Stefan HierländerEin enttäuschter Sturm-Kapitän

Mario Haas trübt Stefan Hierländers schöne Erinnerungen an das Wörthersee-Stadion. Heute (21.05 Uhr, ORF 1 live) gegen Salzburg braucht Sturm elf Chefs auf dem Platz.

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Stefan Hierländer fühlt sich im Wörthersee-Stadion wohl © 
 

Sobald man die Begriffe Stefan Hierländer, Sturm Graz und Wörthersee-Stadion gemeinsam nennt, sprechen Fußball-Fans in ganz Österreich reflexartig vom Finale des ÖFB-Cups im Jahr 2018. Der Kärntner erzielte gegen Salzburg in der 112. Minute den 1:0-Siegtreffer und sicherte Sturm die Cup-Trophäe. Die über 27.000 Grazer Fans, die das Wörthersee-Stadion mit ihrer Choreografie zu einer eindrucksvollen schwarz-weißen Kulisse gemacht hatten, waren beim Treffer aus den Häuschen und testeten mit ihrem frenetischen Jubel die Bausubstanz der schmucken Arena. „Das war unglaublich, was da im Stadion abgegangen ist. In diesem Moment kannst du das alles nicht realisieren, erst später. Aber die Bilder habe ich immer noch im Kopf, vor allem, wenn ich in die Nähe des Tores komme, hinter der damals diese schwarz-weiße Wand war“, sagt Hierländer.

Hierländer war aber auch bei Sturms letzter Niederlage im Wörthersee-Stadion mit von der Partie. Beim 2:4 am 19. März 2009 gegen Austria Kärnten wurde er aufseiten der Gastgeber in der 57. Minute für Manuel Weber eingewechselt. Der aktuelle Sturm-Kapitän kam für den späteren Sturm-Kapitän. Und auch der damalige Sturm-Kapitän Mario Haas spielte einst eine Rolle, eine nicht ganz freundliche. „Ein Schulfreund war Sturm-Fan und wollte das Trikot von Haas haben. Also bin ich zu ihm und fragte: ,Herr Haas, dürfte ich bitte ihr Trikot haben?‘ ,Heute nicht‘ sagte Haas. Ich war enttäuscht“, erzählt Hierländer. Dass er selbst einmal die Sturm-Mannschaft als Chef auf den Platz führen wird, ahnte der heute 30-Jährige damals nicht. Und: die Kapitänsschleife trägt er wohl noch länger, die Vertragsgespräche sind abgeschlossen.

Abgeschlossen ist auch die Analyse des Liga-Sieges am Sonntag gegen Salzburg. Und die besagt: Heute braucht es wieder elf Chefs in den schwarz-weißen Reihen. „Wir müssen mit der Überzeugung ins Spiel gehen, dass wir gewinnen“, sagt Hierländer, „denn, dass es brutal schwer wird, das wissen wir ja ohnehin.“

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