AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Alex MorganKämpferin, Klägerin, Filmstar auf dem Weg zum WM-Titel

59.000 Zuseher bestaunten gestern Alex Morgans sechsten Turniertreffer inklusive kontroversem Jubel. Als Vorbild vieler, die in ihre Fußstapfen treten möchten, sorgt die US Amerikanerin stets für Aufsehen - so auch abseits des Platzes auf Instagram oder im Gerichtssaal.

Alex Morgan
Alex Morgan der Superstar im US-Team © AP
 

Als Alex Morgan nach 30 Minuten zum 2:1 für die USA gegen England trifft, imitiert sie einen Schluck aus einer imaginären Teetasse. Der Jubel dient zwei Tage vor dem Unabhängigkeitstag der USA als Anspielung auf die Boston Tea Party. Im Internet kommt Morgans Imitation nicht bei jedem gut an, einige Twitter-User werfen der Stürmerin fehlenden Respekt vor. Morgan wird sich daran vermutlich wenig stören. Für gewöhnlich spornt die zweimalige amerikanische Fußballerin des Jahres noch mehr an. 

Früher "zu schlecht"

Mit 13 Jahren war Morgan felsenfest entschlossen Fußballerin zu werden. Als sie von ihrem damaligen Trainer zu hören, bekam sie sei zu schlecht, war die Teenagerin niedergeschlagen. Trotz der harschen Kritik gab Morgan nicht auf, im Gegenteil der Rückschlag motivierte sie nur weiter zu arbeiten. "Ich wusste, dass ich es mehr wollte als die anderen. Also wollte ich es allen beweisen", meint die Stümerin rückblickend. Heute knapp 17 Jahre später hat Morgan es allen bewiesen. Weltmeisterin, WM-Torschützenkönigin, Olympiasiegerin, Champions League-Siegerin sind nur einige Überschriften die Morgans Lebenslauf zieren. In 168 Länderspielen für die USA erzielte Morgan 107 Tore, fünf davon allein im diesjährigen WM Spiel gegen Thailand.

Heute Kämpferin

Auch abseits des Platzes kämpft die 30-Jährige für die Akzeptanz des Sports. Der unbedingte Wille den Sport voranzubringen, führte die Co-Kapitänin Anfang des Jahres vor Gericht. Das gesamte Frauennationalteam klagte am Weltfrauentag am 8. März den eigenen Verband. Die Klage war das Resultat langer Ungleichbehandlung. Obwohl die Frauen mit drei WM-Titeln, vier Olympia Goldmedaillen sowie volleren Stadien deutlich erfolgreicher und beliebter als ihre männlichen Kollegen sind, bezieht das Männer-Team höhere Prämien. Aus der Anklage geht hervor, dass ein Spieler nach der Absolvierung von 20 Spielen knapp die dreifache Prämie erhält, wie eine Frau, die dieselbe Leistung erfüllt. "Wir sehen uns als Pioniere des Frauenfußballs und wollen damit weitermachen, die Grenzen zu verschieben", setzt sich Morgan als Ziel.

Morgen Doppelweltmeisterin?

Durch selbstgeschriebene Kinderbücher und dem Teenager-Film "Alex and me" aus dem Jahr 2018 in dem Morgan sich selbst spielt, avancierte Morgan zu einem absoluten Fanliebling. Ihrem Instagram-Profil, das dem eines Supermodels ähnelt, folgen 7,1 Millionen User. Morgan ist damit auf der Social Media-Plattform beliebter als Roger Federer, David Alaba und Lindsey Vonn. Am Sonntag hat Morgan im Finale die Chance ihren zweiten Weltmeistertitel nach 2015 zu holen. Da ist dann auch Morgans rebellische, Donald Trump-kritisierende Kollegin Megan Rapinoe wieder mit von der Partie. Die Kapitänin der Amerikanerinnen hatte das Halbfinale verletzungsbedingt auslassen müssen.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

📸//@hanaasano

Ein Beitrag geteilt von Alex Morgan (@alexmorgan13) am

» Spielberichte und Live-Ticker von Ihrem Fußballverein auf ligaportal.at

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.