AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Lawinenprognosebericht für die Steiermark

für Donnerstag den 16.02.2017

(herausgegeben: Mittwoch, 15 Februar 2017 16:57 Uhr)
Randgebirge Ost
Randgebirge West
Nordalpen Ost
Nordalpen West
Niedere Tauern Nord
Niedere Tauern Süd
Gurk- und Seetaler Alpen
Nordalpen Mitte
Lawinenwarnstufen im Detail
  • Stufe 1 Geringe Gefahr. Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Eine Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung (z.B. Skifahrergruppe ohne Abstände) an sehr wenigen, extremen Steilhängen möglich. Allgemein sichere Tourenverhältnisse.
  • Stufe 2 Mäßige Gefahr. Die Schneedecke ist an einigen Steilhängen (steiler als 30°) nur mäßig, ansonsten allgemein gut verfestigt. Auslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung (z.B. Skifahrergruppe ohne Abstände) vor allem in den angegebenen Steilhängen möglich. Unter Berücksichtigung lokaler Gefahrenstellen günstige Tourenverhältnisse. Verzicht auf extrem steile Hänge mit mehr als 39°.
  • Stufe 3 Erhebliche Gefahr. Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen (steiler als 30°) mäßig bis schwach verfestigt. Auslösung von Lawinen ist schon bei einzelnen Skifahrern möglich. Skitouren erfordern lawinenkundliches Beurteilungsvermögen. Tourenmöglichkeiten eingeschränkt. Verzicht auf Hänge mit mehr als 34° Neigung und felsdurchsetztes Gelände.
  • Stufe 4 Große Gefahr. Die Schneedecke ist an den meisten Stilhängen schwach verfestigt, eine Lawinenauslösung bereits bei geringer Zusatzbelastung (z.B. durch einzelne Skifahrer) an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan (= ohne menschliches Zutun) viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. Tourenmöglichkeiten stark eingeschränkt.
  • Stufe 5 Sehr große Gefahr. Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan (= ohne menschliches Zutun) sind zahlreiche, große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände, zu erwarten. Skitouren sind allgemein nicht möglich.

Nassschneeproblem: Am Vormittag günstige Bedingungen, ab Mittag in den Nordalpen und Tauern Anstieg der Lawinengefahr auf mäßig!

Gefahrenbeurteilung

Mit der langsamen Abkühlung morgen Donnerstag bezieht sich der Tagesgang der Lawinengefahr einstrahlungsbedingt nur mehr auf die Sonnseiten. Etwa ab Mittag ist hier mit erhöhter Lawinenaktivität in Form von kleinen bis mittelgroßen feuchten Lockerschneelawinen zu rechnen. Unabhängig von der Tageszeit steigt auch die Abgangsbereitschaft von Gleitschneelawinen, die ihren Ausgang unter, aber auch über offenen Schneemäulern haben können, an. In schattseitigen Hochlagen ist wegen des latenten Altschneeproblems weiterhin Vorsicht bei der Einfahrt in extrem steile Hangzonen, und hier vor allem an den Übergängen von wenig zu mehr Schnee geboten.

Schneedeckenaufbau

Mit der Erwärmung konnten sich auch bisher noch instabil gebliebene Triebschneezonen setzen. In schattseitigen Hochlagen schwächen allerdings unverändert kantige Kristalle das Schneedeckenfundament. Die stark gestiegenen Temperaturen haben die Schneedecke nur mäßig angefeuchtet, da die Luft extrem trocken war. Nur in tiefen Lagen wurde der Schnee patzig. Auch während der kommenden Nacht erfolgt noch keine nachhaltige Abkühlung und die Luft bleibt weiterhin relativ trocken. Morgen Mittwoch wechseln je nach Exposition und Seehöhe Bruchharsch, Firn und ab Mittag weicher Sulz. Nur schattseitig ist die Schneedeckenoberfläche teilweise noch locker.

Wetter

Das Hoch Erika zieht sich weiter nach Süden zurück. Die kommende Nacht verläuft auf den Bergen wolkenlos und es bleibt noch relativ mild. Morgen Donnerstag scheint den ganzen Tag über die Sonne, nur ab Mittag ziehen von Westen einige hohe Wolkenfelder durch. Die Temperaturen gehen im Laufe des Tages wieder zurück, zu Mittag liegen die Werte in 1.500m bei +4 Grad und in 2.000m bei 0 Grad. Der meist schwache wind kommt aus West bis Nordwest, im späteren Tagesverlauf wieder aus Südwest.

Tendenz

Der Freitag bringt dann überall dichte Wolken und es kühlt ab, auf den Bergen der Obersteiermark kann es oberhalb von etwa 900m immer wieder etwas schneien, am Samstag reichen die Schneeschauer bis in tiefere Lagen. Dazu weht mitunter starker Wind aus West bis Nordwest. Mit der Kombination aus Wind und Neuschnee wird der Triebschnee wieder ein Thema, die Lawinengefahr wird langsam ansteigen.

Der nächste Prognosebricht wird morgen bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben. Alexander Podesser