OMBUDSMANN-KONSUMENTENSCHUTZZu viel bezahlte Zinsen: Kunden haben Anspruch auf Auszahlung

Nach dem OGH-Urteil über die Rückzahlung zu viel bezahlter Kreditzinsen ist ein Streit darüber entbrannt, wie genau das Geld refundiert werden muss.

Streit um Rückzahlungsmodalitäten ist entbrannt
Streit um Rückzahlungsmodalitäten ist entbrannt © (c) MH - stock.adobe.com
 

Nach entsprechenden OGH-Urteilen forderte die Arbeiterkammer vor Kurzem, dass die Banken ihre Kunden über zu viel bezahlte Kreditzinsen informieren und den Kreditnehmern automatisch und anstandslos die entsprechenden Beträge refundieren sollten.

Kunden, die mit einer Rückzahlung in bar rechnen, könnten aber enttäuscht sein.

Geld nur gutgeschrieben

Wie sich eine Leserin gegenüber dem Ombudsmann beklagte, soll der zu viel bezahlte Betrag von ihrer Bank dem Kreditkonto gutgeschrieben, aber nicht ausgezahlt werden.

Diese Praxis mancher Geldinstitute bezeichnet Ulrike Wolf vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) als zwar „wirtschaftlich sinnvoll“, aber nicht korrekt. Wer seine Kreditraten immer fristgerecht bezahlt habe, müsse jetzt die zu viel bezahlten Zinsen auch tatsächlich zurückbekommen, ist die Expertin überzeugt.

Würde das Geld nur „gutgeschrieben“, wäre das eine Überzahlung, die so nicht im Kreditvertrag vereinbart worden sei.

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