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Mehr Wohnwert, besser leben

Wie definiert man den Wohnwert? Und was können die ­Digitalisierung bzw. ein Smart Home dazu beitragen?

Handsome bearded man demonstrating his gadget
Handsome bearded man demonstrating his gadget © Viacheslav Iakobchuk
 

Die wissenschaftliche Wertanalyse definiert den Begriff „Wohnwert“ als eine Funktion von Nutzen (z. B. Sicherheit) und Aufwand (z. B. Wohnkosten). Für die Wohnökologin Sigrid Rughöft „errechnet“ er sich aus dem Grad der Übereinstimmung von Wohnbedingungen und Wohnansprüchen. Als Bedingungen definiert sie die Merkmale einer Wohnung, eines Wohngebäudes und der Wohnumgebung. Die Wohnansprüche sind die Forderungen eines Bewohners an Wohnung, Haus und Umgebung.

Die Sozialforscher Weeber und Bosch definieren den Begriff als materiellen und ideellen Nutzen in vier Kategorien: Der Gebrauchsnutzen beinhaltet Faktoren wie die praktische Tauglichkeit oder das gesunde Wohnen. Der Geltungsnutzen sieht die Wohnung als Möglichkeit zur Selbstdarstellung. Ganz wichtig sind für sie Schutzwert und soziale Qualität, womit sie die räumlichen Angebote zur Kommunikation meinen. Und immer wichtiger werde der ­emotionale Wert, das „Sich-zuhause-Wohlfühlen“.

Die Digitalisierung unserer Lebenswelten trägt viel zur Verbesserung des Wohnwerts bei. Im „Smart Home“ erledigen intelligente digitale Helferlein viele Aufgaben: Licht ausschalten vergessen – kein Problem mit einer automatisierten Abschaltung. Lacht nach einem kühlen Morgen am Nachmittag die Sonne vom Himmel, dann fährt der Sonnenschutz von selbst herunter. Die computergesteuerte Heizung und Kühlung sind einer manuellen Bedienung überlegen. Und auch die Alarmanlagentechnologie hat die Digitalisierung revolutioniert – ein wichtiger Faktor für den Schutzwert ­einer Wohnung.

Der Wettbewerb der Baumaterialien

Rudolf Schwarzl, Obmann-­Stv. Baustoffhandel Foto © Furgler
Die Corona-Krise ist auch für den Baustoffhandel eine massive Herausforderung. Auch wenn wir jetzt noch keine befriedigenden Antworten über das Danach haben, hoffen wir, dass Werte wie Regionalität und Nachhaltigkeit wieder an Bedeutung gewinnen werden. Das gilt natürlich auch für Bau­stoffe bzw. Baumaterialien.

Worauf kommt es bei diesen an? Für ein angenehmes Wohnklima sind die Wohnraumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit die Hauptfaktoren. Diese werden durch den Wandaufbau, den Taupunkt innerhalb der Außenwand und durch das Heizsystem stark beeinflusst. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Speicherfähigkeit des Wandmaterials. Ist es gut speicherfähig, kann ein natürlicher Ausgleich der Raumtemperatur und der Luftfeuchtigkeit hergestellt werden.

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