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Große BedenkenLaut Hoffenheim-Arzt ist Saison bei Team-Quarantäne beendet

Für Mediziner Thomas Frölich wäre ein Mund-Nasen-Schutz für Spieler während der Partien sinnvoll. "Es ist für mich kein gutes Beispiel, ohne sichtbare Einschränkungen einfach loszuspielen."

Bei Team-Quarantäne wird die Deutsche Bundesliga wohl nicht zu Ende gespielt werden © GEPA pictures
 

Bei einer Mannschafts-Quarantäne wegen Corona wäre nach Meinung von Hoffenheims Teamarzt Thomas Frölich die Saison in der deutschen Fußball-Bundesliga, die ab Samstag fortgesetzt wird, gelaufen. Dies sagte der 61-Jährige der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe) auch mit Verweis auf die Verantwortung der Gesundheitsämter.

"Über eine Quarantäne entscheidet ausschließlich das zuständige Gesundheitsamt. Es bestehen zwar klare Kriterien, zu welchen Risikogruppen die Kontaktpersonen zählen, aber es gibt immer einen Ermessensspielraum. Aber wenn es so kommt, dass generell die ganze Mannschaft in Quarantäne geschickt wird, dann können wir diese Saison nicht fertig spielen. Mit Sicherheit nicht!", betonte Frölich.

Spezialisten gefordert

Der Mediziner der TSG 1899 Hoffenheim schlägt deshalb vor, dass die Gesundheitsämter "einen Spezialisten abstellen, der sich vielleicht auch im Fußball gut auskennt, der aber nicht nur mit den Verantwortlichen in den Vereinen Rücksprache hält, sondern beispielsweise anhand von Videoaufzeichnungen nach einem Spiel auch überprüft, mit wem der infizierte Spieler Kontakt hatte". Er würde die Gesundheitsämter auch einladen, "um die Entscheidung besser treffen zu können".

Zusätzliche Werbefläche

Den kontrovers diskutierten Vorschlag, auch Fußballprofis sollten im Zuge der Corona-Maßnahmen während des Spiels einen Mund-Nasen-Schutz tragen, findet der Mediziner nicht abwegig. "Darüber sollten wir uns Gedanken machen", forderte Frölich. "Aktuell scheint das Thema zwar abgeschlossen zu sein, aber es wird uns noch länger beschäftigen. Es ist für mich kein gutes Beispiel, ohne sichtbare Einschränkungen einfach loszuspielen." Man könnte auf den Mundschutz die Nummer der Spieler schreiben - "das könnte sogar eine weitere Werbefläche sein".

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