WSG Tirol - Klagenfurt 0:1Eigentor der Hausherren: Austria schnappt sich drei Punkte

SK Austria Klagenfurt bezwingt WSG Tirol mit 1:0. Eigentor von Behounek in der 90. Minute.

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Für Austria Klagenfurt läuft es in der Fußball-Bundesliga weiter absolut nach Wunsch. Der Aufsteiger kam am Samstag zum Auftakt der 17. Runde bei WSG Tirol zu einem äußerst schmeichelhaften Last-Minute-1:0-Erfolg und baute damit die ungeschlagene Serie auf mittlerweile fünf Partien aus. Durch ein Eigentor von Raffael Behounek (90.) sicherten die Kärntner auch den vierten Tabellenplatz ab, während die Tiroler nach zuletzt zwei Siegen wieder einen Rückschlag kassierten.

Das hätte nicht sein müssen, da die Gastgeber bei der Rückkehr des von seiner Corona-Erkrankung genesenen Trainers Thomas Silberberger den Ton angaben. Doppelt bitter: Beim Gegentreffer konnte Goalie Ferdinand Oswald einen Pink-Kopfball noch klären, der Ball sprang allerdings Behounek auf den Fuß und von dort ins eigene Tor. Oswald konnte nur noch hinter der Linie klären.

Im Tivoli Stadion Tirol entwickelte sich eine offene Partie, in der die Klagenfurter durch Florian Rieder die erste Möglichkeit vorfanden. Der Ex-Tiroler zielte nach glücklicher Blauensteiner-Vorarbeit aus zwölf Metern am langen Eck vorbei (6.). Quasi im Gegenzug machte Klagenfurt-Tormann Phillip Menzel bei einem Sabitzer-Schuss das kurze Eck zu. Das war der Auftakt eines Chancenübergewichts der Hausherren, die im Abschluss allerdings die nötige Effizienz vermissen ließen.

Ein Abschluss von Bror Blume fiel zu zentral aus (11.), ein Freistoß von Thanos Petsos landete am Torobernetz (19.). Dann rückte wieder einmal Giacomo Vrioni in den Mittelpunkt. Die Leihgabe von Juventus Turin setzte einen Kopfball nach Blume-Idealflanke an die Stange (29.) und schloss, nachdem er seitlich aufs Tor zugelaufen war, aus guter Position zu schwach ab (45.). Der zehnte Saisontreffer des 23-jährigen Albaners blieb damit aus.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich bei Schneeregen an der Charakteristik des Spiels wenig. Die Tiroler setzten nach vorne Akzente, hatten allerdings deutlich weniger Chancen als noch zuvor. Thomas Sabitzer versuchte es etwa aus der Drehung (63.). Als alles mit einem Remis spekulierte, stellten die Gäste den Spielverlauf noch völlig auf den Kopf. Und hatten da großes Glück. Dadurch rückte die Teilnahme an der Meistergruppe für die Truppe von Coach Peter Pacult, die zuletzt Salzburg in die Schranken gewiesen hatte, deutlich näher. Der Abstand auf den Neunten Tirol konnte auf sechs Zähler ausgebaut werden.

Fußball-Bundesliga (17. Runde):
WSG Tirol - SK Austria Klagenfurt Endstand 0:1 (0:0). Innsbruck, Tivoli Stadion Tirol, keine Zuschauer erlaubt (wegen Corona-Lockdown), SR Ciochirca.

Tor: 0:1 (90.) Behounek (Eigentor)

WSG Tirol: Oswald - Koch, Behounek, Awoudja, Klassen - Rogelj (86. Tomic), Petsos (86. Naschberger), Müller (93. Forst), Blume - Sabitzer (86. Wallner), Vrioni

Klagenfurt: Menzel - Blauensteiner, Mahrer, N. Wimmer, Schumacher - Cvetko (57. Fuchs) - Timossi Anderson (81. Pecirep), Greil, Gemicibasi, Rieder (93. Jaritz) - Pink

Gelbe Karten: Petsos, Rogelj, Tomic bzw. Wimmer, Schumacher, Gemicibasi, Fuchs

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deCamps
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6
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Bravo. Gratulation. Wer sagt es denn. Geht doch.

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Mit dem Schlusspfiff hatte sich WSG Tirol selbst ein Tor geschossen, sprich in das Knie geschossen. Happel (sinngemäß) sagte auf die Frage von Journalisten zum Spiel. Wie wir gespielt haben ist nicht wichtig, entscheidend ist, dass wir beim Schlusspfiff gewonnen und die Punkte gemacht haben. Wie könnte man dieser fußballerischen Logik dagegensprechen.
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Unzählige auch die stärksten Mannschaften haben oft schon in der letzten Minute das Spiel verloren. Wird Pacult nicht im Geringsten kümmern.

deCamps
1
9
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Durch den Sieg gegen Salzburg hätte man vielleicht genug Überzeugungskraft aufgebaut.

Ein Sieg gegen den WSG wäre eine starke Überleitung wieder für die nächsten Spiele. Klagenfurt geht vor und schießt noch einige Tore. Nicht vergessen, ein Spiel dauert bis zum Abpfiff.