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AUT - CZE 0:8Tschechien schießt das ÖEHV-Team ab

Nichts zu bestellen hatte Österreichs-Eishockeynationalteam im vorletzten Spiel der A-WM in Bratislava gegen Topteam Tschechien. Morgen geht es gegen Italien gegen den Abstieg.

Österreich - Tschechien
Österreich - Tschechien © (c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Andreas Pranter)
 

Wie erwartet starteten die Tschechen, die in der Gruppe von Rang vier aus sogar noch die Tabellenführung erringen könnten, mit viel Tempo ins Spiel. Die Truppe mit zwölf NHL-Cracks testete WM-Debütant Lukas Herzog in den Anfangsminuten gleich öfters. Nach sechseinhalb Minuten klingelte es auch erstmals, als Dallas-Crack Radek Faksa das Spielgerät ansatzlos unter die Latte hämmerte. Den ersten Torschuss gaben die ÖEHV-Cracks übrigens in Minute acht durch VSV-Verteidiger Markus Schlacher ab. Im ersten Überzahlspiel avancierte der Salzburg-Tormann erstmals zum Hexer, als er einen Konter-Alleingang von Tomas Zohorna sehenswert mit der Fanghand entschärfte (11.).

Gerade als Österreich – auch bedingt durch zwei weitere Powerplays – so langsam ins Spiel zu finden schien, war Dominik Kubalik zur Stelle und erhöhte unter Jubel der ausverkauften Halle, die fast nur von Tschechen gefüllt worden war, auf 0:2. Der Torschütze ist übrigens Klubkollege von Dominic Zwerger und Fabio Hofer bei Ambri-Piotta in der Schweiz und spielt dort mit Zwerger in einer Sturmlinie. Weil das ÖEHV-Team in den Schlussminuten eine 80-sekündige doppelte Überzahl verstreichen ließ, gibt es mit dem Zwei-Tore-Rückstand erstmals in die Kabinen.

Österreich - Tschechien: Vorletzter WM-Auftritt

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Doppelschlag in zweifacher Unterzahl im Mitteldrittel

Nach knapp 21 Minuten war die Partie eigentlich gelaufen. Nach einem kollektiven Stellungsfehler in der österreichischen Abwehr war Dominik Simon von den Pittsburgh Penguins 49 Sekunden nach Wiederbeginn zur Stelle und sorgte für das 3:0. Der Torschütze war vier Minuten später allein auf weiter Flur, scheiterte im Alleingang aber einmal mehr am glänzend aufgelegten Herzog. Obwohl souverän in Front blieben die Tschechen äußerst undiszipliniert, ermöglichten Österreich sogleich wieder eine Überzahl, die einmal mehr jedoch nichts einbrachte. Im Gegenteil: Österreich kassierte einen Konterlauf nach dem anderen. Lediglich einmal kam Zwerger aus kurzer Distanz zum Abschluss (25.).

Besser machten es die Favoriten. Jeweils in doppelter Überzahl besorgten Michal Repik und Michael Frolik die nächsten tschechischen Treffer (31.). Die erste und einzig gefährliche Chance fand Patrick Obrist nach Überstehen dieser Unterzahl-Orgien nach mustergültigem Sololauf vor, Pavel Farancouz war aber für ihn ebenso nicht zu überwinden (35.), wie zwei Minuten vor der Pause durch Lukas Haudum, der im Konter das kurze Kreuzeck anvisiert hatte.

Übler Start mit bösem Ausgang im Schlussabschnitt

Zweieinhalb Minuten zum vergessen lieferten die Österreicher zu Beginn des letzten Drittels ab. Weil aller guten Dinge bekanntlich drei sind, war es beim dritten Sololauf auf Herzog auch passiert. Doppelpacker Repik ließ dem ÖEHV-Schlussmann mit einem Schlenzer unter die Latte keine Chance und machte das halbe Dutzend voll (43.). Zwei Minuten und eine nächste Herzog-Glanztat später klingelte es binnen 55 Sekunden durch Jan Kolar (45.) und Jakub Vrana (46.) zum siebenten und achten Mal, was Teamchef Roger Bader zum Timeout und einer Standpauke veranlasste. Auch sonst trat Team Austria ja dezimiert an, Michael Raffl, Konstantin Komarek und Peter Schneider wurden geschont.

Österreich - Tschechien 0:8

(0:2, 0:3, 0:3)

Tore: Faksa (7.), Kubalik (15.), Simon (21.), Repik (31. PP2, 43.), Frolik (31. PP2), Kolar (45.), Vrana (46.)

Aufstellung Österreich: Herzog (Starkbaum); Pallestrang-Heinrich, Schumnig-Unterweger, Schlacher-Strong, Peter; Haudum-Herburger-Th. Raffl, Hofer-Rauchenwald-Zwerger, Ganahl-Hundertpfund-Baumgartner, Orist, Cijan

Ohne: Kickert; Wolf (beide verletzt), M. Raffl, Komarek, Schneider (alle geschont)

Schiedsrichter: Rantala (FIN) & Sidorenko (BLR)

Nachdem Fabio Hofer in weiterer Folge in einer weiteren Überzahl aus kurzer Distanz gescheitert war, kam es zu einem nicht alltäglichen Ereignis. Schiedsrichter Maxim Sidorenko musste nach einem Zusammenstoß mit einem Tschechen von deren Teamarzt für einige Minuten behandelt werden (50.). Wirkliche Sorgen, diese Partie noch zweistellig abschenken zu müssen, brauchten die Österreicher in der Schlussphase nicht mehr haben, die Tschechen nahmen das Tempo aus ihrem Spiel, Österreich ging mit 0:8 unter.

Morgen geht es im Abstiegs-Showdown gegen Italien. Der Verlierer steigt in die B-Gruppe ab, Österreich ist gegen den Aufsteiger erstmals in diesem Turnier Favorit gegen ein Team, das bisher von jeder Mannschaft regelrecht abgeschossen wurde.

Kommentare (7)

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CuiBono
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Was MIR auffällt

Die Truppe spielt nicht schlecht - für Ö-Verhältnisse.
Aber hier in Gruppe A ist es ein Trauerspiel.

Nach all den vielen Spielen sehe ich nwv keine Steigerung der Unseren.
Ungenaue Pässe, zu statisch, kein Lesen/Antizipieren des Spiels und was mich ärgert - die Jungs sind bis auf wenige Ausnahmen (und die nur hin und wieder) offensichtlich nicht bereit, den nötigen Einsatz zu bringen, den Extraschritt zu machen.

Wie es scheint glaubt man von Beginn der WM an den Gruppenerhalt durch einen (morgigen) Sieg gegen Italien zu erhalten.

Ich bin mir nicht sicher, ob man sich da nicht täuscht und ein Abstieg wäre so oder so eigentlich logisch.

Leid tun kann einem Roger Bader, der ernsthaft versucht diese im Vergleich zu den Konkurrenten an eine Laienspieltruppe erinnernde Mannschaft zum Laufen zu bringen.

Eines ist sicher - SO wird das nix.

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Hellimaria
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Vollkommen

Sinnbefreit...
Wenn man sich mit einem Sieg oben halten kann, muss das ganze System hinterfragt werden. Und was soll das, sich in Woch eins die Bude Tag für Tag vollschießen zu lassen umd dann sind wir mit einem Sieg A Gruppen reif? Nein..

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CuiBono
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@Hellimaria

Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, für die unseren im Verhältnis inferior spielenden "Cracks" die Regeln zu ändern.

Alldieweil so gut wie ALLE restlichen Mannschaften eine mehr als gute Leistung bringen.

Für die Unseren scheint das eine Pflichtveranstaltung zu sein, die man halt so-so-la-la hinter sich bringt.

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Hellimaria
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Bin ich bei Dir

Hatte auch nicht an das Ändern der Regeln gedacht. Wollte nur sagen es bringt für uns nichts, weil wir zu schwach sind...

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blackpanther
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Absteigen und neu aufbauen

wäre das beste für diese Truppe - es ist einfach so, dass Österreich schon einige Jahre für diese Liga zu schwach ist. Einf Kanterniederlage nach der anderen steigert auch nicht grad das Interesse für diese marode Truppe. Kn die Schweiz fahren und lernen. wie sie es geschafft haben. von einem Nobody zum Vizeweltmeister zu werden. Unser Team ist leider nur Vizeweltmeister im Reden.

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fred4711
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wozu in die schweiz fahren?

ist doch völlig klar, worin der unterschied zur schweiz besteht....die haben max. 4 Ausländer im ihrer Liga, in A sind es so viele, ich glaub so weit kann ich nicht zählen....wem nützt das ???

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Seiddochnettzueinander
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hophop

de partie gwinn ma noch!

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