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Schiri-ExperteHellmut Krug sieht Fehlentwicklung bei Videobeweis

Der frühere deutsche Spitzen-Referee und langjährige Projektleiter Hellmut Krug sieht eine Fehlentwicklung beim Videobeweis.

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Symbolbild © AP
 

"Der ursprünglichen Grundidee des VAR-Projekts wird man fast überall auf der Welt nicht gerecht", sagte der einstige Schiedsrichter-Boss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutsche Fußball Liga (DFL) im Interview der dpa.

Das oberste Ziel bestehe ja darin, spielentscheidende, klare und offensichtliche Fehler des Schiedsrichters zu korrigieren - so etwas wie Maradonas "Hand Gottes" bei der WM 1986. "Stattdessen ist man immer mehr dazu übergegangen, Situationen akribisch an den Bildschirmen zu sezieren und beschäftigt sich mit Entscheidungen, die nicht klar falsch sind", sagte Hellmut Krug.

"Der VAR soll ausschließlich intervenieren, wenn er absolut sicher ist, dass dem Schiedsrichter ein klarer Fehler unterlaufen ist", erklärte Krug. "Wenn ein Schiedsrichter sich die Szene 90 Sekunden lang am Monitor ansehen muss - wie kann dann noch von einem klaren Fehler die Rede sein?"

Kommentare (4)
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checker43
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Wenn

der VAR nur offensichtliche Fehler korrigieren soll, dann braucht es keine Videoanalyse. Und wo will man die Grenze ziehen? Bei 1 Meter im Abseits, bei 0,5 m, bei 0,2 m? Abseits ist Abseits. Fertig. Ob man zur Feststellung eine Sekunde oder 30 Sekunden braucht, ist egal.

peso
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na klar sind sie nicht begeistert über den Videobeweis, er deckt nämlich alle Fehler - und das sind nicht wenige - der Schiedsrichter auf

und auch wenn die Beweissuche noch so lange dauert, es ist einfach gerechtfertigt, denn es geht um Millionen und nicht um die Ehre zweier Wirtshäuser

Carlo62
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Wenn der VAR mehrere Minuten benötigt…

…um herauszufinden, ob bei einem Tor eine Abseitsstellung war oder nicht (weil es nur um Millimeter) geht, dann ist es kein klare Fehlentscheidung gewesen und man kann auch auf gleiche Höhe entscheiden. Es ist manchmal wirklich lähmend, bis der VAR seine „kalibrierten Linien“ gezogen hat.

peso
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Carlo62

natürlich kann man .......als Sieger wird es nie ein Problem sein, aber denken Sie einmal daran, dass 50 Prozent aller Mannschaften verlierer sind und Sie bei solch einer Mannschaft wären. Ist es dann auch noch kein Problem?