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Vinzi-Pfarrer über Bettler-MafiaAls Pucher 1000 Euro Prämie für den Bettler-Mercedes auslobte

In der aktuellen Folge unserer Podcast-Reihe "ganz persönlich" spricht Graz-Redakteur Bernd Hecke mit Pfarrer Wolfgang Pucher.

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Der Grazer Armenpfarrer Wolfgang Pucher "ganz persönlich" im Gespräch
Der Grazer Armenpfarrer Wolfgang Pucher "ganz persönlich" im GesprächDer Grazer Armenpfarrer Wolfgang Pucher "ganz persönlich" im Gespräch © Juergen Fuchs
 

Kaum ein Obdachloser in Graz, den er nicht beim Namen kennt, um den er sich nicht schon persönlich gekümmert hat. Seit Jahrzehnten setzt sich Pfarrer Wolfgang Pucher für die Ärmsten ein. Kompromisslos, engagiert und wenn nötig – das haben auch schon zahlreiche Politiker zu spüren bekommen – mit einer gehörigen Portion Zorn.

Seine streitbare Stimme hat den gesellschaftspolitischen Diskurs nicht nur in der Stadt, sondern in ganz Österreich mitgeprägt: Vom Umgang mit den Flüchtlingen des Jugoslawienkriegs Anfang der 1990er-Jahre, über die Diskussion um das Bettelverbot bis hin zu ganz aktuellen und brennenden Themen.

Kurz vor seinem 82. Geburtstag lässt er sein Leben und sein Wirken als Geistlicher und als Mensch mit Schwächen und Fehlern in einem sehr persönlichem Gespräch mit Graz-Ressortchef Bernd Hecke Revue passieren. 

Zweifel, Zorn und Zölibat 

Pucher erzählt von bestimmenden Momenten seines Lebens: Als er sich als Zehnjähriger entschied, Pfarrer zu werden, von jenem Erlebnis, das ihn dazu bewog, den Weg der Armenfürsorge zu gehen und als er seinen "Kampfgeist erweckte". Von einer Krise, als fast alles zusammenbrach, wie er mit seiner depressiven Ader umgeht und warum er trotz seines Gottvertrauens dem Tod nicht gelassen entgegen sehen kann.

Der Bettler-Mercedes und die Mafia

Der Gottesmann erzählt aber auch davon, wie er 1000 Euro Prämie ausgelobt hat, für den der ihm den Beweis für berüchtigten Bettler-Mercedes bringt, als in der politischen Debatte die Gerüchte von den Roma-Paten der Bettler-Mafia kursierten. Und Pucher weiß um große Roma-Familien, die sich das Erbettelte aufteilen, aber eine Mafia, einen der in Graz abends abkassiert, habe er nie beobachtet.

Im Podcast werden auch aktuelle Themen besprochen. Pucher erklärt, warum ihn der Satz "das Boot ist voll" entsetzt, warum er es für notwendig und unvermeidbar hält, dass Priesteramtsanwärter sich für Familien entscheiden können. 

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Kommentare (9)
Kommentieren
bimsi1
4
6
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Lieber Herr Pfarrer Wolfgang Pucher!

Herzlichen Dank für Ihren Dienst an den Ärmsten. Erlaube mir, Ihnen das Wort Jesu zuzurufen: "Freuen dürfen sich alle, die an mir nicht irre werden." Gott möge Sie reichlich segnen.

tupper10
1
5
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Wieder ein Schreiber,...

... der den Unterschied zwischen "bewegte" und "bewog" nicht kennt ("jenes Erlebnis, das ihn dazu bewegte, den Weg der Armenfürsorge zu gehen "). :-(

KleineZeitung
1
6
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Aufmerksamer Leser

Richtig bemerkt. Ich hab's ausgebessert.
Freundliche Grüße aus der Redaktion

Alfa166
10
5
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Ich finde es eine Schande, dass Pfarrer Pucher noch nie befördert wurde...

Durch sein Engagement die letzten 40 Jahre hätte er doch schon längst zum Monsignore befördert werden müssen...

jg4186
2
18
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Kompliment und Vergelt's Gott!

Was Pfarrer Wolfgang Pucher gemacht hat und macht, hat meinen größten Respekt. Sein klares Eintreten für alle "Armen" im Land kann man nur bewundern. Allen kann auch er nicht helfen, die ganze Armut kann auch er nicht besiegen - aber was er kann, das tut er. Vielleicht haben alle, die ein Problem mit ihm und seinem Tun haben, einfach nur ein schleches Gewissen, weil man selbst immer zu wenig für andere tut. Der Herr schenke ihm noch viele gesunde Jahre!

Possan
21
63
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Meine größte hochachtung

Den Herrn Pfarrer Pucher! Er ist für mich in der Steiermark ein Mensch, der nicht redet sondern macht! Unaufgeregt, nicht Mediengeil, korrekt und menschenwürdig.....;auch wenn ihm viele seine Kompromisslose Nächstenliebe zum Vorwurf machen?! Macht’s es besser ....:: Pfarrer pucher verfolge ich seit vielen, vielen Jahren; sein Rückgrat, sein feiner stolz wenn er um Spenden sammelt., und auch die art danke zu sagen!

Reipsi
15
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Er hat sicher seine guten

Seiten, aber wie der Mensch halt ist auch viele Schwächen die viele nicht verstehen können wenn man nachdenkt. Man kann nicht nur für die Bettler Europas dasein man muss für alle Menschen da sein.

HansWurst
20
62
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Wie tief muss jemand gesunken sein,

um hier den Daumen nach unten zu drücken?
Pfarrer Pucher leistet Großartiges.

kukuro05
5
2
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wie immer....

trauen sich die Daumen nach unten-Drücker eh nicht aus der Deckung!
Also nicht einmal ignorieren!