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"Rakete" Hoffer träumt vom EM-Titel

Hoffer sieht die Vertragsverlängerung bei Rapid als Herzensangelegenheit, aber sein nächstes Ziel ist es im Ausland zu kicken.

© GEPA
 
Erwin Hoffer hat einen Traum. Der Gedanke daran, am 29. Juni im Wiener Happel-Stadion eine Ehrenrunde mit dem EM-Pokal zu drehen, bringt die Augen des österreichischen Fußball-Teamspielers zum Glänzen. "Das wäre einfach wunderbar. Es kann kein schöneres Gefühl geben, als im eigenen Land Europameister zu werden", sagte der Niederösterreicher.

Internationale Durchbruch. Zumindest sein Wunsch nach einem Platz im definitiven EURO-Kader wird ziemlich sicher in Erfüllung gehen, schließlich lässt der pfeilschnelle Hoffer im ÖFB-Camp auf Sardinien nicht nur bei den Sprint-Übungen einige Team-Kollegen alt aussehen. Der Rapidler dürfte seine Form vom Meisterschafts-Finish konserviert haben, weshalb so mancher prophezeit, dass der pfeilschnelle 21-Jährige bei der EURO den internationalen Durchbruch schaffen und für ausländische Clubs interessant werden könnte.

Bei Rapid gebunden. Dennoch hat sich der Stürmer vor einigen Wochen vertraglich bis 2011 an Rapid gebunden - laut Hoffer eine Herzensangelegenheit. "Ich war von klein auf ein Rapid-Fan und habe noch immer die Rapid-Dress von Kühbauer daheim", erklärte der Niederösterreicher. Vor zwei Jahren kam Hoffer von der Admira nach Wien-Hütteldorf und erlebte gleich einen "Kulturschock", was die Stadion-Atmosphäre betrifft. "Das ist schon ein eigenes Gefühl, wenn du bei Rapid einläufst und alle stehen hinter dir."

Rooney als großes Vorbild. Der zweite Lieblingsverein von Hoffer ist der englische Meister Manchester United, dessen Stürmer Wayne Rooney das große Vorbild. Zumindest in punkto Antrittschnelligkeit kann es der zweifache Teamspieler durchaus mit dem Engländer aufnehmen. "Ich habe aber nie wirklich Schnelligkeit trainiert. Das habe ich einfach." Nach Anlaufschwierigkeiten bei Rapid münzte der U20-WM-Vierte mit dem Spitznamen "Jimmy" sein Talent auch in Tore um - neunmal traf er nach der Winterpause. Dass es beim Rekordmeister erst mit Verzögerung klappte, lag laut Hoffer vor allem an seiner Abwesenheit in entscheidenden Trainingsphasen. "Eigentlich hatte ich jetzt im Winter meine erste echte Vorbereitung mit Rapid. Davor war ich entweder verletzt oder bei der U20-WM in Kanada."

Harmonie mit Maierhofer. Ein weiterer Grund für Hoffers Steigerung war die Verpflichtung von Stefan Maierhofer. "Als er gekommen ist, haben wir uns schon noch ein bisschen einspielen müssen." Ab dem 7:0 in Salzburg am Ostersonntag aber funktionierte das Zusammenspiel perfekt. "Es kann keine bessere Kombination geben. Er ist ein kopfballstarker Langer und ich ein schneller Spieler, der hinten reingeht", meinte der Niederösterreicher.

Ausland als Ziel. Nach derzeitigem Stand wird Hoffer auch in der kommenden Saison mit seinem ÖFB-Kollegen Maierhofer das Rapid-Sturm-Duo bilden. Doch bei aller Liebe zu den Grün-Weißen will der 21-Jährige lieber früher als später sein Glück im Ausland versuchen. "Es muss für jeden Fußballer das Ziel sein, immer weiter aufzusteigen", sagte Hoffer. In diesem Fall hieße es Abschied nehmen von seinen acht Geschwistern, darunter auch Schwester Elvira, die eben erst eine Einberufung für das österreichische Mädchen-U16-Nationalteam erhalten hat.
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