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Marquez holt in Tausendstel-Krimi in Spielberg Pole Position

Marc Marquez startet wie im Vorjahr aus der Pole Position in den Motorrad-GP von Österreich. Der spanische Weltmeister und WM-Führende setzte sich am Samstag mit seiner Honda in Spielberg nach einem wahren Krimi um 2 Tausendstel gegen Vorjahressieger Andrea Dovizioso durch. Auch Platz drei ging durch Jorge Lorenzo an Ducati.

© APA (AFP)
 

Für die Negativ-Sensation sorgte Valentino Rossi. Italiens Motorrad-Ikone wurde mit der Yamaha nur 14. und geht von der 5. Reihe aus ins Rennen. KTM-Pilot Bradley Smith startet als 13. damit in der gleichen Reihe wie Rossi.

Beim dritten Auftritt der MotoGP seit dem Österreich-Comeback ist am Sonntag für die 95.000 Tagesbesucher wieder alles angerichtet für einen packenden Zwei- oder Dreikampf um den Sieg bis zur letzten Runde. Denn auch 2017 war der 25-jährige Marquez auf dem Red Bull Ring vor Dovizioso und Lorenzo los gefahren, hatte sich nach einer finalen Attacke aber in der letzten Kurve knapp um 0,176 Sekunden geschlagen geben müssen.

Diesmal will Marquez mit aller Gewalt ein Ducati-Triple verhindern. 2016 (Andrea Iannone vor Dovizioso) und 2017 hatte es in Spielberg jeweils Siege für die PS-starken "Desmosedicis" aus Italien gegeben.

"Es ist und bleibt Ducati-Land", sagte Marquez deshalb angesichts der Berg-und-Tal-Powerstrecke in der Steiermark. Zumindest im Training und den Qualifyings war der vierfache MotoGP-Champion sowohl im Trockenen als auch im Nassen aber souverän gewesen. Nach seiner insgesamt 77. Pole (49. in der MotoGP) geht Marquez am Sonntag (14.00 Uhr) in seinem 101. MotoGP-Rennen auf den ersten Österreich-Sieg los. "Entscheidend wird, im Warm-up den richtigen Rennreifen zu finden", prognostizierte der vor dem elften WM-Saisonlauf 49 Punkte vor Rossi voranliegende Marquez.

Der sieben Jahre ältere WM-Dritte Dovizioso bestreitet in Österreich sein 101. MotoGP-Rennen für Ducati und war auch über Platz zwei happy. "Die erste Reihe ist immer mein Ziel. Der Regen gestern und heute hat sich nicht so gut angefühlt, aber Sonntag bleibt es trocken", gab sich der Spätbremser aus Italien zuversichtlich. Im Vorjahr ging der Kampf gegen Marquez fast bis zum letzten Meter. "Marc ist hier immer extrem stark", weiß "Desmodovi", dass er in Spielberg gegen den besten Piloten der Gegenwart kämpfen muss.

Qualifying-Ergebnisse

1. Marc Marquez (ESP) Honda 1:23,241 Min.
2. Andrea Dovizioso (ITA) Ducati +0,002 Sek. 
3. Jorge Lorenzo (ESP) Ducati 0,135
4. Danilo Petrucci (ITA) Ducati 0,262
5. Cal Crutchlow (GBR) Honda 0,571
6. Johann Zarco (FRA) Yamaha 0,646.
Weiter (Im Q1):
13. Bradley Smith (GBR) KTM
14. Valentino Rossi (ITA) Yamaha

Bei Rossi wurden hingegen alle Befürchtungen wahr. Nach einem ersten Training (11.) konnte sich der 39-Jährige wegen Regens nicht mehr verbessern und musste über das erste Qualifying gehen. Dort schaffte er aber nicht den für den Aufstieg ins Pole-Qualifying nötigen Platz unter den ersten Zwei.

Platz 14 ist für den neunfachen Weltmeister die schlechteste Startplatzierung seit Australien 2016. Dort war er wegen eines gebrochenen Fingers von Platz 15 aus los gefahren, dann aber als Zweiter sogar noch auf das Podest gekommen.

Etwas Pech hatte KTM-Pilot Bradley Smith. Der Brite ist nach den Verletzungen von Mika Kallio und Pol Espargaro der einzige KTM-Fahrer beim großen Heimrennen in Spielberg und verpasste mit seiner RC16 einen Platz im Pole-Qualifying (Q2) um nur 15 Tausendstel. Als Gesamt-13. steht er aber in einer Startreihe mit Rossi.

Das Qualifying der Moto2 musste unterbrochen werden, weil nach einem Sturz Trümmerteile auf der Strecke lagen. Pole eroberte der Italiener Francesco Bagnaia (Kalex) vor KTM-Pilot Miguel Oliveira aus Portugal. In der Moto3 sicherte sich der italienische WM-Leader Marco Bezzecchi (KTM) erstmals eine Pole. Und zwar vor dem Spanier Jorge Martin (Honda), der trotz frisch operierter Hand antritt.

Der Oberösterreicher Maximilian Kofler (17), dank Wildcard der einzige Heim-Pilot beim Österreich-GP, erzielte mit seiner KTM unter 30 Moto3-Piloten die 23. Zeit und startet aus der achten Reihe. "Wenn es irgendwie geht, möchte ich diese Platzierung im Rennen halten", sagte der 17-jährige HAK-Schüler vor seinem zweiten WM-Auftritt.

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