ReisetagebuchDie schwere Prüfung ist immer und überall

Die Euro-Reise in Zeiten von Corona ist ein echter Härtetest.

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Die Kreisverkehrs-Teststation © Gigler
 

Dank Marko Arnautovic wird die Pause zwischen den österreichischen Euro-Partien mehr als nur ergiebig überbrückt, doch der nächste Auftritt des ÖFB-Teams naht in Riesenschritten. Daher liegt der Aufbruch nach Amsterdam nahe. Doch was sich so spielerisch leicht anhört, kann in Corona-Zeiten durchaus in Stress ausarten, vor allem wegen einer Zwischenlandung in München.

Ein Mail der Lufthansa machte am Montag mit deutscher Freundlichkeit, aber auch Bestimmtheit darauf aufmerksam, dass für die Einreise, auch wenn es sich nur um einen Transit handelt, ein aktueller Covid-19-Test erforderlich sei oder die Bestätigung einer Impfung, deren zweiter Stichtag exakt zwei Wochen alt sein müsse. Die zweite Dosis war mir vor 13 Tagen verabreicht worden, Pech gehabt.

Macht nichts, dachte ich mir und machte mich auf ins Bukarester Stadion, wo ich ein Covid-19-Zelt erspäht hatte. Dort nach 40-minütiger Fahrt angekommen, erfuhr ich, dass diese praktische Einrichtung nur an Spieltagen zur Verfügung stünde. Also steuerte ich eine auf einer Kreisverkehrsinsel errichtete Testanlage an, wo tatsächlich die Abnahme erfolgte. Und siehe da, nur 15 Minuten später hatte ich das Ergebnis am Handy - negativ. Drei Stunden waren verstrichen, aber der Erfolg konnte sich sehen lassen.

Niemand hätte zugehört

Dass die digitale Aufbereitung der Formalitäten für die Fluglinie von der Lufthansa zurückgeschmettert wurde, war egal. Der Sanctus wurde am Check-in-Schalter erteilt. Diesen hatte ich auch nicht hürdenlos erreicht, denn bei der Rückgabe des Fahrzeugs war die abseits vom Flughafen gelegene Station der (renommierten) Mietwagenfirma geschlossen. Ich hätte einen Arnautovic loslassen können, keiner hätte es gehört. Aber Geduld ist erlernbar und zum Trost wurde ich dann mit „meinem“ Auto zur Abflughalle chauffiert.

Ohne Test wäre mir der Flug verweigert worden. Hätte ich es in die Maschine geschafft, wäre ich in München mit einer „Ordnungsstrafe“ davongekommen. Aber dort fieberte ohnehin schon alles dem Superhit Deutschland – Frankreich entgegen. Herzlichst, bis demnächst

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