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Eishockey NHL könnte in zwei bis vier Städten fortgeführt werden

Seit dem 12. März steht die nordamerikanische Eishockey-Liga NHL still. Konkrete Pläne, ob, wann und wie die finale Phase des Grunddurchgangs und das Play-off ausgetragen werden könnten, gibt es nicht.

Bald könnte es in der NHL wieder eund gehn
Bald könnte es in der NHL wieder eund gehn © EL Drago
 

NHL-Commissioner Gary Bettman offenbarte Überlegungen, dass jede der vier Divisions an einem Ort zu Ende gespielt werden könnte. Zwischen 11 und 14 Spielen haben die 31 Clubs noch ausständig.

"Wir basteln. Wir versuchen zu sehen, welche Optionen wir in diversen Szenarien haben", erklärte Bettman am Mittwoch in einem Sportnet-Interview. Er betonte, dass alle Eventualitäten viele Unsicherheiten mit sich bringen. "Die Entscheidung wird letztlich von Medizinern und Menschen getroffen, die Regierungen leiten. Wir werden also nicht versuchen, etwas zu tun, das angesichts dessen, was uns gesagt wird, unangemessen ist", sagte der NHL-Ligachef. "Dies ist kein Rennen. Die Einsätze sind zu wichtig", meinte er angesprochen auf einen möglichen Zeitpunkt für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs.

Dass es faktisch eine Kasernierung der Mannschaften in entfernten Orten mit Spielen abseits der NHL-Spielstätten geben könnte, schloss Bettman aus. Eine Konzentration auf einzelne Städte mit NHL-Hallen, die eine entsprechende Infrastruktur für so ein intensives Programm inklusive genügend Eisflächen auch für Trainings haben, ist aber Teil der Überlegungen. "Vielleicht sind es zwei Städte. Es muss nicht unbedingt nach Division aufgeteilt sein, aber es könnte sein. Dieser Ort könnte überall sein, wo es keinen (Corona-)Hot Spot gibt", gab er Einblick in die Überlegungen.

Sollte die Saison wieder starten, ist nicht ausgeschlossen, dass es zunächst ohne Fans losgeht. Zumindest aber Vorsichtsmaßnahmen wie derzeit weltweit üblich seien dafür nötig. "Ich denke, es wird für eine Weile eine gewisse soziale Distanzierung geben. Es wird Masken geben. Es wird Desinfektionsmittel geben. Es wird viele Dinge geben, aber das können uns die Mediziner und Regierungschefs am besten sagen", erklärte Bettman.

Wichtig sei zudem eine gewisse Vorlaufzeit, damit sich die Spieler, darunter die beiden Villacher Michael Grabner (Arizona Coyotes) und Michael Raffl (Philadelphia Flyers), körperlich ausreichend vorbereiten können. "Wir müssen sicherstellen, dass sie in spielbereitem Zustand sein werden, weil wir sie nicht auf das Eis schicken und ihre Karriere riskieren wollen", sagte der NHL-Chef.

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