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Hartberg - WSG Tirol 1:0Markus Schopp: "Ich brauch mich für die Punkte nicht zu entschuldigen"

Als ganz sicher nicht bessere Mannschaft besiegt Hartberg die WSG Tirol im Nachtragsspiel 1:0. Rajko Rep erzielte den entscheidenden Treffer. Die Chance auf die Meistergruppe lebt.

Rajko Rep erzielte das einzige Tor der Partie
Rajko Rep erzielte das einzige Tor der Partie © APA/ERWIN SCHERIAU
 

Unzählige Male hat sich Hartberg in dieser Saison schon darüber geärgert, als bessere Mannschaft nicht gewonnen zu haben. Darüber dürfen sie sich nach der Nachtragspartie der 18. Runde nicht beschweren. Ein Sieg war gegen die WSG Tirol Pflicht, wenn man in den verbleibenden vier Runden noch ein Wort im Rennen um die Meistergruppe mitreden wollte.

Die Tiroler ihrerseits hätten sich mit einem Sieg komfortabel von der unteren Tabellenhälfte absetzen können. Und von der ersten Minute an war eines offensichtlich: Die Tiroler konnten mit dem Druck wesentlich besser umgehen als die Hartberger. Ballfehler, Abspielfehler, fehlende Durchschlagskraft im Zweikampf - die Elf von Trainer Markus Schopp ließ alles vermissen, was man von ihr eigentlich gewohnt ist.

Gut für Hartberg: Die Tiroler scheiterten bei durchwegs dicken Chancen von Zan Rogelj in der 6. Minute und von Florian Rieder nach 23 Minuten. Die Hartberger ließen offensiv alles vermissen. Einzig Florian Flecker sorgte nach 38 Minuten für Torgefahr, als er unverhofft ein zweites Mal zum Ball kam und sehenswert abschloss. Über das 0:0 beschwerte sich bei Hartberg zur Pause sicher keiner.

Mit Rajko Rep und Christian Klem hoffte man in der Oststeiermark dann auf Besserung. Die blieb vorerst aus, die Tiroler waren weiter giftiger und organisierter und sorgen durch Baden Frederiksen immer wieder für Nadelstiche. Die größte Chance - alleine vor Rene Swete - vergab Routinier Fabian Koch. Gut für die Hartberger, dass der Außenverteidiger selten alleine vor Torhütern aufgetaucht ist.

Rep tut sich da naturgemäß leichter. Nach einem Weitschuss von Sascha Horvath ließ Dominik Oswald den Ball ungeschickt abprallen, der Slowene im Dienste der Hartberger traf via Innenstange ins leere Tor. Eigentlich aus dem Nichts. Und die Tiroler konnten nicht mehr nachsetzen.

Auch wenn die zweite Hälfte der Hartberger wesentlich besser war als die erste - verdient ist der Sieg keineswegs. Danach fragt aber niemand mehr. Und die Hoffnung auf die neuerliche Qualifikation für die Meistergruppe, die lebt.

Das sagen die beiden Trainer

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): "Der große Unterschied war, dass wir gegen einen Gegner gespielt haben, der sehr viel Selbstverständlichkeit ausgestrahlt hat, wo vieles harmonisch ausgeschaut hat. Wir haben es erste Hälfte gegen den Ball irrsinnig schlecht gemacht. Ich finde trotzdem, dass es auch einmal wichtig ist, in so einem Spiel ein 0:0 in die Kabine zu retten. Ich glaube, dass wir es zweite Halbzeit besser gemacht haben. Ich brauche mich für die Punkte nicht entschuldigen. Es ist ein Spiel gewesen, wo der Gegner mehr vom Spiel hatte, aber wir nehmen die drei Punkte mit. Die drei Punkte sind für uns enorm wichtig, weil sich auch das eine oder andere im Team löst. Ich bin überzeugt, dass wir jetzt noch einen draufsetzen werden."

Thomas Silberberger (WSG-Tirol-Trainer): "Natürlich ist es ein Nackenschlag, wenn du so ein Auswärtsspiel hinlegst. Wir müssen als klarer Sieger herausgehen, verpulvern aber Chance um Chance und dann wird der Spielverlauf mit einem Distanzschuss, der auch noch abprallt, auf den Kopf gestellt. Das ist unglaublich, furchtbar. Wir haben eine große Chance vergeben, dass wir oben andocken, das ist bitter, bitter, bitter. Recht viel besser kannst du hier gegen Hartberg nicht auftreten, wir haben das Spiel komplett im Griff gehabt. Ich kann der Mannschaft nicht viel Vorwurf machen. Der Auftritt stimmt mich positiv, am Samstag müssen wir gleich auftreten, unsere Chancen nützen und hinten besser verteidigen."

Kommentare (2)
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vanhelsing
1
12
Lesenswert?

Verdient oder nicht?!

3 Punkte san 3 Punkte!💙

Ragnar Lodbrok
1
12
Lesenswert?

👍🏻

Bravo!