Trainer Steffen Baumgart will seinen Spielern beim 1. FC Köln weder das Rauchen noch das Alkoholtrinken verbieten. "Wer rauchen will, soll rauchen. Es wäre gut, wenn sie es nicht vor dem Bus machen", sagte der neue Trainer des deutschen Fußball-Bundesligisten in einem Interview der "Bild". Selbst in der Kabine will der 49-Jährige kein Rauchverbot verhängen.

"Wenn ein Spieler meint, er müsse nach dem Spiel hinten in der Ecke in der Kabine eine rauchen, gehe ich nicht hin und mache einen Lauten. Ich verfolge meine Spieler auch nicht auf Instagram oder erteile Alkoholverbot, das wäre doch albern", meinte er.

Der vom SC Paderborn an den Rhein gewechselte Baumgart setzt auf Eigenverantwortung seiner Spieler, darunter die Österreicher Florian Kainz und Dejan Ljubicic. "Sie müssen nur dafür sorgen, dass sie auf dem Platz fit und klar sind. Bei der Arbeit verstehe ich keinen Spaß", betonte der frühere Stürmer.

Einen lockeren Umgang zur Zigarette pflegt der italienische Erstligist Lazio Rom. Dazu gab es gleich eine kreative Präsentation des neuen Cheftrainers Maurizio Sarri via Twitter. Dass sich Leistung und Tabakkonsum nicht unbedingt ausschließen, zeigten auch Legenden wie Gianluigi Buffon, Johan Cruyff oder Oliver Kahn.

In Österreich gibt es mit Mischa Petrović ein bekanntes Beispiel. Der Ex-Trainer des SK Sturm Graz (2003-2006) zeigte sich gerne mit Zigarette in der Öffentlichkeit. Mit dem Rauchen für Trainer ist mittlerweile aber zumindest in Österreichs Stadien Schluss. Schon seit mehr als zehn Jahren darf auf der Trainer- und Ersatzbank nicht mehr geraucht werden.

FUSSBALL - BL, Sturm Graz, Pressekonferenz
Ex-Trainer Mischa Petrović auf einer Pressekonferenz des SK Sturm Graz
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