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Super League vor KollapsFans feiern bereits! Alle englischen Klubs steigen offiziell aus

Das Projekt einer europäischen Fußball-Super-League könnte schon zwei Tage nach seinem Bekanntwerden in sich zusammenbrechen. Die englischen Klubs gaben bereits bekannt, sich aus dem Bewerb zurückziehen zu wollen.

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Chelsea v Brighton and Hove Albion - Premier League - Stamford Bridge Fans react after potential news that Chelsea are p
Jubel in England © (c) imago images/PA Images (Ian West via www.imago-images.de)
 

Das Projekt einer europäischen Fußball-Super-League ist schon zwei Tage nach seinem Bekanntwerden in sich zusammengebrochen. Manchester City erklärte am Dienstagabend seinen Rückzug von der umstrittenen Eliteliga, wenig später folgten Liverpool, Arsenal, Manchester United, Tottenham und kurz darauf auch Chelsea. Damit haben sich schon sechs von zwölf Gründungsmitgliedern verabschiedet. In Spanien und Italien waren die Reihen ebenfalls nicht mehr geschlossen.

Die Erklärung der Klubs der Premier League.

Laut Medienberichten kündigte Barcelona-Präsident Joan Laporta an, die vielen tausend Mitglieder über eine mögliche Teilnahme an der Super League abstimmen zu lassen. "Es ist ihr Club, also ist es ihre Entscheidung", wurde Laporta zitiert. Eine Ablehnung der Super League bei einer etwaigen Abstimmung dürfte sicher sein. Mittlerweile gilt auch Atletico Madrid als Absprung-Kandidat. Aus der Serie A wurde von der Nachrichtenagentur Ansa ein Funktionär von Inter Mailand zitiert, wonach das Projekt "derzeit nicht mehr als interessant angesehen wird".

Kommentar zum Aus der Super League!

Die Super League antwortete mit einem Statement. "Wir überlegen Schritte, wie wir das Projekt verändern können", hieß es darin. Es brauche ein neues europäisches Wettbewerbsformat, da das alte nicht funktioniere. Die englischen Clubs hätten sich aufgrund des Drucks beugen müssen. Man sei aber überzeugt, dass das Vorhaben in Einklang mit dem europäischen Recht und Regeln stehe.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin zeigte sich in einer ersten Reaktion über die Entscheidung von Manchester City hocherfreut. "Ich freue mich sehr, City wieder in der europäischen Fußball-Familie begrüßen zu dürfen", sagte der Slowene in einer UEFA-Mitteilung, die noch vor den Entscheidungen der weiteren englischen Clubs veröffentlicht wurde. Der Premier-League-Tabellenführer habe große Intelligenz bewiesen, indem er auf die vielen Stimmen, besonders seine Fans, gehört habe, so Ceferin weiter.

Auch der britische Premierminister Boris Johnson war zufrieden. Er gratuliere Manchester City und Chelsea zum Rückzug, falls dieser offiziell werde, twitterte Johnson kurz vor der ManCity-Mitteilung. "Ich hoffe, dass die anderen in die Super League involvierten Vereine ihrem Beispiel folgen werden", schrieb Johnson. Wenig später ging sein Wunsch in Erfüllung.

Die kollabierende Super League könnte sogar für eine echte Revolution sorgen. Die britische Regierung spielt nämlich als Konsequenz aus den jüngsten Ereignissen angeblich mit dem Gedanken, eine "50+1"-Regel nach deutschem Vorbild einführen zu wollen. Damit wäre die Zeit des ungebremsten Geldausgebens durch teilweise dubiose Eigentümer aus Arabien, Russland oder den USA wohl vorbei.

Zu Ende geht auf jeden Fall die Zeit von Ed Woodward als Vorstandschef bei Manchester United zu sein. Der bei den United-Fans ungeliebte, von der Glazer-Familie eingesetzte Geschäftsführer des englischen Rekordmeisters nimmt mit Jahresende den Hut, wie die "Red Devils" bestätigten. Ob der Abgang schon länger geplant war oder mit dem bevorstehenden Super-League-Scheitern zu tun hat, war zunächst nicht geklärt. Andrea Agnelli, einer der Architekten der Super League, soll seinen Job als Juventus-Boss schon seit Dienstagabend los sein.

Kleine Kinderzeitung

Für Kinder erklärt:

Die geplante Superliga in Europa

Kommentare (13)
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JohannAmbros
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Die sogenannten Großklubs....

.....sollen sich mit ihren Investoren Schleichen....
Es werden andere in den Ligen deren Plätze einnehmen. Es gibt so viele andere Geile Klubs in Europa....

hans31
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Vorbild US Ligen NBA NFL NHL

Die Ligen haben sich die Geldgierigen Clubbesitzer zum Vorbild genommen um mit dem Fußball selbst noch reicher zu werden exklusiv Rechte für ihre Clubs!
Wird jetzt hoffentlich nicht so geschehen
..

Die UEFA soll sich in den Ligen ruhig auch mal umsehen und zwar in Bezug auf Gehaltsobergrenzen und Transferregeln!!!!!

Hapi67
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Bitte weiter feiern

Die gute Nachricht vorweg-es gibt keine zusätzliche Liga und keinen zusätzlichen Bezahlsender.

Die bestehenden bleiben im Sinne des Fussballs natürlich bestehen und die notleidenden Klubs und Spieler erhalten aufgrund der vorerst abgesagten Revolution einige weitere Millionen als Kompensation.

In diesem Sinne-der Fussball und sein Grundgedanke haben wieder einmal gesiegt.

Einführung der Nations Legue und der zusätzliche Europacupbewerb bestätigen diese nachhaltigen Entwicklungen.

Vielen Dank

Geom38
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Würde auch Zeit

dass man es endlich verunmöglicht dass Vereine zum Spielball sogenannter Investoren verkommen. Diesen ganzen geltungssüchtigen Milliardären, Oligarchen oder Scheichs gehört die Plattform Fußball gänzlich entzogen, vielleicht findet der dann wieder annähernd zu seinem Ursprung zurück wo's hauptsächlich wieder um Sport geht.

Amadeus005
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Geht ganz leicht

TV-Quoten senken. Einfach ein Jahr einmal einen Verein ignorieren. Wenn das eine große Gruppe macht, dass fehlt das Geld.

SagServus
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Wenn das eine große Gruppe macht, dass fehlt das Geld.

Den Investoren ists egal wo die Zuschauer vor dem Fernseher sitzen und der UEFA/FIFA ists egal wie DAZN, Sky etc. ihre Mio. wieder hereinbekommen nachdems für die Rechte bezahlt haben.

Als Dazn und Sky vor ein paar Jahren um 600 Mio. € die Rechte für die CL gekauft haben, brachen die Einschaltquoten im Schnitt um bis zu 84% zum Vorjahr ein, als Teile noch im Free TV gelaufen sind.

In Asien verdienens dafür prächtig.

Und genauso wäre es mit der Super League gewesen. Denen wars egal ob in Europa keiner mehr Zuschaut. Die wussten, dass die Asiaten zuschauen werden. Und dementsprechend hättens dann über kurz oder lang sicher auch die Anpfiffzeiten so hingelegt, dass man es in Asien zur Primetime sieht.

RonaldMessics
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Scheinbar....

.....wird bei der UEFA für einige Vereine zuwenig Möglichkeit für Geldwäsche und andere Geldgeschäfte geboten. Daher muss eine Superliga her. Geldwäscher unter sich.

NIWO
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Wie bitte ?

Noch mehr von diesem sinnbefreiten Sport?
Nein Danke.

GustavoGans
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Welcher Sport

macht ihrer Meinung nach Sinn?

Amadeus005
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Da wird kopiert und wenig recherchiert

Was ist die 50+1 Regel? Ein Satz in Klammern wäre schon angebracht

bam313
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Siehe bitte Google oder gleich Wikipedia - Fußball 50+1-Regel

Ich musste auch nachsehen.
Das ist so etwas wie eine Eigentümerregelung von Fußballvereinen.
Ich habe dort zwar nachgelesen, aber das erscheint mir eine hochkomplizierte Angelegenheit zu sein.
Ähnlich wie in der Wirtschaft gibt es dabei Gesellschaften, Aktiengesellschaften usw.
Ist im Prinzip der Firmentyp eines Fußballvereins.

SagServus
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Ich habe dort zwar nachgelesen, aber das erscheint mir eine hochkomplizierte Angelegenheit zu sein.

Die Grundlegende Regel ist eigentlich sehr einfach.

50%+1 der Besitzverhältnisse müssen beim Klub bleiben.

Ein Investor kann also nie die Mehrheit des Klubs haben.

Kompliziert wirds eigentlich nur, wenns wie in Deutschland dann Ausnahmen gibt.

Z.B. dass ein Investor, der bereits mehr als 20 Jahre in einen Klub investiert hat, diesen dann auch zu 100% übernehmen darf.

kropfrob
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Einem Investor ,,,

,,, ist es nicht erlaubt 50% plus 1 Stimme, also die absolute Mehrheit, in der Kapitalgesellschaft, dem der Profiverein gehört, zu besitzen