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Fußball-BundesligaFührungsvakuum in Mattersburg - Ligaverbleib ist "unrealistisch"

Die Lage beim SV Mattersburg bleibt nach dem Bekanntwerden des Finanzskandals um die Commerzialbank weiter verworren, eine Lösung scheint nicht in Sicht.

Ex-Bankenchef und Vereinsboss Martin Pucher
Ex-Bankenchef und Vereinsboss Martin Pucher © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Bis Freitag muss der Fußball-Bundesligist beim Lizenzausschuss der Liga seine finanzielle Situation melden. Nach dem Rückzug von Ex-Bankenchef und Vereinsboss Martin Pucher herrscht jedoch ein Führungsvakuum.

Von der von Pucher anvisierten "geordneten Übergabe" ist nichts zu sehen. Für den Präsidenten des Burgenländischen Fußballverbands, Gerhart Milletich, ist die Lage bedrohlich. Es sei "unrealistisch", dass der SVM auch künftig in der Bundesliga zu sehen sein wird, sagte Milletich am Montagnachmittag zur APA. "Das entspricht meiner Einschätzung. Weil niemand da ist, der handlungsfähig ist", sagte der Verbandschef. Am Sonntag hatte nach Pucher auch Vereins-Vizepräsident Richard Woschitz sein Amt zurückgelegt. Er habe keine validen Informationen über den Zustand des Vereins, merkte sein Anwalt an.

Es kursieren Gerüchte, wonach der SV Mattersburg den Spielern noch Gehälter schuldig ist, die bis 30. Juni zu zahlen gewesen wären. Vonseiten des Vereins herrscht nach wie vor Funkstille. Laut Trainer Franz Ponweiser versuchen die übrigen Vorstandsmitglieder des Clubs, das Budgetloch zu füllen. "Jeder versucht, seine Kontakte spielen zu lassen", sagte Ponweiser am Freitag. Viele Kleinsponsoren sind selbst wirtschaftlich eng mit der Commerzialbank verbunden und auch die Club-Konten werden bei der behördlich geschlossenen Bank vermutet.

Die burgenländische Polizei erhöhte inzwischen ihre Präsenz im Bezirk Mattersburg. Die Wohnorte betroffener Personen sowie die Bankfilialen selbst würden derzeit verstärkt überwacht, teilte die Landespolizeidirektion am Montag auf APA-Anfrage mit. Der "Kurier" berichtete am Sonntag, dass Martin Pucher unter Polizeischutz stehe. Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) kritisierte am Montag indes, warum über Pucher und einen zweiten Verdächtigen noch keine Untersuchungshaft verhängt wurde.

Beim SV Mattersburg stellt sich zunehmend die Liquiditätsfrage. Im Fall eines Konkursantrags muss der Verein aus der Bundesliga absteigen. Für Milletich ein Szenario, das durchaus eintreffen kann. Doskozil erklärte bei einer Pressekonferenz, dass sich das Land nicht engagieren könne, um "mit Steuermitteln einen Fußballverein zu führen".

Gerettet werden soll auf jeden Fall die in Mattersburg stehende Fußball-Akademie. An der Nachwuchsschmiede hält der Verein 35 Prozent der Anteile. "Es sind rund 100 Kinder und Jugendliche betroffen. Wir wissen derzeit nicht, wie es im Herbst weitergehen wird", sagte BFV-Präsident Milletich. Landeshauptmann Doskozil hat bereits angemerkt, dass die Akademie gerettet und als neues Landessportzentrum für das Nordburgenland erhalten bleiben könnte. Darum bemühe man sich intensiv.

Kommentare (7)

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Willi128
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Super Fußballverband und super Politik

statt für den Verein Auswege aus der Krise zu suchen - hineindreschen!

Mezgolits
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"Es sind rund 100 Kinder und Jugendliche betroffen. ...

Vielen Dank - ich meine: Für mich - sind rund 100 Kinder und Jugendliche
- von Erwachsenen - zu Gegeneinander-Kämpfen - verleitet worden. E. M.

zill1
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100 Jugendliche

Ist dieser Kommentar unter sehr viel Alkohol entstanden ?? Oder ist das nur spass was geschrieben wurde ? Wenn Sport betreiben so beschrieben wird muss ja eines davon stimmen

Mezgolits
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Vielen Dank + Sport betreiben:

Für mich, sind "Mit-Einander-Sportarten" viel wertvoller -
als "Gegen-Einander-Sportarten" - zum Beispiel: Feuerwehr-
leistungsbewerbe in Bronze und Silber + alle Staffelbewerbe
bei Leichtatlethik + Holzfäller-Wettbewerbe + Schwimmen.

Emma0301
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Wos?

Kommentar nicht verständlich... Nicht nervös werden! Kurz nochmals die Zellen sammeln und einen Neuversuch starten...

Mezgolits
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Vielen Dank - worum geht es beim Fußball?:

Ich meine: Logischerweise um zu gewinnen = Kinder und Jugendliche
werden von Erwachsenen verleitet und trainiert - mit größtmöglicher
Sportlich- oder Unsportlichkeit - dem Gegner oder der Gegnerin - das
Schlechtestmögliche zuzufügen = gegeneinander zu kämpfen = Zwei-
kämpfe - anstatt bestmöglich zusammen zu arbeiten. Erfinder M.

melahide
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Beim Pucher

bricht jetzt halt alles zusammen. „Seine“ Bank, „sein“ Verein. Und natürlich hat es dann wieder einmal niemand gewusst. Man hat sich einem Menschen mit „Haut und Haaren“ ausgeliefert ... so sehr, dass nicht einmal der Vizepräsident weiß, wo die Konten des Vereins liegen :).

Schade um Mattersburg - also um die gute Jugendarbeit. Jetzt geht es wohl in die Regionalliga oder noch weiter hinunter und Liga 2 ist mit 15 Vereinen am Start ...