0:2 gegen die NiederlandeFranco Foda: "Gegen die Ukraine werden wir da sein"

Zwischen Selbstkritik und Hoffnung: Österreichs Team sieht auch gute Seiten am 0:2 - und will gegen die Ukraine zuschlagen.

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Marcel Sabitzer (links) und Co. mussten eine Niederlage einstecken
Marcel Sabitzer (links) und Co. mussten eine Niederlage einstecken © APA/AFP/POOL/JOHN THYS
 

Martin Hinteregger brachte es trocken wie immer auf den Punkt: „Wir haben gar nicht schlecht Fußball gespielt. Aber die individuelle Klasse hat sich durchgesetzt.“ Es mag bitter klingen, entspricht aber der Realität: Die Niederlande sind einfach besser als das österreichische Nationalteam. Und obwohl es beim 0:2 in Amsterdam vor allem in der Offensive wenig Positives gab: Alles war nicht schlecht. „Ich bin stolz auf diese Mannschaft“, meinte David Alaba, „wir haben mutig gespielt, versucht, hoch zu stehen.“ Dass just ihm schon nach etwas mehr als neun Minuten der Fehler passierte, der dann zum Elfer führte, war dem Neo-Real-Spieler klar: „Der Elfer geht auf meine Kappe, das ist sehr bitter. Aber es gab auch positive Szenen. So wie wir verteidigt haben, da können wir schon was mitnehmen.“

Ich glaube, man hat die Qualität von Holland heute gesehen“, sagte Andreas Ulmer, „bei uns hat es mit dem Ball im Spiel nach vor einfach gefehlt.“ Ob das daran lag, dass man zu schablonenhaft immer über die Seiten kam? „So haben wir es ihnen nicht zu schwer gemacht. Aber Kombinationen über die Mitte haben wir zu wenig einstudiert“, monierte Hinteregger. Die Niederlande waren nach dem zweiten Sieg in zwei Spiel in bester Stimmung, wie Torschütze Denzel Dumfries meinte: „Schön, getroffen zu haben. Aber wichtig sind die drei Punkte – und jetzt wollen wir mehr. Weil wir viel souveräner gespielt und verdient gewonnen haben.“

Die Österreicher sind nun schon auf das dritte Spiel fokussiert. „Man will jedes Spiel gewinnen. Wir sind enttäuscht, aber nicht down. Und wir wissen, dass der Montag unser Finale sein wird“, sagte Daniel Bachmann. Zu den beiden Gegentoren meinte er: „Beim Elfer wusste ich, in welches Eck er schießt – aber der Schuss war zu gut. Und beim zweiten Tor war ich auch dran. Wenn ich den halte, wäre es die Parade des Jahrhunderts gewesen.“

Für den ÖFB-Teamchef spielt ein „Neuzugang“ eine große Rolle im abschließenden Gruppenspiel am Montag „Was wir jetzt brauchen? Eine kurze Analyse, eine gute Regeneration. Dann, gegen die Ukraine, haben wir unser Finalspiel. Und da werden wir da sein – mit Marko“, sagte Foda, der im Offensivspiel noch viel Luft nach oben sah. „Uns hat die Tiefe gefehlt, weil sich die Stürmer in der ersten Hälfte zu weit zurückfallen haben lassen.“

Auch Stefan Lainer, der gegen Nordmazedonien noch als Torschütze zum 1:0 in Erscheinung getreten war, prangerte den Auftritt in der ersten Hälfte an. „Konrad Laimer und ich waren auf der rechten Seite allein auf weiter Flur. Es ist aber ein Ding der Unmöglichkeit, etwas zu kreieren, wenn man den Ball nicht hat. Da waren wir viel zu linkslastig“, erklärte der Mönchengladbach-Legionär, der ebenfalls auf die Rückkehr von Marko Arnautovic am Montag gegen die Ukraine baut. „So ein Spieler wie er hat uns gefehlt. Einer, der sich in Eins-gegen-Eins-Situationen befreien und Überzahl schaffen kann. Es wäre magisch gewesen, wenn er ins Spiel gekommen wäre.“

Das wird definitiv am Montag in Bukarest der Fall sein. Da wird Arnautovic in der Startelf stehen. Lainer freut sich auf die Begegnung: „Wir müssen die Akkus aufladen, weil wir gegen die Niederländer alles rausgehaut haben. Dann haben wir unser großes Finale vor der Brust.

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Danke für Ihr Verständnis.

dieRealität2020
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Das Team war im gegebenen Fall trotz Verneinungen schlicht und einfach vom fehlen Arnautovics gelähmt.

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Und dadurch belastet. Wer in die Vergangenheit blickt kann sehen, das es auch vergleichsweise internationalen Topmannschaften zeitweise so geht. Fehlt der "Beste" dann kommen die "Besten" Mitspieler in ihren Aktionen wie gelähmt herüber was sich dann auch mit dem Spielverlust ausdrückt.
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Aus meiner Sicht nichts Neues noch Aufregendes. Nur wenige Mannschaften im internationalen Spitzenfeld sind dann in der Lage den Verlust auszugleichen. Was auch oft genug von der Tagesverfassung des "Teams" abhängig ist", und wie sie den Verlust verarbeiten können.
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Wer das österreichische Nationalteam einigermaßen seit der Nachkriegszeit kennt und die Entwicklung verfolgen konnte, weiß was Sache ist. Hat generell nichts mit den Spielern oder dem Trainer zu tun, auch nicht mit dem Spielkonzept. Ausnahmen bestätigen die Regel. Das ist zur Kenntnis zu nehmen. Nicht abwertend, sondern Faktum. Das sind generell durch die Jahrzehnte gesehen unser Spiele und unser Spielniveau.
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Ich hoffe das wir mit Arnautovic und der zurückgewonnen Selbstsicherheit dementsprechend gegen die Ukraine mit 3 Punkte punkten können. Jungs auf ein Neues.

Lodengrün
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Da hat Lainer recht

Marko hätte bei denen in der Mitte für Betrieb gesorgt. Allein durch das das sie hätten auf ihn aufpassen müssen hätte Entlastung für die anderen gebracht.

Lodengrün
3
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Nachsatz

Auch mit Marko hätten wir nicht gewonnen. Aber auch nicht remis gespielt. Wir sind gesamt gesehen einfach zu schwach. Beckenbauer sagte einmal wir werden hin und wieder respektable Ergebnisse schaffen mehr auch nicht. Das kommt hin. Wenn wir uns vor Augen halten was die noch für Möglichkeiten hatten.

SoundofThunder
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🤔

Als es gegen die Nordmazedonier ging dachte ich mir ,sie tun sich schwer gegen Defensive Mannschaften anzurennen und eine hinten stehende Mannschaft auszuspielen. Aber gegen Offensive Mannschaften tun sie sich auch schwer. Passgenauigkeit ist nicht überragend. Gegen die Ukraine wird es auch nicht einfacher. Unser Limit wurde aufgezeigt.

DergeerderteSteirer
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Es ist mal angebracht sich nach einer altbewährten Weisheit zu messen,.....


"Reden ist Silber, Schweigen ist Gold"......... schlicht und einfach mal die Aufgaben mit Idealismus, Einsatz, Teamgeist und viel mehr Beweglichkeit erfüllen, alles andere sind hohle Phrasen!!

Beispiele gibt's hier genug!!

Smusmu
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Sportlich sehen

Dafür haben wir gute Skifahrer.

voit60
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Fussball

ist eben keine Randsportart

SoundofThunder
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😉

Vielleicht sollten die spielen.

selbstdenker70
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...

Ja, die orangen sind schwer zu bespielen, aber das war gestern weniger als nix. Die Flügel laufen sich einen Wolf, Hochachtung, im Sturm passiert Null, die Mitte findet keine Anspiel Stationen, und die Verteidigung kann den gegnerischen Superstar nicht isolieren. Wer war für diesen Mann abgestellt, bzw muss man ihn zu zweit isolieren. Kurzum, sagen wir Danke wenn wir die Gruppenphase überstehen, aber dann ist auch, berechtigt, Endstation.

hfg
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Der Einsatz und das

Bemühen stimmt, das Können und die Taktik leider nicht. Es gibt keine gesicherte Abwehr und im Angriff funktioniert überhaupt nichts.
Natürlich ist es unfair wenn man zB. Italien und das Spiel vom Vortag als Maßstab nimmt.
Aber praktisch null Chancen für ein Tor zu erarbeiten ist doch viel zu wenig.

Nixalsverdruss
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War das alles???

Die Aussage einzelner Spieler, dass sie alles gegeben haben im Spiel gegen die Niederlande, ist schon ein wenig irritierend.
War das wirklich alles? Sowohl taktisch als auch spielerisch/technisch war das ein eklatanter Klassenunterschied.
Über die Taktik möchte und kann ich gar nicht viel sagen - aber kurz gefasst: ich glaube nicht, dass sich Franko Foda das noch viel länger mit dieser "Star-Truppe" antun wird.
Es sieht mal wieder nach einem totalen Neuanfang aus - und dieser ist aus meiner Sicht NUR mit einer jungen und "österreich-affinen" Mannschaft zu schaffen.
Achja, da war noch dieser Arnautovic: Man sollte es gut sein lassen, nach der EM. Er ist menschlich leider eine sehr große Herausforderung ...

digitalsurvivor
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Vor allem die Aussage, dass das mutiger Fußball sein soll

In Minute 80 bei Rückstand gespielt, als würde mal 3:0 führen...