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Leichte SpracheStrom in Österreich soll umweltfreundlicher werden

Die österreichische Regierung möchte in den nächsten zehn Jahren ein Drittel mehr Strom mit Wasser-, Wind-, Sonnen- und Biomasse-Kraftwerken herstellen. Dazu ist ein neues Gesetz geplant.

© dpa/Oliver Berg
 

In Österreich wurden im letzten Jahr 73 Terawatt-Stunden Strom erzeugt. Mehr als die Hälfte davon wurde durch Sonnen-, Wind-, Wasser- und Biomasse-Energie gewonnen. Das sind erneuerbare Energie-Quellen. 73 Terawatt-Stunden Strom ist ungefähr so viel wie ein Land in einem ganzen Jahr verbraucht.

Neues Gesetz geplant

Es soll deutlich mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Und zwar sollen es bis 2030 um 27 Terawatt-Stunden mehr sein. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet Klimaschutz-Ministerin Leonore Gewessler an einem neuen Gesetz. „Das wird der größte Ausbau von Energie seit Jahrzehnten in Österreich“, sagt Gewessler.  

Förderungen und Schaffung von Arbeitsplätzen

Um das zu schaffen, will Leonore Gewessler eine Milliarde Euro an Förderungen pro Jahr an Firmen und Privat-Personen vergeben.

Durch die Förderung von erneuerbarer Energie sollen neue Arbeitsplätze in Österreich geschaffen werden. Es werden Fach-Arbeitskräfte gebraucht, um die Anlagen wie zum Beispiel Windräder oder Kraftwerke zu bauen.

Gesetz soll 2021 eingeführt werden

Leonore Gewessler hat geplant, dass das Gesetz Anfang 2021 eingeführt wird. In den nächsten 6 Wochen wird das Gesetz noch begutachtet. Änderungs-Vorschläge können bis dahin eingebracht werden.

Gesetz benötigt Zweidrittel-Mehrheit

Es ist noch nicht sicher, ob das Gesetz tatsächlich umgesetzt wird. Benötigt wird eine Zweidrittel-Mehrheit im Nationalrat und im Bundesrat. Das bedeutet, dass mindestens zwei von drei Abgeordneten für dieses Gesetz stimmen müssten.

Die SPÖ und die FPÖ haben angedeutet, dass sie das Gesetz möglicherweise nicht unterstützen. Wenn das passiert, könnte das Gesetz nicht wie geplant eingeführt werden. Die Regierung möchte daher noch diese Woche mit den Parteien verhandeln.




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