Der KAC hätte für Spiel sechs am Mittwoch in Klagenfurt an die 17.000 Tickets verkaufen können, aber die altehrwürdige Stadthalle fast bekanntlich nur 5000 Zuschauer. Innerhalb von zwölf Minuten war die Halle ausverkauft. Wer kein Ticket mehr bekam, der kann die Partie auf ServusTV, Sky Sport und auf Servushockeynight.com ansehen.

Den Rotjacken fehlt noch ein Sieg, um Titel Nummer 31 der Vereinsgeschichte in trockene Tücher zu bringen. "Für uns ändert sich nix. Jeder weiß, was zu tun ist. Wir sind fokussiert und im Play-off willst du sowieso jede Partie gewinnen", sagt Thomas Koch. Bisher hat immer jene Mannschaft in der Finalserie das Eis als Sieger verlassen, die das erste Tor geschossen hat. "Ja, stimmt, aber es kann auch jeder Zeit anders kommen", will Koch darauf nicht zu großen Wert legen.

Kritik an Schiedsrichter

Völlig emotionslos sieht der 35-Jährige die harsche Kritik der Wiener an die Leistung der Schiedsrichter. "Beide Mannschaften und die Schiris versuchen, einen guten Job zu machen. In Spiel vier hatten die Capsvier Powerplay-Möglichkeiten und wir waren ein Mal in numerischer Überlegenheit." Ein großer Pluspunkt der Klagenfurter ist die Disziplin. "Es ist die Toughness  von uns, dass wir mehr Schläge einstecken als der Gegner. Wir unterstützen uns gegenseitig, pushen uns und beruhigen Mitspieler, wenn sie in Gefahr laufen, zu emotional zu werden", erklärt Koch, der am Mittwoch Titel Nummer neun in seiner tollen Karriere gewinnen könnte.