HAK DeutschlandsbergKommentar: Wo bleiben die Lehrlinge?

Was die Gesellschaft und Unternehmen dafür tun sollten, den Lehrlingsberuf attraktiver zu gestalten.

 

Die Zahlen sprechen Bände: Nur 39 Prozent der Jugendlichen entscheiden sich nach der Pflichtschule für einen Lehrberuf. Viele strömen in höhere Schulen. Manche junge Leute entscheiden sich nach der neunten Schulstufe für eine Lehre, nicht wenige unter ihnen sind dann aber mit dem Lehrplatz unzufrieden. Wieso?
Oft haben es Lehrlinge satt, nur die Drecksarbeit im Unternehmen zu erledigen. Sie wollen nicht den Kaffee für den Chef servieren, sondern für ihren Beruf ausgebildet werden. Doch leider schauen manche Unternehmer nicht auf die Bedürfnisse ihrer Lehrlinge und bleiben dem gewohnten Weg treu.
So ist es nicht verwunderlich, wenn viele junge Leute keinen Lehrberuf mehr ergreifen. Die größere Berufsauswahl oder die Möglichkeit, nach der Matura direkt ein Studium anzufangen, sind Argumente für den Wechsel in weiterführende Schulen.
Ohne Lehrlinge wird unsere Wirtschaft aber früher oder später den Bach hinuntergehen. Vorbildlich sind jene Betriebe, die sich um ihre Lehrlinge kümmern und sie gut auf das Berufsleben vorbereiten. Im Interesse der jungen Leute – und im ureigenen Interesse der Wirtschaftsbetriebe.

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