EishockeyDie Sternstunden des VSV

Die gute, alte Zeit des VSV ist längst vorbei. Seit einigen Jahren kämpfen die Villacher ums sportliche und finanzielle Überleben. Haben sie die "Überfuhr" in die Neuzeit verpasst? Oder wie kann die Zukunft besser gestaltet werden?

Uniqa Eishockey Liga, Black Wings Linz vs VSV Villach
Drei von sechs Meistertitel gewann der VSV mit Trainer Ron Kennedy © Gepa/Daniel Raunig
 

Die Eishockey-Saison 2017/18 ist für den VSV vorbei. Es war ein betrübliches Jahr. In solchen Fällen sehnen sich die Blau-Weißen natürlich ganz schnell nach der guten alten Zeit, an die sechs Meistertitel, die der VSV in der obersten Spielklasse gewonnen hat, an die Sternstunden und an die unvergessenen Momente.

Die erst mit Errichtung der Kunsteisbahn in Villach (1969) so richtig ihren Anfang genommen haben. An die Anfangsjahre, die Steinzeit des Eishockeys in Villach, als noch mit Haselnussstöcken auf dem Vassacher See gekünstelt wurde, denkt da niemand mehr. Der Startschuss fiel ja schon 1924, als sich der Villacher Sportverein als ordentliches Mitglied beim Österreichischen Eishockeyverband angemeldet hat.

Aufwärts ging es mit der Errichtung der Kunsteisbahn. Halle wäre wohl übertrieben, aber es gab wenigstens ein Dach über dem Kopf, Seitenwände freilich nicht. Aber die begeisterte Villacher Eishockey-Jugend konnte regelmäßig und gezielt trainieren.

Und es waren genau dieses Jungs, die zehn Jahre gebraucht haben, um den Aufstieg in die Bundesliga zu schaffen, die es 1980/81 den ersten von sechs Meistertitel gewannen. Das waren Giuseppe Mion, Helmut Petrik, Peter Raffl oder Gerhard Thomasser. Fast 20 Jahre war Villach eine Top-Adresse, aber nach dem letzten Titel 2005/06 ging es irgendwie bergab.

 

Das konnte auch nicht so Ausnahmetalente wie Michael Grabner oder Michael Raffl nicht kaschieren.

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