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''Randale und Chaotentum''Innenminister Kickl attackiert Rapid-Ultras aufs Schärfste

Innenminister Herbert Kickl hat den Einsatz der Polizei im Wiener Derby, bei dem 1338 Menschen fast sieben Stunden zur Identitätsfeststellung angehalten wurden, verteidigt. Er übt auch scharfe Kritik an den Ultras der Hütteldorfer.

SOCCER - BL, Rapid vs Sturm
© GEPA pictures
 

Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) hat die Vorgehensweise der Polizei im Wiener Derby als ausgewogen und notwendig verteidigt. Der Einsatz sei zum Erhalt der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, der Abwehr von gefährlichen Angriffen auf Leib und Leben sowie der Aufklärung von Straftaten durchgeführt worden. Den SK Rapid und dessen organisierte Fanszene attackierte Kickl indes scharf.

Er habe ein "vollständiges Bild" des vergangenen Sonntags mitgebracht, an dem es im Zuge des Wiener Derbys Austria gegen Rapid zu einem massiven Polizei-Einsatz gekommen war. Bei einem laut Kickl "nicht angemeldeten" Fanmarsch hatten Rapid-Anhänger Gegenstände auf die Wiener Südosttangente (A23) geworfen. Danach wurden 1.338 Menschen fast sieben Stunden lang zur Identitätsfeststellung angehalten - ein Vorgehen, dass der Polizei scharfe Kritik einbrachte.

BVT-U-AUSSCHUSS: KICKL
Foto © APA/HANS PUNZ

Die Vorschriften bezüglich solcher Anhaltungen seien "auf Punkt und Beistrich" eingehalten worden, erklärte Kickl am Donnerstag im Bundesrat. Die SPÖ hatte eine dringliche Anfrage zur Causa eingebracht. Vorwürfe einer "menschenunwürdigen Behandlungen", wie sie neben der "Rechtshilfe Rapid" etwa auch Rapid-Präsident Michael Krammer erhoben hatte, wies Kickl zurück. Es habe Tee, Wasser und Lunchpakete gegeben, auch fünf Sanitäter wären am Einsatzort gewesen. Vorwürfen einer geplanten Polizei-Aktion, wie sie etwa auch Kammer erhoben hatte, widersprach Kickl ebenso. Eine Weisung habe es nicht gegeben.

"Schäbig"

Der Einsatz hatte um 21.55 Uhr mit einer Festnahme und einer Anzeige geendet. Kickl selbst identifizierte in seiner Rede als Auslöser für den Einsatz am Donnerstag eine "immer wieder verhaltensauffällige Gruppe", namentlich die Rapid Ultras. Diese würden den Begriff des Fans missbrauchen, "um unter diesem Deckmantel Randaliererei und Chaotentum zu betreiben." Sich nun als "Opfer und arme Hascherl" hinzustellen, bezeichnete der Minister unter anderem als "schäbig".

Hier geht es zur großen Reportage zu den Rapid Ultras!

Rapid müsse einer aufgekommenen "Unkultur" einen Riegel vorschieben. "Und nicht herzugehen und gemeingefährliche Aktionen dann einfach hinzunehmen, in der Öffentlichkeit zu verharmlosen, zu rechtfertigen oder vielleicht sogar noch Leute zu Klagen gegen die Polizisten anzustiften." Andere Klubs hätten das bereits zustande gebracht. "Und wenn man das nicht zustande bringt, dann ist das eher ein Zeichen des Nichtwollens, als des Nichtkönnens."

"Schämen Sie sich, Herr Minister"

Insgesamt waren im Zuge der sportlichen Großveranstaltung 637 Exekutivbedienstete im Einsatz, wie aus der Anfragebeantwortung hervorging. Jenen dankte Kickl für einen "professionellen, umsichtigen und selbstverständlich auch ausgewogenen Einsatz".

Vertreter der Oppositionen kritisierten den Polizeieinsatz hingegen mit drastischen Worten. So sprach etwa Martin Weber (SPÖ) von einem Skandal. "Sie haben fast 1.400 Menschen in Geiselhaft genommen. Schämen Sie sich, Herr Minister!" Das polizeiliche Vorgehen hätte eine ähnliche Tragödie, wie jene der Loveparade in Duisburg 2010 zur Folge haben können. Damals waren im Zuge einer Massenpanik 19 Menschen gestorben.

Kommentare (37)

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einmischer
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die ultra Idioten

Was mich an dieser Geschichte beinahe so stört wie die hirnrissigen Aktionen dieser Kopflosen ist:
1, dass es anscheinend Eltern gibt, die mit Kindern(und Ungeborenen) in solchen Horden ins Stadion ziehen(oder doch nur angeblich? Weiß man ja bei den Berichten der Gutmenschenpresse nicht immer)

2;Welchen Geistesgrößen ist eingefallen, in Zeiten wie diesen einen Stadionzugang über eine Stadtautobahn zu führen bzw. dies zu genehmigen.
Ich denke beim Krankenhaus Nord wird man fündig.

3; Die Wortspenden vom Krammer, ohne klare Distanzierung, sondern Schuldzuweisungen in Richtung Polizei. Unglaublich, oder aus dem Zusammenhang gerissen(war ein Spaß).
Eigentlich, und das ist kein Spaß, ein Anlass einen vorzeitigen Rücktritt ins Auge zu fassen.
Wenn man als Verein diesen Mob nicht in den Griff bekommt, oder vielleicht sogar davon abhängig ist, läuft da schwer was schief.
Wenn man glaubt, daß eine Mannschaft nur funktioniert, wenn in den Feuer, Schuss und Gröllpausen der Andi Marek in Musikantenstadlmanier auf Stimmung macht, sagt das ja auch einiges aus.

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Fuerstenfelder
1
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Nachdenklich

Zuerst sollten alle Diskussionsteilnehmer den Beitrag ,DIE MACHT DER ULTRAS ,in der KLZ vom 20 .Dezember lesen. Da wird mir übel.
Dort wird klar aufgezeigt wie der Hase läuft. Wenn der Vorstand von Rapid nur mehr Befehlsempfänger dieser ULTRAS Truppe ist,dann gute Nacht Rapid.

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Kormoran
22
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uhhh

jez verscherzen sichs die blauen mit der eigenen Wählerschaft. :D

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dude
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Genau so sehe ich es auch, Kormoran!

Mag der SK Rapid ein roter Verein sein, aber bei den Rapid-Ultras gibt es nachweislich und dokumentiert viele rechtsradikale Auffälligkeiten und zahlreiche Vorstrafen wegen verbotener Wiederbetätigung (Hitlergrüße, 88er Tätowierungen etc. etc.).
Daß Kickl auch dort aufräumt, finde ich mehr als positiv, aber wundern tut's mich trotzdem!

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rand
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Kormoran

Rapid ist ein Typischer roter Fußballverein. Also wie soll er sich hier mit der eigenen Wählerschaft verscherzen. Diese Rapid Chaoten sind unterstes Niveau.

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Kormoran
6
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Und

Eben um diese chaoten gehts. Wenn von denen auch nur ein einziger rot wählt würd ich mich doch sehr wundern....

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Oberwoelzer
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Rapid

Super Rapid Ultra Fans ein Vorbild für den Österreichischen Fußball. Traurig wenn man mit Fußball begeisterten Kinder Rapid Spiele aus Angst vor diesen
Rowdys nicht mehr besuchen
kann.

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Hausverstand100
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Distanzierung des Vereines?

Solange sich ein Verein von solchen Idioten nicht ganz klar distanziert bzw. nichts unternimmt, um solche Vorfälle zu unterbinden, gehört der Verein für alle Spiele suspendiert! Und gut ist!

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MedAH
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Gegenstände auf Fahrbahnen werfen,

geht absolut nicht. Durch solche Idiotenaktionen hat es schon etliche Unfälle mit Schwerverletzten gegeben. Nahezu jeder Autolenker verreißt das Fahrzeug wenn plötzlich ein Gegenstand auf die Windschutzscheibe knallt. Dass diese Personen ausgeforscht werden müssen ist klar, aber sogar dann gab es weder Mithilfe von den sogenannten Fans sondern die versuchten weiterhin zu eskalieren. Selber Schuld, wenn die vollkommen notwendige Personenkontrolle solange gedauert hat. Verursacht hat dieses Chaos nicht die Polizei.

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mmj
4
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Kein Rowdytum! Trotzdem die Verhältnismäßigkeit beachten!

Ich verurteile jegliches Rowdytum aufs schärfste. Gewalt hat auf keinem Sportplatz etwas verloren. Es wurden jedoch vorm Wiener Derby rd. 1.400 Menschen auf einem schlammigen, abschüssigen und rutschigen Trampelpfad eingekesselt, darunter Frauen – auch Schwangere und Kinder – sowie insulinpflichtige Diabetiker.
Direkt unter dieser Brücke verläuft die Wiener Südosttangente, wo selbst am Sonntag oft starker Verkehr herrscht. Neben dem Metallgeländer geht es bis zu zehn Meter in die Tiefe. Sicherheitstechnisch sei dies ein extrem problematischer Ort. Diese Metallgeländer seien keinesfalls für größere Menschenansammlungen in Extremsituationen gedacht, in denen die Gefahr von Panik und Gedränge besteht. Gut, dass nicht mehr oder ärgeres passiert ist.

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Kormoran
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mmj

dass da bei dem Einsatz wohl nicht alles koscher war und auch Aussage gegen Aussage steht ist wohl außer Frage.
Dass der harte Kern der Ultras zahlreiche idiotische und auch der rechten Szene zugehörige Chaoten beherbergt ebenfalls.
von dem her haben solche Aktionen gegen die Ultras schon ihre Berechtigung. dass es diesmal auch zahlreiche Unbescholtene aus dem grünen Fanblock erwischt hat ist halt für jene bitter. Gut dass nicht mehr passiert ist. und einige werden wohl zum Nachdenken angeregt worden sein und sich überlegen ob sie nochmals mit den Ultras einmarschieren.

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Liverpudlian88
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1400 Fans angehalten...

Dann wäre das "Stadion" des WAC komplett leer...

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Carlo62
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Und die Admira müsste 700 Statisten auftreiben...

...damit sie auf 1400 kommen!

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ichbindermeinung
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vorsätzliche Umwelt/Klimavergiftung

für die vorsätzliche Umwelt/Klimavergiftung durch diese chemischen Feuerfackeln und der Feinstaubbelastung und die dadurch einhergehende Gesundheitsgefährdung der Bürger sollte es für den Einzelfall neben den Ersatz aller Verwaltungs/Gerichts/Verfahrenskosten auch Geldstrafen von 5.000 bis 10.000 aufwärts geben.

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schadstoffarm
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und kreuzigen

hört sich nach Vienna Fan an. Ein Volk, ein Kanzler, ein Fußballclub.

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tr9631
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Die Kritik des

SPÖ-BR Weber, (ein Freund der Rapid-Chaoten???), trifft in Wahrheit die Polizei. Denn die Polizisten haben diese Aktion, die ich im übrigen von A bis Z gutheiße, durchgeführt. "Schämen sie sich" geht daher in Richtung der Polizisten, die diese Chaotentruppe zum Leidwesen Unbeteiligter in die Mangel genommen hat. Die Polizisten werden sich sehr wohl merken, wer ihre alles andere als einfache Arbeit unterstützt und wer ihnen Prügel vor die Beine wirft. Künftig sollten daher Fußballbegeisterte die Rapid-Spiele meiden. Wenig Zuschauer führt zu weniger Gefährdung und damit weniger Geld zu einem Umdenken der
Vereins-Beschwichtiger und ihrer politischen Handlanger.

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Caramel
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Respekt vor den klaren Worten des Innenmisters!

- - Auch interessant, wer sich hier aller mit den gewalttätigen Ultras solidarisiert....!

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stprei
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Die Vereine sollten etwas tun.

Solange die Vereine die Chaoten und Radaubrüder in ihren Fansektoren schützen, wird sich nichts ändern. Die Empörung über das Vorgehen schützt den radikalen Teil, der sich gezielt in der Menge versteckt.

Wenn konsequent und klar etwas unternommen wird, können auch Familien ungestört ins Stadion gehen und den Sport genießen. Das funktioniert in anderen Ländern auch sehr gut.

Eskalationen müssen von der Bundesliga, den Vereinen und der Exekutive rigoros geahndet werden.

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lumpi50
0
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Kickl-Fan bin ich sicher keiner!!!!

Was die so genannten "Rapid-Fans" seit Jahren in den Städten und in den Stadien aufführen ist einfach inakzeptabel.
Das hat mit "Fan" aber überhaupt nichts mehr zu tun.
Wenn der Verein Rapid diese permanenten Überschreitungen einer imaginären roten Linie nicht in den Griff bekommt, liegt es am "Wollen" und nicht am "Können".

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Lodengrün
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Die Ultras

sind schon ein Kapitel für sich. Das man dabei überzogen hat versteht sich bei dem IM von selbst. Vielleicht schon aus dem Grund weil der Verein halt sehr SPÖ lästig ist. Es ist aber auch der Herr Pilz darin zu finden.

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Fuerstenfelder
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Jetzt

Pilzerl wie wäre es mit einem U Ausschuss???!!

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dude
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Sind die Rapid_Ultras...

... nicht selbst sehr tief im rechten Milieu verwurzelt? Ich dachte, da gab es in der Vergangenheit immer wieder rechtslastige Auffälligkeiten. Ist ja dann richtig verwunderlich, daß unser Herr Innenminister diesmal durchgegriffen hat! Da wird er sich keine Freunde machen in diesen Kreisen!

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Liverpudlian88
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Vorher informieren...

bevor man so etwas in den raum wirft!

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dude
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@ liverpudlian88

Von wegen "informieren".
Bei den Rapid Ultras gibt es zahlreiche Mitglieder, die durch rechtsradikale Aktionen aufgefallen sind und aufgrund illegaler Wiederbetätigung vorbestraft sind! Hitlergrüße, 88er-Tätovierungen etc. etc.
Einfach informieren. Geht im Zeitalter der digitalen Archive ganz leicht!

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Carlo62
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Die Rapid Ultras sind ein Teil

der Wiener SPÖ, wie man aus dem heutigen eindrucksvollen Bericht in der Kleinen Zeitung erfahren konnte.

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SoundofThunder
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🤔

Nach ihrer Logik nach müssen dann die Wiener Veilchen dann rechte sein.

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