Colorado Avalanche hat schwierige Jahre hinter sich, musste exakt 7687 Tage warten, bis sie die älteste Trophy im Mannschaftssport wieder in die Höhe stemmen durften. Der Baumeister des Erfolgsteams ist jener Spieler, der bei den ersten zwei Triumphen hauptverantwortlich war. Joe Sakic führte die Lawine 1996 und 2001 zum Titel, nun wurde er für seine gute Arbeit als General Manager belohnt. "Es fühlt sich großartig an. Es ist erstaunlich. Das ist etwas, wovon man träumt", rang der Sakic zunächst nach Worten. "Ich bin einfach so stolz auf die Spieler, vor allem auf die älteren, die schon länger dabei sind. Unsere Gruppe ist seit dem letzten Jahr mit viel Engagement ins Trainingslager gekommen. In dieser Saison hat sie nichts aus der Ruhe gebracht. Sie waren jeden Tag bereit, besser zu werden, und die Trainer haben sie darauf vorbereitet. Jeder Spieler hat sich eingebracht. Es ist eine großartige Gruppe und sie haben wirklich füreinander gekämpft. Ein tolles Ergebnis. Ich freue mich für all diese Spieler."

Mit einem 2:1-Sieg im sechsten Spiel, das in Tampa ausgetragen wurde, holte Colorado den vierten Sieg in der Finalserie, die mit 4:2 schlussendlich eine klare Angelegenheit wurde. So klar wie das gesamte Play-off. 16 Siege stehen nur vier Niederlagen gegenüber, dadurch hatte die Mannschaft zwischen den Play-off-Runden immer genügend Zeit, um sich auf den nächsten Gegner vorzubereiten. Dazu kam, dass aus dem starken Kollektiv drei Spieler herausragten. Powerstürmer Nathan MacKinnon, der 24 Punkte scorte, sein kongenialer Sturmpartner Mikko Rantanen (25 Punkte) sowie Verteidiger Cale Makar, der mit 29 Punkten glänzte und auch völlig verdient die Conn Smythe Trophy für den wertvollsten Play-off-Spieler erhielt. "Ich bin erst seit drei Jahren hier, und wir sind in den Play-offs ein paar Mal knapp ausgeschieden. Das hat alles nur auf diesen Erfolg hier hingedeutet. Wenn man mir gesagt hätte, dass dies in drei Jahren der Fall sein würde, hätte ich gesagt: 'Ich weiß nicht', aber Joe (Sakic, Anm.) hat es geschafft, ein so tolles Team zusammenzustellen. Es ist einfach unglaublich", fasste der erst 23-Jährige zusammen.

Es ist fast unglaublich, denn in der Saison 2016/17 war Colorado noch das schlechteste Team der NHL, schaffte im Grunddurchgang nur lächerliche 48 Punkte. Nun ist Colorado die beste Eishockey-Vereinsmannschaft der Welt und die Zukunft spricht für die Truppe von Trainer Jared Bednar. Das Team ist im Altersdurchschnitt noch recht jung, hat das Potenzial, um eine erfolgreiche Phase zu starten.