzung im vorwöchigen Derby Wellen schlug. "Bei mir wird nie ein Spieler weiterspielen, wenn er ein Problem hat. Wir unterschätzen das keineswegs. Wenn der Arzt sagt, ein Spieler muss raus, dann geht er raus. Da wird der Arzt immer über dem Trainer stehen", betonte Kühbauer noch einmal in Anspielung auf die angebliche Meinungsverschiedenheit mit Club-Arzt Thomas Balzer.

Präsent ist das Derby bei Rapid auch noch deshalb, weil beim 0:0 einige hochkarätige Chancen ausgelassen wurden. Kühbauer will aber keine Tor-Krise herbeireden. "Wir machen das nicht großartig zum Thema. Alles, was man viel bespricht, kann dann im Kopf herumschwirren. Ein großes Drama daraus zu machen, wäre fehl am Platz."

Mehr Gedanken machte sich der Ex-ÖFB-Internationale über den Aufschwung der Hartberger im Frühjahr. "Sie spielen eine Spur defensiver, sind kompakter, haben auch das nötige Spielglück und große Qualität."

Kühbauer und Hartbergs Markus Schopp sind die derzeit längstdienenden Trainer im Oberhaus, eine Vertragsverlängerung des Burgenländers bei Rapid dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen. "Es wäre nicht schlecht, wenn ich die Unterschrift unter den Vertrag setzen könnte, ich würde mir das vor meinem Geburtstag wünschen", meinte Kühbauer, der am 4. April 50 Jahre alt wird. "Ich fühle mich wohl, die Mannschaft taugt mir. Wahrscheinlich wird es in den nächsten Tagen oder Wochen passieren."

"Situation erarbeitet, in der wir mehr wollen"

Während die zweitplatzierten Rapidler am fünf Punkte voranliegenden Spitzenreiter Salzburg dranbleiben wollen, kämpft der Sechste Hartberg um einen Platz in der Meistergruppe. "Wir haben uns eine Situation erarbeitet, in der wir mehr wollen", meinte Schopp. Zwei Runden vor Schluss ist Rang sechs zwei Punkte vor der WSG Tirol abgesichert. "Doch selbst, wenn wir in die Qualifikationsgruppe kommen, haben wir ein schönes Brett Vorsprung auf den letzten Platz", meinte Schopp angesichts des 15-Punkte-Polsters auf Schlusslicht Admira.

Rapid sei "eine ganze harte Nuss", berichtete der TSV-Coach. "Wir haben es mit einem sehr guten Gegner zu tun, der extrem stabil geworden ist. Doch wir fahren hin, um uns von unserer besten Seite zu zeigen und ein gutes Spiel zu machen", kündigte der Steirer an. Sein Team holte aus den jüngsten fünf Runden vier Siege und ein Unentschieden.

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