AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

ÖFB-TeamspielerMaximilian Wöber wechselt für Rekordablöse von Sevilla zu Salzburg

Der FC Red Bull Salzburg holt Verstärkung und verpflichtet Maximilian Wöber vom FC Sevilla. Der 21-jährige Innenverteidiger unterschreibt bei den Roten Bullen einen Vertrag bis 31. Mai 2024.

Maximilian Wöber
Maximilian Wöber ist jetzt ein Salzburger © APA/HERBERT NEUBAUER
 

Maximilian Wöber ist ein Mann der Rekorde. Zwei Jahre nach seinem Abgang von Rapid kehrt der ÖFB-Teamspieler in die heimische Fußball-Bundesliga zurück. Der 21-Jährige wechselt vom FC Sevilla zu Serienmeister Red Bull Salzburg. Wöber unterschrieb einen Fünfjahresvertrag, gaben die Salzburger am Dienstag bekannt.

Die Ablösesumme beläuft sich laut spanischen Medienberichten auf bis zu zwölf Millionen Euro. Wöber ist damit der mit Abstand teuerste Spieler, den ein Club aus der österreichischen Bundesliga jemals verpflichtet hat. Bisheriger Höchstwert waren kolportierte 6,9 Mio. Euro, die die Salzburger 2010 für den Uruguayer Joaquin Boghossian ausgegeben hatten.

Um eine ähnliche Summe war Wöber 2017 von Rapid zu Ajax Amsterdam gewechselt - und ist damit immer noch jener Spieler, der den Hütteldorfern bisher ihren Rekorderlös eingebracht hat. Nun schloss sich der Wiener dem Rivalen aus Salzburg an. "Es ist ein sportlich top geführter Club", begründete Wöber seine Entscheidung für den Serienmeister. "Egal wo man hinschaut, es sind nur Profis am Werk."

Wöber war im Winter vorerst leihweise, im Juli dann fix für 10,5 Mio. Euro von Ajax nach Sevilla gewechselt. Bei den Andalusiern absolvierte er im Frühjahr sieben Ligaeinsätze und einen in der Europa League, ehe er von einer Meniskusverletzung gestoppt wurde. In der kommenden Saison hätte er bei Sevilla auch aufgrund einer Systemumstellung reduzierte Chancen auf regelmäßige Einsätze gehabt.

"Ich war auch mit anderen Vereinen im Austausch", sagte Wöber. Es habe sich aber niemand so sehr um ihn bemüht wie die Salzburger. Die Champions League, für die die Bullen als Meister erstmals einen Fixplatz haben, bezeichnete der Defensivmann als "riesiges Sprungbrett" für junge Spieler. "Da möchte ich mich natürlich auch zeigen."

Ich habe mich auch persönlich weiterentwickelt, auch was den Haushalt betrifft, was meiner Mutter sehr, sehr wichtig war.

Maximilian Wöber

Als Saisonziele nannte Wöber Meistertitel, Cupsieg und ein möglichst gutes Abschneiden in der Königsklasse. "Natürlich wäre es schön, wenn wir weiterkommen." Zumindest aber soll als Gruppendritter der Umstieg in die Europa League gelingen. Wöber will seinen Teil dazu beitragen, erinnerte an seine Zeit bei Ajax. "Ich habe meine besten Partien in der Champions League gespielt. Ich hoffe, dass ich das bei Red Bull Salzburg auch machen werde."

Wöber absolvierte am Dienstagnachmittag sein erstes Training mit der Mannschaft von Salzburg-Trainer Jesse Marsch. Sein nächstes Ligaspiel bestreitet der Meister und Tabellenführer am Samstag (17.00 Uhr) beim SKN St. Pölten. Wöber startet zuversichtlich in sein neues Engagement: "Ich glaube, dass ich von meiner Einstellung und von meinem Charakter absolut ein Führungsspieler sein kann."

Von den Qualitäten des bisher teuersten Spielers der Clubgeschichte ist auch Salzburgs Sportdirektor überzeugt. "Er ist ein Linksfuß und taktisch sehr clever, wodurch unser Spiel noch variabler wird. Zudem verfügt er trotz seines jungen Alters bereits über viel internationale Erfahrung", sagte Christoph Freund. Wöber habe mit Ajax bereits erfolgreich Champions-League-Luft geschnuppert.

Mit Munas Dabbur, Stefan Lainer, Xaver Schlager, Hannes Wolf und Fredrik Gulbrandsen haben die Salzburger im Sommer zahlreiche Stammkräfte um teils zweistellige Millionen-Summen abgegeben. Vor der Rekordausgabe für Wöber hatte der Serienmeister bereits kolportierte fünf Millionen Euro für den dänischen Rechtsverteidiger Rasmus Kristensen ausgegeben. Bereits im Winter davor kamen Stürmer Erling Haaland und Mittelfeldmann Antoine Bernede.

"Auf uns warten intensive Monate mit sehr vielen wichtigen Spielen für den Verein", erklärte Freund. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns mit unserem qualitativ hochwertigen Kader diesen großen Herausforderungen stellen können." Die Auslosung für die Gruppenphase der Champions League erfolgt am 29. August.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

hgw22
3
4
Lesenswert?

Wahrscheinlich ist es ihnen peinlich daß nur mehr ein Österreicher in der Salzburger Mannschaft spielt.

Da muß ein zweiter her...
zum Vergleich am Wochenende: Bei Salzburg spielte ein Ösi, Beim LASK ein Ausländer.

Antworten
Genesis
0
2
Lesenswert?

Hallo RAPID-Ultras ?

Wir hören Nichts ?! P.S: Quizfrage an Euch: Gegen wen spielt der österreichische Rekordmeister, der SCR eigentlich heuer im Europa-Cup ? Die böse UEFA hat Euch bei der Auslosung vergessen, befürchte ich.

Antworten
tintifax
6
4
Lesenswert?

geld stinkt nicht

absolut ganz und gar nicht nachzuvollziehen ... am besten einfach vergessen ...

Antworten
one2go
8
5
Lesenswert?

Auch RB Salzburg kann sich irren!

Die Verpflichtung von Wöber ist nicht nachzuvollziehen-überall gescheitert und jetzt für 12Mio. (= 11,90 Mio zu viel) nach Salzburg geholt - ein 2.Flop, wie der ehemalige Rapid Spieler Stangl (heute vereinslos), ist vorprogrammiert!!!

Antworten
Nadu1205
1
13
Lesenswert?

Contro il calcio moderno - gegen den modernen Fussball!

Wie gerne erinnere ich mich an die Ära vor dem Bosman-Urteil (1995)! 3 Legionäre pro Team am Feld, Pokal d. Landesmeister & Cupsieger, UEFA Cup - Nostalgie pur !
EM & WM mit den wirklich Besten und kein aufgeblähtes Turnier...

Antworten
Lodengrün
1
5
Lesenswert?

Unüblich

ist doch Salzburg die Schmiede. Nun Geld haben sie und der Spieler ist jung, gut, hat Potential.

Antworten
FALDU
4
8
Lesenswert?

Beispiel Wöber...

zeigt hier den modernen (Sklaven)Menschenhandel auf.
Kurz bei Ajax, dann nach Sevilla und jetzt ab nach Salzburg.
Verdiener wieder einmal die Spielervermittler.
Die Summen die jetzt bezahlt werden ist der reinste Horror.
FIFA und UEFA wären schon längst gefordert, diese horrenden
Ablösesummen und was noch alles dazu kommt, zu regeln.
Getraue mir auszusprechen alle diese Funktionäre sind Mafiosi!

Antworten
Urban67
0
0
Lesenswert?

Genau

Bin schon längst dafür Transfersummen zu verbieten. Maximal bei jungen Spielern eine Ausbildungsentschädigung. Dann könnten mehrere Vereine gute Spieler haben, und nicht nur wenige, die nicht wissen wo hin mit dem Geld. Die Meisterschaften wären ausgeglichener und spannender

Antworten