Fast überall erlebt das Eishockey derzeit corona-bedingte Unterbrechungen. Österreichs nächster NHL-Draft-Kandidat Marco Kasper musste sich in den vergangenen Wochen in Geduld üben. Nach Abbruch der U20-WM in Kanada kehrte er zurück zu seinem schwedischen Klub Rögle. Dennoch blickt er etwas wehmütig auf die Weltmeisterschaft zurück. "Ich hätte gerne noch gegen Tschechien oder Deutschland gespielt. Wir sind als Team zusammengewachsen und es wäre sicher interessanter geworden, als gegen Kanada, Finnland oder Schweden." Auch, weil es ihm klarerweise nicht gelang, gegen diese Gegner sein ganzes Repertoire an Fähigkeiten auszuspielen.

Nun wartet wieder der Alltag in Schweden. Vergangenes Wochenende war Kasper im U20-Team von Rögle im Einsatz und erzielte dabei einen Powerplay-Treffer gegen Lulea. Am Dienstag trifft die "Erste" im Champions Hockey League-Semifinale erneut auf Färjestads (am Samstag verlor der Kasper-Klub mit 2:3 n. V.). Das Team aus Ängelholm startet mit einem knappen 5:3-Vorsprung aus dem Hinspiel.

In der weiteren Planung will der Klagenfurter seinen Blick jedoch nicht allzu fern in die Zukunft gleiten lassen. Die größten gängigen Draft-Portale sehen den 17-jährigen Stürmer unter den besten 30 Spielern seines Jahrgangs weltweit. Damit dürfte Kasper ziemlich sicher Anfang Juli in Montreal von einem NHL-Klub ausgewählt werden. Um sich seinen großen Traum zu erfüllen ist noch ähnlich viel Vorarbeit zu leisten, wie etwa mit seinen vier Toren und zwei Assists aus 25 SHL-Auftritten. Auf dem Eis versteht es sich also von selbst. Und abseits davon? "Ich erhalte immer wieder Fragebögen, die ich ausfüllen muss. Aber ich stehe bis 2023 bei Rögle unter Vertrag. Mein Plan ist es, hier zu bleiben", stellt Kasper klar.

Annäherung zwischen Matikainen und Pilloni

Planungen laufen auch in seiner Heimstadt an. Der Vertrag von KAC-Trainer Petri Matikainen läuft bekanntlich mit Saisonende aus. Nach Wochen des Schweigens und durchaus wahrnehmbaren Spannungen zwischen General Manager Oliver Pilloni und dem Finnen, haben nun erste Gespräche stattgefunden. Eigentlich hätte dies bereits im November erfolgen sollen, doch dazu kam es damals nicht. Jetzt haben sich die beiden erstmals diesbezüglich wieder genähert. Es gibt allerdings unterschiedliche Positionen und Zugänge, wie die Zusammenarbeit künftig laufen soll. Pilloni will den eingeschlagenen Weg fortsetzen, vertraut grundsätzlich seinem aktuellen Kader. Ähnlich wie Matikainen, doch der soll einen längerfristigen Vertrag anstreben, der ihm auch zusichert, Veränderungen/Verjüngungen im Team vorzunehmen.

Wie den KAC beschäftigt auch den VSV die Kaderplanung für die weitere Zukunft. Einerseits kehrt Rick Schofield zurück und die Blau-weißen müssen sich stattdessen zwischen Joel Broda und Travis Oleksuk entscheiden. Darüber hinaus wollen die Villacher ihr Grundgerüst für 2022/23 aufstellen. Hier könnte es allerdings zum schmerzhaften Abgängen kommen: Renars Krastenbergs hat sich mit seinen bisher 27 Scorerpunkten für eine bessere Liga empfohlen. Und auch Scott Kosmachuk (32 Scorerpunkte) gab noch keine Rückmeldung zum VSV-Angebot. "Sie hätten für uns Priorität, aber beide wollen derzeit nicht unterschreiben", zeigt sich Sportvorstand Gerald Rauchenwald geknickt.