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Vorteilsclub-Mitglieder erhalten für eine Person einen kostenlosen Eintritt in das Museum für Geschichte in Graz.

© SMM
 

Das Museum im Palais Herberstein erfindet sich neu: Seit 26. April 2017 vereint das Museum für Geschichte die Kulturhistorische Sammlung und die Multimedialen Sammlungen des Universalmuseums Joanneum unter einem Dach.

Die Kulturhistorische Sammlung sollte ab dem späten 19. Jahrhundert die „Kulturepochen des Landes von der früheren Zeit des Mittelalters bis zur Gegenwart" dokumentieren. 1895 als „Culturhistorisches und Kunstgewerbemuseum“ in der Grazer Neutorgasse eröffnet, ist die Sammlung seit 2011 im Museum im Palais in der Sackstraße untergebracht. Sie geht auf eine Initiative des Bildhauers Karl Lacher (1850-1908) zurück, der fasziniert war von jener Bewegung, die sich ausgehend von der ersten Weltausstellung (London, 1851) gegen die Macht der Industrialisierung und die damit verbundenen Verfallserscheinungen des Handwerks auflehnte. Die Identität der Sammlung wurde über die letzten Jahrzehnte primär in Richtung Kunstgewerbe und Design entwickelt, mit dem Leitungswechsel 2014 begann unter Bettina Habsburg- Lothringen eine Neuprofilierung unter Rückbesinnung auf den ursprünglichen Auftrag. Die Kulturhistorische Sammlung umfasst rund 35.000 Objekte aus den Bereichen Mode, Musikinstrumente, Möbel, Glas, Keramik, Schmuck und wissenschaftliche Instrumente. Die Geschichte der Multimedialen Sammlungen begann im Jahr 1958 als steiermärkisches „Zentralarchiv für Bild- und Tonaufnahmen“. 1971 erfolgte seine Umbenennung in „Bild- und Tonarchiv“, 2009 eine weitere in „Multimediale Sammlungen“. Ursprünglich in der Bürgergasse und dann im Palais Attems untergebracht, wurden die Bestände, auf über 2,5 Millionen Objekte angewachsen, 2011 ins Joanneumsviertel übersiedelt. Trotz der allgemein wachsenden musealen Bedeutung von Foto-, Ton- und Filmdokumenten als zeit-, regional- und technologiehistorische Zeugnisse konnten sich die Multimedialen Sammlungen am Joanneum bislang nicht angemessen Positionieren.

Geschichte neu erleben
Das Zusammenspiel beider Sammlungen ermöglicht es nun, das Werden und den Wandel der Steiermark seit dem Mittelalter aus immer wieder neuen Perspektiven zu betrachten. Dank der Multimedialen Sammlungen erhält in den kommenden Ausstellungen nun auch das 20. Jahrhundert einen angemessenen Platz. Mit den geplanten Ausstellungen werden zugleich die ersten Stationen jenes Weges präsentiert, den das Museum für Geschichte nun Schritt für Schritt gehen wird. Der Fokus auf die Menschen, der Blick ins Depot und der Bezug zur Region stehen zukünftig im Mittelpunkt. Die räumliche Neugestaltung des Museums erfolgte unter Mitwirkung von INNOCAD architecture.

Gesammelte Geschichte im neuen Schaudepot
Mit der Umgestaltung des Museums wird auch das neue Schaudepot der Kulturhistorischen Sammlung eröffnet. Unter dem Schlagwort „Gesammelte Geschichte“ werden etwa 2.000 der rund 35.000 Objekte als dichte Collage nach Themenbereichen wie „essen & trinken“, „reisen & fortbewegen“ oder auch „forschen & wissen“ geordnet präsentiert. Auf einer Fläche von rund 450 m2 werden Musikinstrumente, Möbel, technische Geräte, Damen-, Herren- und Kindermoden, Monstranzen, Werkzeug, Kacheln und Büsten, Schlösser, Leuchter und Grabkreuze, Schmuck, Uhren, Fahrräder u.v.m. ausgestellt. Die Dauerausstellung wird ab Herbst 2017 zusätzlich erweitert durch Bestände der Multimedialen Sammlungen, die mit ihren über zwei Millionen Objekten zu den bedeutendsten audiovisuellen Sammlungen Österreichs zählen. Die Präsentation im Schaudepot vermittelt erstmals einen dauerhaften Einblick in die umfangreichen Bestände sowie in die Geschichte und Perspektiven beider Sammlungen des Museums für Geschichte.

Die Multimedialen Sammlungen präsentieren sich am neuen Standort
Mit ihrer ersten Ausstellung am neuen Standort präsentieren die Multimedialen Sammlungen einen „fotoarchäologischen“ Fund: Fauth fotografiert erinnert an Franz Fauth (1870–1947), der im Bezirk Deutschlandsberg auf dem Bauernhof seiner Eltern ein professionelles Foto-Atelier betrieb. Auf dem dortigen Heuboden fanden Mitarbeiter der Multimedialen Sammlungen im Jahr 2016 Tausende Objekte aus vordigitaler Zeit. Eine Auswahl davon erzählt nun die Geschichte dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit und erlaubt Einblicke in die Weststeiermark in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ab November widmet sich die zweite Sonderausstellung Land bei Nacht. Fotoexpeditionen in die nächtliche Steiermark der Zeitspanne zwischen Sonnenuntergang und -aufgang: Leuchtreklamen und lichterfüllte Schaufenster, städtische Straßenszenen und inszenierte (historische) Architektur, Dörfer und Landschaften, betörte Festgäste und Angehörige verschiedener Berufsgruppen, die nachts arbeiten.

 

Mein Vorteil

Vorteilsclub-Mitglieder erhalten für eine Person einen kostenlosen Eintritt in das Museum für Geschichte in Graz.

Bitte weisen Sie an der Kassa Ihre Vorteilsclub-Karte vor.

Museum für Geschichte
Sackstraße 16, 8010 Graz

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr