169 fatale SekundenHöchststrafe für Tottenham nach zwei Fehlern gegen Juventus

Tottenham Hotspur muss nach der 1:2-Heimniederlage am Mittwochabend gegen Vorjahresfinalist Juventus Turin weiter auf den zweiten Viertelfinal-Einzug in der Fußball-Champions-League nach 2011 warten.

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Der Südkoreaner Son Heung-min © APA/AFP/GLYN KIRK
 

"Wir haben zwei Fehler gemacht und zwei Tore erhalten", lautete der treffende Kommentar von Spurs-Trainer Mauricio Pochettino, dessen Team zuvor 17 Pflichtspiele en suite ungeschlagen geblieben war.

Und mehr als eine Stunde hatte es danach ausgesehen, dass dieser Erfolgslauf des englischen Vizemeisters fortgesetzt würde. Der Südkoreaner Son Heung-min hatte die Londoner in der 39. Minute verdient in Führung geschossen. Doch dann folgte die Höchststrafe für die Gastgeber: Juventus stellte den Spielverlauf innerhalb von nur 169 Sekunden durch Treffer der Argentinier Gonzalo Higuain (64.) und Paulo Dybala (67.) auf den Kopf. "Die Löwen von Wembley", feierten alle drei italienischen Sporttageszeitungen den Aufstieg.

"Wir haben fantastisch gespielt, waren in Summe mehr als 70 Minuten die bessere Mannschaft und haben viele Chancen kreiert. Wir haben gegen so ein gutes Team wie Juve dominiert, waren auch über beide Spiele gesehen besser", analysierte Pochettino nüchtern und erinnerte auch an das 2:2 im Hinspiel. Aber auf diesem Niveau dürfe man sich eben keine Fehler leisten.

"In weniger als drei Minuten haben wir zwei Tore bekommen - nach zwei großen Fehlern, das ist der Grund, warum wir ausgeschieden sind", betonte der 46-jährige Argentinier zum wiederholten Mal an diesem Abend. Tottenham-Tormann Hugo Lloris meinte indes, dass man gesehen habe, welch harter Brocken Juventus sei. "Sie sind mental eine Maschine. Sie sind ruhig geblieben und haben das Match dann gedreht", sagte der französische Team-Goalie.

Ähnlich fiel das Resümee von Juventus-Trainer Massimiliano Allegri aus: "Die Burschen haben eine fantastische Leistung abgeliefert. Auch nach dem Rückstand sind wir zuversichtlich geblieben. Wir haben viel gelitten, aber das ist im Fußball normal." Damit ist die "Alte Dame" aus Turin nun schon 21 Pflichtspiele (davon 18 Siege) ungeschlagen und träumt erneut vom ersten Triple, das im Vorjahr nur durch die 1:4-Niederlage im Champions-League-Finale gegen Titelverteidiger Real Madrid verpasst wurde.

Neben Tottenham erlebte auch Manchester City eine herbe Enttäuschung, wobei der Aufstieg des überlegenen Premier-League-Tabellenführers bereits nach dem 4:0-Sieg in Basel festgestanden war. Im Rückspiel musste das Team von Erfolgscoach Pep Guardiola aber mit dem 1:2 (1:1) die erste Heimniederlage seit mehr als 15 Monaten bzw. nach 36 Spielen zur Kenntnis nehmen. Zuletzt hatten die "Citizens" am 3. Dezember 2016 mit dem 1:3 gegen Chelsea vor eigenem Publikum verloren.

"Die erste Hälfte war noch relativ gut, aber in der zweiten haben wir vergessen, anzugreifen und zu spielen. Die zweite Hälfte war wirklich schlecht", sprach Guardiola Klartext.

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Die Juve-Torschützen Higuain und Dybala im Duett

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Glück für Juve, Kanes Kopfball landet an der Stange

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Enttäuschung bei Tottenhams Son ...

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... und bei Torjäger Harry Kane

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Dafür könnte Gianluigi Buffon die ganze Welt umarmen

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Er tut es praktisch mit Chiellini und Barzagli

(c) APA/AFP/IAN KINGTON (IAN KINGTON)

Die Italiener freuen sich mit den Tifosi

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Und der Rasen wird zur Bühne des Triumphes

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Paulo Dybala sorgte mit diesem Tor zum 2:1 für die Entscheidung

(c) AP (Nick Potts)

Zuvor schon hatte Gonzalo Higuain zum Ausgleich getroffen

(c) AP (Frank Augstein)

Tottenham hatte die erste Hälfte klar dominiert ...

(c) AP (Kirsty Wigglesworth)

... und belohnte sich mit dem Führungstreffer durch Son

(c) APA/AFP/IKIMAGES/IAN KINGTON (IAN KINGTON)

Da musste sich Buffon geschlagen geben

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Aber am Ende stand der siegreiche Feldherr Massimiliano Allegri...

(c) AP (Kirsty Wigglesworth)

... dem unterlegenen Tottenham-Coach Mauricio Pochettino gegenüber

(c) APA/AFP/ADRIAN DENNIS (ADRIAN DENNIS)

Manchester City verlor zum ersten Mal seit Dezember 2016 ein Heimspiel

(c) AP (Rui Vieira)

Trainer Pep Guardiola war gar nicht amused

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Der FC Basel leistete nämlich tatsächlich Widerstand

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Michael Lang gelang ein wunderbarer Siegestreffer zum 2:1 für die Schweizer

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So mancher will hoch hinaus

(c) AP (Rui Vieira)

City-Torhüter Bravo bekam mehr Arbeit als erwartet

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Bei diesem Schuss von Elyounoussi zum 1:1 war der Schlussmann des Premier-League-Tabellenführers chancenlos

(c) APA/AFP/OLI SCARFF (OLI SCARFF)

Die Basler freuten sich sehr

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Manchester City war in die Knie gezwungen worden

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Und Trainer Raphael Wicky war an diesem Abend ein stolzer Schweizer

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Die Basler Fans brannten in Manchester ein Feuerwerk ab.

(c) APA/AFP/PAUL ELLIS (PAUL ELLIS)
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Die Profis des Schweizer Serienmeisters genossen indes ihr Erfolgserlebnis in vollen Zügen. "So kann man sich verabschieden. Das Heimspiel hatten wir uns natürlich anders vorgestellt. Hier wollten wir Freude haben am Spiel und zeigen, dass wir zu Recht unter den letzten 16 stehen. Manchester City schlägt man nicht jeden Tag. Das ist ein würdiger Abschluss", betonte Fabian Frei.

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