KommentarVirtualität aus, Realität an

Lena Krachler
Lena Krachler © Juergen Fuchs
 

Handy raus“ statt „Handy aus“ heißt es immer häufiger. Das Gerät ist nicht mehr aus der Hosentasche wegzudenken. Man verlässt sich komplett auf seine Dienste: Sei es als Navi oder als Online-Lernhilfe.

Um ja nichts zu verpassen, lassen wir das Gerät kaum noch aus den Augen. Auch von Arbeitgebern wird ständige Erreichbarkeit im privaten Umfeld immer öfter vorausgesetzt.


Es scheint, als gäbe es heutzutage ohne Handy kein soziales Überleben mehr. Obwohl immer und überall über alles informiert zu sein von der heutigen Gesellschaft vorausgesetzt wird, kommen auch verstärkt Nutzer mit den negativen Folgen der ständigen Erreichbarkeit in Berührung: enormer Stress bis hin zum Burn-out.


Dabei haben wir es selber in der Hand, ob wir mehr
von der virtuellen oder der realen Welt erleben wollen. Das ideale Maß zu finden, ist oft schwierig.


Doch schafft man es, das Handy öfter aus der Hand zu legen, offenbaren sich einem ungeahnte Möglichkeiten: Heißt es wieder häufiger „Handy aus“ statt „Handy raus“, ist plötzlich mehr Zeit für individuelle Freizeitaktivitäten, Treffen mit „echten“ Freunden und für die Familie verfügbar.

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