AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Hotel als Sicherheitszone

Spezialeinheit schützt das ÖFB-Team

Das österreichische Nationalteam wird bei der EM in Frankreich rund um die Uhr von der französischen Spezialeinheit GIGN bewacht.

Die französische Spezeialeinheit GIGN wird die Österreicher bewachen © APA/AFP/MIGUEL MEDINA
 

Das österreichische Fußball-Nationalteam soll sich bei der EM in Frankreich trotz der Anschläge der vergangenen eineinhalb Jahre sicher fühlen. Die Mannschaft wird während des Turniers permanent von zwei Personenschützern der französischen Polizei-Spezialeinheit GIGN begleitet. Das bestätigte Heimo Kraus, der Sicherheitsbeauftragte des ÖFB.

Dazu wird jeder Transfer mit dem Mannschaftsbus - und seien es nur die wenigen Kilometer vom Teamquartier zum Trainingsplatz - von der Polizei eskortiert. "Wir bagatellisieren nicht, wir erstarren aber auch nicht in Ehrfurcht, sondern wir nehmen das Thema sehr ernst", sagte Kraus. Man sei seit einigen Wochen permanent mit dem zuständigen Verbindungsbeamten in Frankreich und der UEFA in Kontakt. "Die aktuellen Vorbereitungen sind sehr professionell."

Strenge Kontrollen

Das Teamcamp der Österreicher in Mallemort wird während des Turniers zur Sicherheitszone. Das Hotel "Moulin de Vernegues" steht dem ÖFB exklusiv zur Verfügung. Der Zutritt ist nur mit einer vorherigen Autorisierung möglich. "Der ÖFB entscheidet, wer ein und aus geht", erklärte Kraus, der im Verband für Stadien, Sicherheit und Fanwesen verantwortlich ist. "Lieferanten müssen sich vorab anmelden, eine unangemeldete Zufahrt ist nicht möglich."

Auf dem Hotelgelände ist ein von der UEFA engagierter privater Sicherheitsdienst im Einsatz. Im Umfeld sorgen französische Gendarmen dafür, dass niemand unbefugt Zutritt erhält. "Die Sicherheitskräfte werden überall sein. Das Hotel wird komplett abgeriegelt", kündigte auch dessen Direktor Jerome Pincepoche an. "Es wird nur einen Zugang geben. Dort wird sich jeder Mitarbeiter ausweisen müssen."

Das französische Innenministerium habe den persönlichen Hintergrund aller Bediensteten überprüft. "In Frankreich herrscht seit eineinhalb Jahren ein bisschen ein Trauma. Daher nehmen wir das alles sehr ernst", erklärte Pincepoche. "Die Sicherheit ist ein mehr als heißes Thema. Aber ich habe das Gefühl, dass es sehr gut angegangen worden ist. Ich fühle mich hier sehr sicher." Auch dank der GIGN-Beamten. "Sicherheitsengel" nennt er sie.

Die Personenschützer werden das ÖFB-Team auch zu den Spielen begleiten. Österreichische Beamte werden laut Kraus "zum jetzigen Zeitpunkt während des Turniers nicht vor Ort sein". Sie seien aber im Vorfeld in die Planungen involviert.

Viel Sicherheitspersonal

Auch bei den drei öffentlichen Trainings in Mallemort werde ausreichend Sicherheitspersonal vor Ort sein. Kraus: "Es gilt die gleiche Hausordnung wie in einem EURO-Stadion." Es werden also Personen- und Behältniskontrollen durchgeführt. Unweit des Stadions gibt es zudem ein lokales Krisenzentrum, verriet Mallemorts Bürgermeisterin Helene Gente. Die Gendarmerie, Frankreichs Polizei im ländlichen Raum, wurde aufgestockt.

Frankreich war in den vergangenen 18 Monaten von mehreren Terroranschlägen erschüttert worden. Bei einem Attentat auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" wurden im Jänner 2015 zwölf Menschen getötet. Mitte November kamen bei koordinierten Anschlägen in Paris 130 Menschen ums Leben. Drei Selbstmordattentäter sprengten sich während des Länderspiels Frankreich-Deutschland vor dem Stade de France in die Luft. Am 10. Juli steigt dort das EM-Finale.

Kommentare (2)

Kommentieren
edge
0
0
Lesenswert?

Ich hätte eher Angst, dass ich als Zuschauer in die Luft gesprengt werde.

Antworten
gratej
0
0
Lesenswert?

Geschichte

Diese EM wird in die Geschichte eingehen.

Antworten