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Lawinenprognosebericht für Kärnten

für Mittwoch den 23.01.2019

(herausgegeben: Dienstag, 22 Januar 2019 19:00 Uhr)
Hohe Tauern
Nockberge
Gurktaler Alpen
Sau und Koralpe
Kreuzeckgruppe
Gailtaler Alpen
Karnische Alpen
Karawanken
Lawinenwarnstufen im Detail
  • Stufe 1 Geringe Gefahr. Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Eine Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung (z.B. Skifahrergruppe ohne Abstände) an sehr wenigen, extremen Steilhängen möglich. Allgemein sichere Tourenverhältnisse.
  • Stufe 2 Mäßige Gefahr. Die Schneedecke ist an einigen Steilhängen (steiler als 30°) nur mäßig, ansonsten allgemein gut verfestigt. Auslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung (z.B. Skifahrergruppe ohne Abstände) vor allem in den angegebenen Steilhängen möglich. Unter Berücksichtigung lokaler Gefahrenstellen günstige Tourenverhältnisse. Verzicht auf extrem steile Hänge mit mehr als 39°.
  • Stufe 3 Erhebliche Gefahr. Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen (steiler als 30°) mäßig bis schwach verfestigt. Auslösung von Lawinen ist schon bei einzelnen Skifahrern möglich. Skitouren erfordern lawinenkundliches Beurteilungsvermögen. Tourenmöglichkeiten eingeschränkt. Verzicht auf Hänge mit mehr als 34° Neigung und felsdurchsetztes Gelände.
  • Stufe 4 Große Gefahr. Die Schneedecke ist an den meisten Stilhängen schwach verfestigt, eine Lawinenauslösung bereits bei geringer Zusatzbelastung (z.B. durch einzelne Skifahrer) an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan (= ohne menschliches Zutun) viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. Tourenmöglichkeiten stark eingeschränkt.
  • Stufe 5 Sehr große Gefahr. Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan (= ohne menschliches Zutun) sind zahlreiche, große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände, zu erwarten. Skitouren sind allgemein nicht möglich.

Eine Schwachschicht im unteren Teil der Schneedecke bildet das Hauptproblem

Gefahrenbeurteilung

Die Schwachschicht mit kantigen Kristallen im unteren Bereich der Schneedecke bildet das Hauptproblem. Vor allem in schattseitigen Steilhängen können die darüberliegenden, bereits gefestigten Triebschneeablagerungen bei einer Störung auf dieser abgleiten. Mit etwas Neuschnee und mäßigem Wind wird die Lawinengefahr nur wenig ansteigen. Gefahrenstellen werden etwas mehr.

Schneedeckenaufbau

In höheren Lagen sind vereinzelt noch ältere Triebschneeablagerungen etwas störanfälliger. Im Unteren Teil der Schneedecke ist eine Schicht mit kantigen Kristallen vorhanden. Die Dicke dieser Schwachschicht ist von Gebirgsregion zu Gebirgsregion recht unterschiedlich ausgeprägt. Schattseitig hat sich vielerorts auch Oberflächenreif gebildet. Der Neuschneezuwachs, den am Mittwoch ein Italientief bringt, wird wahrscheinlich nur sehr gering sein.

Wetter

Am Mittwoch sorgt ein Italientief für trübes Wetter und ein wenig Neuschnee. Den ganzen Tag bleibt es dicht bewölkt. Bei schwachem bis mäßigem Wind aus Südosten bleibt es kalt und die Temperaturen erreichen in 3000 m -15 Grad und in 2000 m -11 Grad.

Tendenz

Am Donnerstag stecken die meisten Berge weiterhin in dichten Wolken. In den Bergen Unterkärntens und am Tauernhauptkamm ist auch zeitweise unergiebiger Schneefall möglich.