Heute vor exakt 20 Jahren wurde es eröffnet, das Schwarzenegger-Stadion, und löste damit das Bundesstadion Graz-Liebenau ab. Sowohl für den Sturm-Anhang als auch für die GAK-Fans war der damalige Bau ein Meilenstein. Beiden Grazer Großklubs wurde mit dem 9. Juli 1997 eine neue "Heimat" mit einer für damalige Verhältnisse sehr guten Infrastruktur zur Verfügung gestellt, die weder die „Gruabn“ noch das Casino-Stadion hatten bieten können.

Das Fußballoval trägt mittlerweile den dritten Namen. Der Schriftzug "Arnold Schwarzenegger" wurde wegen politischen Drucks abmontiert. Namensgeber Arnold Schwarzenegger hatte als Gouverneur kein Veto gegen die Todesstrafe in Kalifornien eingebracht. Heimische Politiker reagierten mit der Demontage des Schriftzuges, "Arnie" wiederum mit der Rückgabe des Grazer Ehrenrings. Mittlerweile sind alle Animositäten ausgeräumt und der Disput vergessen.

Die Stimme hat nicht versagt

Unvergessen bleiben viele Erlebnisse und im Speziellen die Eröffnung. Der SK Sturm besiegte im Derby den GAK mit 4:0. Die Rotjacken waren Veranstalter und Martin Zwischenberger durfte als damalige Stimme des GAK (25 Jahre lang) das erste Spiel eröffnen. Sturm-Spieler Roman Mählich erzielte bereits in der 2. Minute die 1:0-Führung. "Die Stimme ist mir nicht stecken geblieben, aber das war wirklich bitter. Da freust du dich auf ein Spiel und dann hat’s gleich gekracht", erzählt Zwischenberger.

Ähnlich erlebte es GAK-Abwehrurgestein Gregor Pötscher: „Das war eine Watschn, von der wir uns in diesem Spiel nicht mehr erholen konnten. Aber ich kann heute sagen: Ich war dabei“, sagt Pötscher ironisch.

Mählich erinnert sich gerne zurück

Besagter erster Torschütze im neuen Stadion, Roman Mählich, schwärmt heute noch. "So ein Ereignis bleibt haften. Das war nicht nur ein Startschuss in eine ganz tolle Ära. Mit dem Sieg haben wir auch vermittelt: Das ist unser Stadion", sagt Mählich. Sein Tor tut ihm "irgendwie leid. Weil das war eigentlich für den Ivo reserviert", sagt Mählich augenzwinkernd.

Erinnerungen gibt es unzählige. Zwischenberger erzählt von einem Real-Madrid-Spieler, der sich in den Graben des Stadions verirrt hatte "und nicht gerade glücklich dreinschaute". Es war Zinédine Zidane, der sich verlaufen hatte. Zwischenberger und der damalige Sicherheitschef des GAK, Luis Degen, wiesen Zidane den richtigen Weg. Das Duell im Rahmen des 100-Jahr-Jubiläums des GAK gewannen die "Roten" schließlich 3:2.