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1:1 im Schlager Sturm holt gegen Rapid das 400. Remis im eigenen Stadion

Sturm und Rapid trennten sich in Graz 1:1. Es war das 400. Unentschieden im eigenen Stadion seit Gründung der Bundesliga. Peter Zulj schoss dabei das 100. Tor in Graz gegen die Hütteldorfer, zum Sieg reichte es aber nicht.

SOCCER - BL, Sturm vs Rapid
Peter Zulj schoss das 100. Sturm-Tor gegen Rapid in Graz © GEPA pictures
 

Es war nicht der erhoffte Befreiungsschlag. Und doch war es ein Jubiläum: Der SK Sturm holte mit einem 1:1 (1:0)-Unentschieden gegen Rapid vor 14.487 Fans das 400. Unentschieden im eigenen Stadion seit Gründung der Bundesliga.  Und doch wäre mehr möglich gewesen, und das liegt nicht nur am 100. Heimtor für Sturm gegen Rapid durch Peter Zulj. Doch Rapid glich aus - und so wurde es nichts mit dem 400. Heimsieg vor der Länderspielpause. Immerhin: Erstmals überhaupt ist Sturm aber nach diesem Remis sechs Spiele in Folge gegen Rapid ohne Niederlage.

Dabei sah man von Beginn an, dass der Schlager für beide Teams mehr war als das übliche Spiel ums Prestige. Denn Heiko Vogel verordnete seiner Mannschaft ein 3-4-3, agierte mit Peter Zulj und Markus Lackner mit zwei Sechsern, in der Defensive stellte die Abwehr auf Fünferkette um. Und vorne setzte der Deutsche vor allem auf die Schnelligkeit von Philipp Huspek, Lukas Grozurek und Omar Kiteischvili. Und weil auch Rapid eher auf eine gesicherte Defensive setzte, war der Anfang vor allem eines: Ein Abtasten. Beide Teams hofften auf Konter, ohne der anderen Manschaft die Chance auf einen Gegenstoß geben zu wollen.

Gefährlich wurde es aber doch - und zwar für Sturm: Nach einem Freistoß (Zulj hatte Berisha zu Fall gebracht) hatte Rapid-Kapitän Stefan Schwab Zeit, den Ball im Strafraum mit der Brust (oder doch dem Oberarm?) anzunehmen, sein Schuss prallte aber an die Querlatte. Dass das nicht die einzige nennenswerte Aktion war, verdankte Schwab auch dem schwachen Schiedsrichter Schüttengruber. Denn der verzichtete darauf, ihn nach einer brutalen Attacke mit gestrecktrem Bein gegen Lukas Grozurek vom Platz zu stellen.

Ein glücklicher Elferpfiff für Sturm

Aber Sturm hatte nicht nur Grund, sich über den schwachen Schiedsrichter zu beschweren. Denn nach einem Laufduell zwischen Huspek und Hofmann entschied Schüttengruber nach einigem Zögern auf Elfmeter für Sturm. Und da schnappte sich Peter Zulj den Ball und legte wohl auch den Frust der vergangenen Wochen in den Schuss, knallte die Kugel unhaltbar für Richard Strebinger ins Kreuzeck (37.). Es war der 100. Treffer für den SK Sturm in Heimspielen gegen Rapid - und der war noch dazu ein schöner.

Und dieses Tor ließ Sturm so richtig wach werden, die Grazer hatten den verunsicherten Gegner jetzt im Griff. Und fast hätte es schon die Vorentscheidung gegeben, als Huspek vom starken Kiteishvili auf die Reise gschickt wurde. Der machte (fast) alles richtig, aber zu er machte es zu genau: Denn er zirkelte den Ball an Strebinger vorbei an die Stange (41.)

Offener Schlagabtausch

Nach dem Wechsel blieb der Schlager interessant, ein offener Schlagabtausch - auch wen ndie wirklich guten Torszenen fehlten. Und dann stand einmal mehr der Schiedsrichter im Mittelpunkt: Nach einer Sturm-Ecke und einem verunglückten Spendlhofer-Schuss hatte Rapid endlich seinen Konter, der eingewechselte Andrej Ivan kam im Laufduell mit Kiteishvili zu Fall, nach abermals sehr langem Zögern gab es Freistoß für Rapid, den Murg aber über das Tor setzte.

1:1 im Schlager: Die besten Bilder von Sturm - Rapid

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Doch nun war es an Rapid, das Spiel zu machen. Und mit dem schnellen Ivan hatte man das Mittel gefunden, dass der Sturm-Abwehr Probleme bereitete.

Alar geschmäht, aber schwach

Bleibt nur noch ein Thema: Deni Alar, von den Sturm-Fans mit Transparenten und Schmähgesängen erwartungsgemäß nicht freundlich empfangen, blieb lange farblos - höflich formuliert. 77 Minuten lang. Dann, just zum Beginn der Rapid-Viertelstunde, wurde er von Christoph Knasmüllner eingesetzt, Stefan Hierländer hatte das Abseits aufgehoben, aus elf Metern ließ sich Alar die Chance nicht entgehen. Ausgerehnet Alar, könnte man sagen. Und der unterließ zwar den großen Jubel, aber man kann verstehen, dass er sich doch gefreut hat. 

 Freuen hätte sich auch Sturm noch können. Aber Lukas Spendlhofer, der ganz plötzlich mutterseelenallein am Fünfer vor Strebinger auftauchte, vertändelte den Ball, ließ sich zu viel Zeit und vergab so die hundertprozentige Chance auf den Sieg. Aber die hatte auch noch Rapid, als sich Thomas Murg in der 92. Minute in den Strafraum dribbelte, der Ball aber am Tor vorbeikullerte

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Kommentare (2)

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93113eaa11bb199c98ff40568e24619c
4
11
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Es fehlt Sturm einfach an der Klasse!

Die Mannschaft hat es einfach (noch) nicht drauf!
Die andauernde Systemumstellung ist auch nicht gerade dienlich ...
Mehr ist dazu nicht zu sagen ...

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Kicklgruber
1
9
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Welche Systemumstellung

hast Du denn heute gesehen?

Mir fällt nur auf, dass es langsam, schleppend langsam, besser wird. Dass Schwab nur die Latte trifft - Glück. Dass der Schiri den Elfer gibt - Glück. Dass Huspek nur die Stange trifft - Pech. Dass Spendlhofer sich allein vorm Torhüter deppert anstellt - Verteidiger halt... Dass am Ende Siebenhandl noch mit der Hand den Ball von Murg ablenkt - Glück.

Nur in wenigen Momenten dieses Spiels hat Sturm aufblitzen lassen, was möglich wäre. Kein Wunder nach den Seuchenwochen. Also, das 1:1 passt schon. Entscheidend werden die nächsten zwei, drei Spiele. Da muss nach der Länderspielpause endlich der Knopf aufgehen bei einigen.

"Dauernde Systemumstellung" - so ein Quatsch.

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