Nach dem 3:2-Heimsieg des FC Schalke gegen St. Pauli brachen in Gelsenkirchen alle Dämme. Durch den Erfolg haben sich die "Königsblauen" den direkten Wiederaufstieg in die deutsche Bundesliga gesichert und feierten dies ausgelassen.

Ralf Höfs war einer der Fans im Stadion. Der 57-Jährige stand in der ersten Reihe der Nordkurve, als Fanmassen von hinten nach vorne drückten. "Ich war nicht zum ersten Mal in der Nordkurve - aber bei diesem Spiel waren meiner Meinung nach einfach viel zu viele Menschen auf der Tribüne. Es war pures Chaos. Ich wurde eingequetscht und bekam keine Luft mehr. Ich hatte große Angst, dass ich sterbe", sagte er der "Bild"-Zeitung.

"Ich habe lauthals um Hilfe gerufen", sagt er. Die Security-Mitarbeiter hätten sich aber "einfach kaputt gelacht". Danach wurde der Schalke-Fan ohnmächtig und zog sich unter anderem eine Brustkorb-Quetschung zu. Ein anderer Fan erkannte die Situation, zog Höfs von der Tribüne hinunter in den Stadiongraben, von wo er ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Tatsache, dass die Ordner nicht geholfen haben, ärgert den Fan. Er will den Sicherheitsdienst auf unterlassene Hilfeleistung verklagen. Auch gegen Schalke will er vorgehen - das prüft zumindest sein Anwalt.