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Europa-League-FinaleChelsea zerlegt Arsenal in Baku mit 4:1 - und der LASK jubelt mit

Lange Zeit sah es in Baku nicht nach vielen Toren aus, doch in Durchgang zwei drehte Chelsea mächtig auf und holte sich mit einem 4:1-Sieg den Titel in der Europa League.

Chelsea drehte in Durchgang zwei richtig auf © AP
 

Wenn sich zwei englische Mannschaften, oder besser zwei Londoner, in einem Europapokal-Finale gegenüberstehen, sind zwei Dinge nicht zwangsweise garantiert. Nummer eins: Viele Engländer spielen mit. Der FC Chelsea sorgte mit seiner Startaufstellung für eine Seltenheit – erst zum zweiten Mal nach 2010 (damals spielte Inter Mailand im Champions-League-Finale gegen die Bayern ohne Italiener) lief eine Mannschaft in einem Endspiel auf europäischer Ebene ohne einen einzigen Spieler aus dem Heimatland des Klubs ein. Arsenal trug zur Erhöhung des Engländer-Anteils aber auch nicht wesentlich bei, einzig Ainsley Maitland-Niles stand von Beginn an am Feld.

Gut, viele Engländer waren ja nicht in den Finalort Baku nach Aserbaidschan gereist, denn pro Team hatte es nur 6000 Karten gegeben – vielleicht hätte man vonseiten der UEFA etwas großzügiger sein sollen. Denn so war das Final-Stadion von „ausverkauft“ weit entfernt. Nur weil ein Diktator viel Geld bietet, um die Elite ans kaspische Meer zu locken, heißt das noch nicht, dass sich in Baku offenbar alle ums Finale reißen.

Das Finale der Europa League: Die besten Bilder des London-Derbys Chelsea gegen Arsenal

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Die zweite Sache, die nicht garantiert ist, ist eine hochklassige Partie. Wobei: Die gab es nur vor der Pause nicht. Denn da plätscherte das Spiel dahin, es gab nur „Annäherungen“ – auch wenn Arsenal den besseren Start hatte (und Granit Xhaka mit einem Schuss die Querlatte streifte) und Chelsea das bessere Ende mit einem Schuss von Olivier Giroud kurz vor der Pause, denn Petr Cech abwehrte, für sich verbuchte.

In der ersten Hälfte waren beide Teams etwas nervös, weil es ein Finale ist. Als Olly (Olivier Giroud; Anm.) getroffen hat, war es, glaube ich, der Beginn eines großartigen Abends.

Eden Hazard (Chelsea-Stürmer, zweifacher Torschütze)

Nach der Pause war aber alles anders. Und die Teams sparten nicht mit der Würze des Fußballs, den Toren. Das erste erzielte eben Olivier Giroud; per Kopf nach Hereingabe von Emerson (49.) ließ er dem 37-jährigen Arsenal-Schlussmann Cech, der so lange für Chelsea (2004–2015) gespielt hatte und mit dem Finale in Baku seine Karriere beendete, keine Chance. Den Jubel verbat sich der Franzose aber, schließlich hatte er selbst sechs Jahre (2012- 2018) für Arsenal die Schuhe geschnürt.

Sein Tor, war aber nur Startschuss: Da war das 2:0 durch den Spanier Pedro, der sich nach dem Finalsieg nun Weltmeister, Europameister (jeweils mit Spanien), Champions-League-Sieger (mit Barcelona) und nun auch Europa-League-Sieger nennen darf. Dass just Eden Hazard (65./Elfer) und nach dem Anschluss von Iwobi (69.) auch das 4:1 nach herrlicher Kombination erzielte (72.), war das Sahnehäubchen. Denn der Belgier gilt als erster Kandidat für einen Wechsel, er soll bei Real Madrid ganz oben auf der Wunschliste stehen.

Rein statistisch gesehen hat Chelsea nun in der Europa League einen einsamen Rekord: Die Londoner sind in K.o.-Duellen weiter ungeschlagen. Erstmals waren sie (nach dem Sieg in der Champions League 2012) 2013 dabei, damals holten sie den Pokal. Und nun, beim zweiten Mal, schafften sie das gar ohne Niederlage auf dem Weg zum Triumph; zwölf Siege und drei Remis stehen zu Buche, so gut war noch niemand. Wie hatte Trainer Maurizio Sarri noch vor der Partie gemeint: „Wir verdienen diesen Titel!“ Ganz falsch ist das nicht. Gerettet hat man die Saison so allemal, im Gegensatz zu Arsenal.

Die siegten zwar im Test gegen den LASK 6:0, trotzdem jubelten die Linzer über die Arsenal-Niederlage im Endspiel: Sie müssen nun erst in der dritten Quali-Runde für die Champions League einsteigen, damit ist ein Platz in der Europa League schon fix.

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