In der zweiten Runde der englischen Fußball-Premier-League sind die Augen auf die Hauptstadt gerichtet. Dort trifft Arsenal am Sonntag (17.30 Uhr) im London-Derby auf Champions-League-Sieger Chelsea mit 115-Millionen-Euro-Neuzugang Romelu Lukaku. Hasenhüttl-Club Southampton empfängt ein euphorisches Manchester United, Watford und ÖFB-Keeper Daniel Bachmann sind bei Abstiegskonkurrent Brighton & Hove Albion zu Gast. Auf Liverpool und Manchester City warten Pflichtaufgaben.

Während Chelsea standesgemäß mit 3:0 gegen Crystal Palace in die Saison startete, wackelt bei den "Gunners" nach dem verpatzten Auftakt bei Liganeuling Brentford (0:2) schon wieder der Trainerstuhl von Mikel Arteta. Buchmacher listen den Spanier gar als Favoriten auf die erste Entlassung. Ohne Alexandre Lacazette, Youngster Edddie Nketiah und den fraglichen Pierre-Emerick Aubameyang fehlt es an offensiver Durchschlagskraft. Immerhin wurden diese Woche mit Martin Odegaard und dem kurz vor der Unterschrift stehenden Torhüter Aaron Ramsdale zwei Neuzugänge an Land gezogen.

Der Königstransfer der "Blues", Romelu Lukaku, wird den Gästen die nötige Offensivpower verleihen. "Ich habe die komplette Vorbereitung absolviert", hob der bullige Belgier hervor und kündigte an, in seiner zweiten Amtszeit - von 2011 bis 2013 war er schon einmal für Chelsea aufgelaufen - keine Eingewöhnungszeit zu benötigen: "Der englische Fußball ist anders, aber für mich ist es nichts Neues." Lukaku und sein Torriecher könnten das fehlende Puzzlestück im Team von Thomas Tuchel sein, um die Meisterschaft nach 2017 zum siebenten Mal an die Stamford Bridge zu holen.

Ebenfalls in aller Munde, obwohl er diese Spielzeit noch keine Minute absolvierte, ist Harry Kane. Tottenhams Club-Ikone stand beim blamablen 0:1 in der Conference League Qualifikation bei Pacos de Ferreira wegen Trainingsrückstandes neuerlich nicht im Kader - die Gerüchte um einen ManCity-Transfer werden auf diese Weise nicht abreißen. Der Engländer habe gut trainiert und werde nach der Team-Rückkehr aus Portugal zur Mannschaft stoßen, erklärte Trainer Nuno Espirito Santo, der nach dem siegreichen Auftakt bei City (1:0) am Sonntag mit den Londonern an seiner alten Wirkungsstätte bei den Wolverhampton Wanderers antritt.

Für die Meistertruppe von Pep Guardiola steht mit dem Heimspiel gegen Norwich City ein Pflichtsieg am Programm, gewann Manchester City doch seine letzten drei Liga-Heimspiele gegen den Aufsteiger mit einem Torverhältnis von 14:1. Dasselbe gilt für Liverpool, das nach dem Auftakt bei Norwich (3:0) gegen Burnley nachlegen will. Doch Vorsicht: Burnley beendete mit seinem 1:0 im Jänner Liverpools Serie von 68 ungeschlagenen Heimspielen an der Anfield Road.

Eine schwere Aufgabe wartet auf Ralph Hasenhüttls Southampton. Gelang den "Saints" ohnehin seit zehn Premier-League-Partien kein Heimsieg gegen Manchester United, kommt die Elf von Ole Gunnar Solskjaer obendrein mit mächtig Rückenwind aus dem spektakulären 5:1-Triumph über Leeds United.

Teamtorhüter Daniel Bachmann und Watford bekommen es im Duell mit Brighton mit einem vermeintlichen Konkurrenten im Abstiegskampf zu tun. "Wir müssen und sollten gegen Villa und in Brighton zu Beginn punkten", rief der 27-Jährige vor Saisonstart aus. Teil eins gegen Aston Villa ist mit einem 3:2 an der heimischen Vicarage Road geglückt.