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Lawinenprognosebericht für die Steiermark

für Dienstag den 19.03.2019

(herausgegeben: Montag, 18 März 2019 15:51 Uhr)
Randgebirge Ost
Randgebirge West
Nordalpen Ost
Nordalpen West
Niedere Tauern Nord
Niedere Tauern Süd
Gurk- und Seetaler Alpen
Nordalpen Mitte
Lawinenwarnstufen im Detail
  • Stufe 1 Geringe Gefahr. Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Eine Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung (z.B. Skifahrergruppe ohne Abstände) an sehr wenigen, extremen Steilhängen möglich. Allgemein sichere Tourenverhältnisse.
  • Stufe 2 Mäßige Gefahr. Die Schneedecke ist an einigen Steilhängen (steiler als 30°) nur mäßig, ansonsten allgemein gut verfestigt. Auslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung (z.B. Skifahrergruppe ohne Abstände) vor allem in den angegebenen Steilhängen möglich. Unter Berücksichtigung lokaler Gefahrenstellen günstige Tourenverhältnisse. Verzicht auf extrem steile Hänge mit mehr als 39°.
  • Stufe 3 Erhebliche Gefahr. Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen (steiler als 30°) mäßig bis schwach verfestigt. Auslösung von Lawinen ist schon bei einzelnen Skifahrern möglich. Skitouren erfordern lawinenkundliches Beurteilungsvermögen. Tourenmöglichkeiten eingeschränkt. Verzicht auf Hänge mit mehr als 34° Neigung und felsdurchsetztes Gelände.
  • Stufe 4 Große Gefahr. Die Schneedecke ist an den meisten Stilhängen schwach verfestigt, eine Lawinenauslösung bereits bei geringer Zusatzbelastung (z.B. durch einzelne Skifahrer) an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan (= ohne menschliches Zutun) viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. Tourenmöglichkeiten stark eingeschränkt.
  • Stufe 5 Sehr große Gefahr. Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan (= ohne menschliches Zutun) sind zahlreiche, große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände, zu erwarten. Skitouren sind allgemein nicht möglich.

Frischen Triebschnee und überlagerte Gleitschneeproblematik beachten!

Gefahrenbeurteilung

Es herrscht überwiegend mäßige Lawinengefahr. Vor allem gilt es den frischen Triebschnee zu beachten, eine Schneebrettauslösung ist zum Teil durch die geringe Zusatzbelastung eines einzelnen Tourengehers möglich. Gefahrenstellen befinden sich vorwiegend in Einfahrten zu Rinnen und Mulden sowie hinter Geländeübergängen, speziell in den Expositionen Nord über Ost bis Süd. Mit zeitweiliger Einstrahlung kann sich die frische Auflage aus dem besonnten Steilgelände in Form von Lockerschneelawinen von selbst lösen. Aus dem steilen Wald- und Wiesenbereich sind Gleitschneeabgänge weiterhin nicht ausgeschlossen. Sie können vereinzelt größere Ausmaße erreichen und somit auch Skitourrouten betreffen.

Schneedeckenaufbau

Der zum Teil stürmische Wind hat den aufgrund der tiefen Temperaturen kalt gefallenen Schnee bearbeitet, verfrachtet und somit frische Triebschneepakete ausgebildet. Diese überdecken meist verharschte und somit harte Bereiche. Die Verbindung ist stellenweise ungünstig. In den schneereichen Regionen existiert ein bodennaher Schmierfilm, der unbeeindruckt vom Temperaturrückgang auch weiterhin für die Gleitschneeaktivität von Bedeutung ist. In Regionen mit einer geringmächtigen Altschneedecke kann außerdem noch Schwimmschnee das Fundament der Schneedecke schwächen.

Wetter

Am Dienstag überwiegen in der Steiermark insgesamt die Wolken, zeitweise kann es auch leicht und unergiebig schneien. Während zwischenzeitlicher Auflockerungen sind kurzfristige sonnige Abschnitte nicht ausgeschlossen. Der Wind weht mäßig bis stark aus nordwestlichen bis nördlichen Richtungen. Die Mittagstemperaturen liegen mit -4 Grad in 1500m und -8 Grad in 2000m auf der winterlichen Seite.

Tendenz

Der Mittwoch verläuft zwar recht sonnig, die Nordströmung sorgt allerdings für ein gedämpftes Temperaturniveau. Die Störanfälligkeit des Triebschnees nimmt ab, sonnseitig kann es zu spontanen Rutschungen kommen, die überlagerte Gleitschneeproblematik bleibt weiterhin ein Thema. Die Lawinengefahr geht insgesamt zurück.

Der nächste Prognosebricht wird morgen bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben. Andreas Riegler