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OMBUDSMANNGeldwechseln nur noch für die eigenen Bankkunden?

Einem Leser wurde bei der Bank Austria ein 500-Euro-Schein nicht gewechselt; bei der Trafik gegenüber war es kein Problem!

Unser Leser wollte nur einen 500er wechseln
Unser Leser wollte nur einen 500er wechseln © (c) Gina Sanders - stock.adobe.com (Erwin Wodicka)
 

Unser Leser wollte vor einiger Zeit bei einer Filiale der Bank Austria in Graz einen 500-Euro-Schein wechseln, weil er tanken musste und „die Tankstellen gewöhnlich so große Geldscheine nicht annehmen“. Die Dame am Schalter fragte den Mann, ob er bei ihnen Kunde sei, was dieser verneinte. „Dann dürfen wir für Sie auch nicht wechseln“, habe die Angestellte gesagt.

„Ich war perplex und fassungslos! Ich sagte: Ihr seid doch eine Bank, gebt solche Geldscheine aus und könnt sie auch auf Richtigkeit prüfen!“, berichtete unser Leser den weiteren Fortgang. Auch die Rückfrage bei einer Kollegin änderte nichts an der Tatsache, dass dem Mann sein 500-Euro-Schein nicht gewechselt wurde, weil er kein Kunde bei der Bank Austria ist.

Wir wandten uns an die Ombudsstelle der Bank Austria, um zu eruieren, ob diese Verweigerung nur ein Einzelfall gewesen ist oder tatsächlich einer Weisung von „ganz oben“ entspricht.

„Es ist richtig, dass wir aufgrund der gesetzlich vorgesehenen erhöhten Sorgfaltspflichten und den damit verbundenen aufwendigen Prüferfordernissen dazu übergegangen sind, unterschiedliche Kassentransaktionen (z. B. Wechseltransaktionen) nur noch für Kunden der Bank Austria durchzuführen, da nur bei diesen die umfassenden Prüfpflichten bereits im Vorfeld erledigt werden können. Die erhöhten Sorgfaltspflichten werden den österreichischen Kredit- und Finanzinstituten durch die neue Geldtransfer-Verordnung sowie durch allgemeine sanktionsrechtliche Bestimmungen vorgeschrieben“, wurde uns erklärt.

Bei der Trafik gegenüber wurde der 500-Euro-Schein übrigens anstandslos gewechselt!

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