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Transgender-SchiedsrichterinIm Blickpunkt: "Sapir Berman super woman"

Die 27-jährige Sapir Berman leitete in Israel als erste Transgender-Frau ein Fußballspiel.

Sapir Berman vor dem Spiel Hapoel Haifa gegen Beitur Jerusalem © AP
 

Als Lucy Clarke, vormals als Nick bekannt, vor zwei Jahren als erste Transgender-Frau ein semiprofessionelles Spiel in der britischen Damen-Fußball-Kreisliga leitete, erklärte die damals 46-Jährige nach dem Abpfiff: „Ich wünschte, ich hätte der Fußballwelt schon vor Jahren meine wahre Identität verraten.“ Ein Wunsch, den sich nun Sapir Berman erfüllte. Denn die erst 27-Jährige, die noch vor kurzem als Sagi Berman und Top-Schiedsrichter seit Beginn der Vorsaison Spiele in der höchsten israelischen Fußballliga pfiff, ging ohne lange zu zögern mit ihrem Entschluss an die Öffentlichkeit. Und dieses reagierte bis dato durchaus positiv.

Berman plant eine vollständige Geschlechtsanpassung, die über einen Zeitraum von etwa drei Jahren realisiert werden soll. Und die mutige Transgender-Frau erhält dabei auch die volle Unterstützung des israelischen Verbandes. Als einer der ersten Schritte wurde festgelegt, dass Berman eine von den Kabinen der männlichen Kollegen getrennte Umkleide in den Stadien zur Verfügung gestellt bekommt.

"Ich will mich nicht länger verstecken"

"Ich sehe mich schon seit meiner Kindheit als Frau", hatte Berman vor dem Spiel gegenüber Journalisten gesagt. Sie wolle sich nicht mehr verstecken. "Ich war als Mann sehr erfolgreich. Aber letztlich habe ich mich entschlossen zu zeigen, wer ich wirklich bin."

Nun durfte Berman auch am Montag mit der Partie Hapoel Haifa gegen Beitur Jerusalem ein Spiel der höchsten israelischen Spielklasse leiten. Von den nur wenigen Zuschauern wurde Berman freundlich begrüßt. Ein Haifa-Fan hielt sogar ein Schild mit der Aufschrift „Sapir Berman super woman“ hoch.

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