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Gegen RealBayern bangt: Alaba fehlte im Abschlusstraining

David Alaba verpasste vor dem Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid das Abschlusstraining.

David Alaba (rechts) mit Mannschaftskollege
David Alaba (rechts) mit Mannschaftskollege © APA/AFP/dpa/SVEN HOPPE
 

Der Einsatz von Bayern-Profi David Alaba im Semifinal-Hinspiel der Champions League am Mittwoch in München gegen Real Madrid ist äußerst fraglich. Der ÖFB-Star hatte zwar am Sonntag teilweise und am Montag zur Gänze mit der Mannschaft geübt, fehlte aber im Abschlusstraining am Dienstag. Eine definitive Entscheidung wird es erst am Spieltag geben.

Alaba laboriert an Rückenproblemen, die wiederum Schmerzen im Oberschenkelbereich zur Folge haben. Aus diesem Grund pausierte der Wiener in vier der jüngsten sechs Pflichtspielen, so auch zuletzt am Samstag beim 4:1 des deutschen Rekordmeisters in der Liga bei Hannover 96. Seinen bisher letzten Einsatz absolvierte der 25-Jährige am 17. April beim 6:2 im DFB-Pokal-Semifinale bei Leverkusen - damals wurde er wegen der Beschwerden zur Pause ausgetauscht.

Heynckes optimistisch: "Wille kann Berge versetzen"

Neben Alaba, der im Bedarfsfall durch Juan Bernat oder Rafinha ersetzt werden könnte, bangt Bayern-Coach Jupp Heynckes auch noch um den Einsatz des angeschlagenen Corentin Tolisso. Arturo Vidal fällt neben den langzeitverletzten Manuel Neuer und Kingsley Coman fix aus. Die Personalsorgen haben der Zuversicht des 72-Jährigen allerdings keinen Abbruch getan. Er sei "sehr optimistisch", gab Heynckes zu Protokoll. "Wille kann Berge versetzen."

Der Trainer sieht seine Mannschaft in "einer ähnlichen Situation" wie 2013, als mit ihm als Coach der historische Triple-Gewinn glückte. "Die Champions League kann man nicht kaufen. Die Champions League gewinnt die Mannschaft, die am homogensten ist und den optimalen Fußball spielt."

Das könnte diesmal durchaus auf die Bayern zutreffen. "Für mich gibt es keinen Favoriten, obwohl ich ein gutes Gefühl habe", sagte Heynckes. Viermal in Folge scheiterten die Bayern zuletzt kurz vor dem Ziel an spanischen Mannschaften. Aber da hießen die Trainer Josep Guardiola und Carlo Ancelotti.

Mit Heynckes dagegen besiegten die Münchner erst 2012 Real im Halbfinale und ein Jahr später auf dem Weg zum Triumph in London gegen Borussia Dortmund den FC Barcelona. "Der Trainer gibt uns immer ein gutes Gefühl. Und da er immer ins Finale kommt, wissen wir hoffentlich, in welche Richtung es gehen wird", sagte schmunzelnd Jerome Boateng.

Für Müller kommt Real "zur rechten Zeit"

Der Glaube und die Hoffnung, dass sich mit "Don Jupp" das Triumphjahr 2013 wiederholen lässt, ist in München weit größer als der große Respekt vor Real mit Cristiano Ronaldo. "Das Spiel kommt zur rechten Zeit. Es liegt was in der Luft", tönte Bayern-Kapitän Thomas Müller: "Wir wollen jetzt durchziehen, Vollgas geben, rackern und das Ding holen." Uli Hoeneß, der Präsident, versprach den Gästen "einen großen Kampf".

Am Mittwoch und am 1. Mai in Madrid müssen die Bayern nun zeigen, wie gut sie wirklich sind. National ist der Serienmeister der Konkurrenz entrückt, in der Königsklasse waren Besiktas Istanbul und der FC Sevilla in den ersten K.o.-Runden auch keine Gegner, die das wahre internationale Vermögen der Bayern testen konnten.

Boateng freut sich auf Ronaldo

Für Real gilt das wohl nicht. "Wir müssen versuchen, ein gutes Ergebnis zu machen, möglichst ohne Gegentor", sagte Hoeneß. Der Präsident äußerte "vorsichtigen Optimismus". Dass die Madrilenen verwundbar sind, hat die 1:3-Heimniederlage gegen Juventus Turin im Viertelfinal-Rückspiel bewiesen, als der Titelverteidiger wankte.

Eine zentrale Frage lautet: Wie ist Ronaldo zu stoppen, der beim Münchner Viertelfinal-K.o. im Vorjahr fünf der sechs Real-Treffer erzielte? "Sie können auch fragen, wer schaltet Robert Lewandowski aus?" konterte Heynckes. "Er ist ein unglaublicher Athlet, es geht nur zusammen im Team", sagte Boateng. "Das ist ein Weltklassestürmer, der sehr schwer zu verteidigen ist. Aber ich freue mich immer darauf, gegen ihn zu spielen."

In der Offensive hoffen die Bayern unter anderem auf Ex-Real-Profi Arjen Robben, der nach den bitteren Erfahrungen des Vorjahres einen mutigen Heimauftritt forderte. "Der größte Fehler letztes Jahr war das Hinspiel. Da haben wir ein bisschen ängstlich gespielt. Das darf nicht wieder passieren." Beim 1:2 fehlte zudem Lewandowski verletzt.

Der Pole hat Real schon einmal im Alleingang besiegt. Alle vier Tore erzielte Lewandowski - noch im Trikot von Borussia Dortmund - beim 4:1 im Halbfinal-Hinspiel 2013 auf dem Weg ins dann mit dem BVB verlorene Finale gegen Bayern.

Kommentare (1)

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Lodengrün
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1
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Rafinha

hat ihn zuletzt mehr als gut ersetzt. Ich würde sagen besser als das was Alaba zuletzt abgeliefert hat. Das Tandem mit Ribéry läuft nicht mehr so geschmiert.

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