Freilich, in der Bundesliga gilt die sportliche Tabelle als oberste Messlatte und dennoch sorgt eine weitere auch für großes Interesse: jene mit den Finanzzahlen. Wie auch sportliche ist das Salzburg "Meister". 4.975.000 Euro blieben den Bullen nach Abfuhr der Steuer übrig, vor dem WAC (1.491.000 Euro) und der WSG Tirol (1.037.000 Euro) ist das der absolute Spitzenwert. Mit der Ausnahme von drei Klubs sind die Bundesligisten allesamt im Plus, in der 2. Liga haben fünf Klubs ein Minus vorne stehen.

Der TSV Hartberg hat im abgelaufenen Geschäftsjahr rund sechs Millionen Euro an Erträgen erwirtschaften. "Übrig" bleiben den Oststeirern nach der Steuer 300.000 Euro. Geschäftsführer Erich Korherr: "Ich möchte mich bei meinem Team, den Finanzverantwortlichen, den Mitarbeitern und den vielen ehrenamtlichen Helfern bedanken. Für uns ist es jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung. Wir versuchen uns Schritt für Schritt im Rahmen unserer Möglichkeiten weiterzuentwickeln. Diesen Weg wollen wir beibehalten und fortsetzen. Herzlichen Dank an alle Fans und Sponsoren für die Treue und wertvolle Unterstützung in guten wie auch in schwierigen Zeiten."

Ein Minus von rund einer halben Million Euro schrieb der SK Sturm. Geschäftsführer (Wirtschaft) Thomas Tebbich nahm dazu bereits vor einer Woche auf der vereinseigenen Homepage Stellung: "Der SK Puntigamer Sturm Graz steht weiterhin auf sehr soliden wirtschaftlichen Beinen. Wir haben im vergangenen Geschäftsjahr versucht trotz Pandemie bewusst in potentielle Cash Cows zu investieren und gehen davon aus, dass wir die Erlöse bereits in den kommenden Saisonen lukrieren werden können.  Außerdem sind wir stolz darauf, trotz der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg weiterhin schuldenfrei zu sein."

In der zweiten Liga machte die Austria Klagenfurt im abgelaufenen Jahr noch das fetteste Minus: 3.563.000 Euro fehlten am Ende auf die Null. „Aufgrund der Pandemie konnte die Austria aus dem sportlichen Erfolg kaum Kapital schlagen. Einnahmen durch Zuseher fehlen fast gänzlich, die Sponsoren-Akquise gestaltete sich ebenfalls schwierig“, sagt Präsident Herbert Matschek. Trotz des Verlusts hat der Verein laut eigener Auskunft keine Bankverbindlichkeiten. In Form eines nachrangigen Gesellschafterdarlehens stellt die SEH Sports & Entertainment Holding aus Hamburg dem Verein die notwendigen liquiden Mittel zur Verfügung, hinzu wurde Eigenkapital von rund 4,5 Millionen Euro eingebracht. 

Anders sieht die finanzielle Lage beim WAC aus. Zum Großteil durch die Teilnahme an der Europa League konnten mehr als 17 Millionen Euro eingenommen werden. Die Wolfsberger weisen einen Gewinn von 1,5 Millionen Euro nach Steuern auf.