BestätigtAdi Hütter wird Trainer von Eintracht Frankfurt

Soeben hat Eintracht Frankfurt bestätigt: Adi Hütter wird ab nächster Saison Trainer der Franken sein.

Adi Hütter
Adi Hütter © APA/KEYSTONE/MARCEL BIERI
 

Adi Hütter ist der nächste Schritt auf der Fußball-Trainer-Karriereleiter gelungen. Der 48-Jährige übernimmt ab der kommenden Saison als Nachfolger von Niko Kovac den deutschen Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt und erhält dort einen Vertrag bis Ende Juni 2021. Der Vorarlberger empfahl sich mit einer eindrucksvollen Saison mit dem Schweizer Meister Young Boys Bern für höhere Aufgaben.

"Mit dem Wechsel zu Eintracht Frankfurt geht für mich ein Traum in Erfüllung", betonte Hütter in einer Frankfurt-Aussendung. Als Spieler sei ihm die deutsche Bundesliga verwehrt geblieben. Als Trainer will er nun dort reüssieren. "Als Trainer hatte ich bereits das eine oder andere Angebot aus der Bundesliga ausgeschlagen. Aber nun freue ich mich umso mehr darauf, in der Liga des Weltmeisters tätig sein zu können", sagte der Noch-Bern-Trainer.

Da Hütter mit Bern noch im Cup-Finale am 27. Mai gegen den FC Zürich um das Double kämpft, erfolgt die offizielle Präsentation in Deutschland klarerweise erst danach. "Ich habe bei den Young Boys drei wunderbare Jahre erlebt und mich extrem wohlgefühlt. Ich werde diese Zeit immer in bester Erinnerung behalten", gab der Ex-Salzburg-Coach, der bei YB noch bis 2019 unter Vertrag gestanden wäre, Einblick. Mit dem Double will er seiner Erfolgsgeschichte in der Schweiz zum Abschluss noch ein Kapitel hinzufügen. "Ich werde mit meiner Mannschaft alles daran setzen, nach der Meisterschaft auch den Cup zu holen. Es würde mir enorm viel bedeuten, mit YB das Double zu gewinnen", hat Hütter noch ein klares Ziel vor Augen.

Adi Hütter

ADOLF "ADI" HÜTTER (48 Jahre):
Geburtsdatum: 11. Februar 1970
Geburtsort: Hohenems
Familienstand: verheiratet mit Sabine, 1 Tochter (Celina)
Erlernter Beruf: Großhandelskaufmann

Laufbahn als Spieler:

  • 1988 - 1989 GAK
  • 1989 - 1991 LASK
  • 1991 - 1992 SCR Altach
  • 1992 - 1993 GAK
  • 1993 - 2000 Austria Salzburg
  • 2000 - 2002 GAK
  • 2002 - 2005 Kapfenberger SV
  • 2005 - 2007 Red Bull Salzburg Juniors

Erfolge:

  • 1994, 1995, 1997: Meister mit Austria Salzburg
  • 2002: Cupsieger mit GAK
  • 234 Bundesligaspiele in 10 Saisonen (19 Tore)
  • 14 Spiele für das ÖFB-Nationalteam von 1994 bis 1997 (3 Tore)

Laufbahn als Trainer:

  • 2007 - 2008 Co-Trainer von RB Salzburg Juniors
  • 2008 - 2009 Trainer von RB Salzburg Juniors
  • 2009 - 2012 Trainer von SCR Altach
  • 2012 - 2014 Trainer von SV Grödig
  • Juni 2014 - Juni 2015 Trainer von Red Bull Salzburg
  • September 2015 - Ende Juni 2018 Trainer von Young Boys Bern
  • ab 1. Juli 2018 Trainer von Eintracht Frankfurt

Größte Erfolge als Trainer:

  • 2018 Meister mit Young Boys Bern sowie Einzug ins am 27. Mai stattfindende Cup-Finale
  • 2015 Meistertitel und Cupsieg (Double) mit Red Bull Salzburg, Einzug ins Europa-League-Sechzehntelfinale
  • 2016, 2017 Vizemeister mit Young Boys Bern
  • 2013 Aufstieg mit Grödig in die Bundesliga
  • 2014 Endrang drei sowie Erreichen der Europa-League-Qualifikation mit Grödig

Für YB kam der Abgang wenig überraschend. "Emotional habe ich natürlich gehofft, den Weg mit Adi Hütter gemeinsam weiterzugehen. Rational war mir jedoch klar, dass es bei einer Anfrage eines Traditionsclubs schwierig für uns wird", sagte YB-Sportchef Christoph Spycher, der als Aktiver fünf Jahre bei der Eintracht gespielt hatte. Er muss sich auch auf die Suche nach einem neuen Co-Trainer machen, Hütters 51-jähriger Landsmann Christian Peintinger geht nämlich mit nach Frankfurt.

Feierlichkeiten könnte es bald auch bei Hütters künftigen Arbeitgeber geben, steht der doch ebenfalls im Cup-Finale. Gegen Bayern München ist der Liga-Achte am Samstag allerdings klarer Außenseiter. Kovac hat dabei zum Abschluss seiner Frankfurt-Ära die Möglichkeit gegen seinen neuen Verein eine Überraschung zu schaffen. Mit Hütter verbindet ihn einiges, waren doch beide in der Vergangenheit in Salzburg tätig.

"Adi ist ein echter Fußball-Fachmann, der diesen Sport durch und durch lebt. Seine Vita ist beeindruckend, denn er hat nachhaltig bei mehreren Clubs bewiesen, dass er mit harter Arbeit auch aus geringen Möglichkeiten das Optimum herausholen kann. Er passt daher perfekt zu unserem Club", sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. Der hatte zuletzt viele Sondierungsgespräche geführt: "Adi war immer vorne dabei und unsere konstruktiven Gespräche sind letztendlich zu einem guten Ergebnis gekommen", verlautete der Ex-Stürmer.

Österreichische Trainer in der Deutschen Bundesliga

  • Max Merkel: TSV 1860 München (1963 - 15.12.1966), 1. FC Nürnberg (16.12.1966 - 31.3.1969), FC Schalke (1975 - 9.3.1976) Karlsruher SC (27.11.1981 - 1982)
  • Robert Körner: 1. FC Nürnberg (April 1969/davor Merkel-Assistent)
  • Ernst Ocwirk: 1. FC Köln (1970/71)
  • Franz Binder: 1860 München (3.11.1969 - 1970)
  • Ernst Happel: Hamburger SV (1981 - 1987)
  • Helmut Senekowitsch: Eintracht Frankfurt (1982 - 17.9.1982)
  • Felix Latzke: Waldhof Mannheim (1987 - November 1988)
  • Josef Hickersberger: Fortuna Düsseldorf (4.1.1991 - 28.8.1991)
  • Peter Pacult: TSV 1860 München (18.10.2001 - 12.3.2003)
  • Kurt Jara: Hamburger SV (3.10.2001 - 22.10.2003), 1. FC Kaiserslautern (3.2.2004 - 6.4.2005)
  • Peter Stöger: 1. FC Köln (12.6.2013 - 3.12.2017; Übernahme als Zweitligist, ab 2014/15 erste Bundesliga), Borussia Dortmund (10.12.2017 - 30.6.2018)
  • Ralph Hasenhüttl: FC Ingolstadt (4.10.2013 - Mai 2016; Übernahme als Zweitligist, ab 2015/16 erste Bundesliga), RB Leipzig (1. Juli 2016 - 16. Mai 2018)
  • Adi Hütter: Eintracht Frankfurt (ab 1. Juli 2018)

Hütter, der in der Vergangenheit keinen Hehl aus seinem Karriereziel Deutschland gemacht hatte, hatte sich mit dem Bundesliga-Aufstieg mit dem SV Grödig und der darauffolgenden Qualifikation für den Europacup in Österreich erstmals richtig in den Vordergrund gedrängt. Der Lohn war der Wechsel zu Ligakrösus Red Bull Salzburg im Juni 2014. Dort gewann er auf Anhieb das Double und wechselte nach nur einer Saison nach Bern. Mit YB wurde er zweimal Vizemeister, ehe heuer der ganz große Wurf mit dem ersten Meistertitel seit 1986 gelang. Und das mit Respektabstand, eine Runde vor Schluss beträgt der Vorsprung auf den entthronten Titelverteidiger FC Basel 13 Punkte.

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Danke für Ihr Verständnis.

lombok
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Ist ja wirklich komisch ...

... welches "G´riss" um unsere Ösi-Kicker und Öse-Trainer in Piefke-Landen herrscht, während wir im Fußball eher in der Bedeutungslosigkeit herumtaumeln ... :-)

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einmischer
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Bedeutungslosigkeit

Das liegt halt vermutlich nicht an den Trainern, sondern den grossteils vom Fussballverstand befreiten Vereinsverantwortlichen.
Siehe Ligareform, Fernsehgelder, usw........

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