Nach der durchaus umstrittenen Wahl von Lionel Messi als Gewinner des diesjährigen Ballon d'Or hat sich sein langjähriger Konkurrent virtuell zu Wort gemeldet. Der sechstplatzierte Cristiano Ronaldo schimpfte aus der Ferne gegen den Mitorganisator der Wahl. "Pascal Ferré hat gelogen, er hat meinen Namen benutzt, um für sich selbst zu werben und für die Zeitung, für die er arbeitet", schrieb Ronaldo auf Instagram.

Damit ging er auf Äußerungen des Chefredakteurs von "France Football" ein, der behauptet hatte, dass es Ronaldos größtes Ziel sei, seine Karriere mit mehr Goldenen Bällen als Messi zu beenden. Der 36-jährige Portugiese steht bei fünf Siegen, der zwei Jahre jüngere Messi hat nun zwei mehr.

Er gewinne "für sich selbst und die Clubs, für die ich spiele", schrieb Ronaldo weiters. "Ich gewinne nicht gegen irgendjemanden. Das größte Ziel meiner Karriere ist es, meinen Namen in goldenen Lettern in der Geschichte des Weltfußballs zu verewigen."

Unmut wurde im deutschen Blätterwald laut. Für die "Bild" etwa hätte sich Bayern-Star Robert Lewandowski  die Auszeichnung verdient. "Seit Jahren liefert der Bayern-Star, sammelt Tore und Titel. Holt 2020 das Triple, hat aber das große Pech, dass der Ballon d‘Or im vergangenen Jahr wegen Corona nicht vergeben wird." Für Messi sprach wohl nur der Gewinn der Copa America und er sagte in Richtung des Polen: "Ich denke, dass du letztes Jahr sicher gewonnen hättest. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr nochmal besser wird."