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"Endlich z'Haus": Austria Wien kehrt nach Favoriten zurück

"Endlich z'Haus" heißt es am Freitagabend bei der Austria. Nach zweijährigem Exil kehrt der Fußball-Traditionsclub aus Favoriten wieder in die Heimat im zehnten Wiener Gemeindebezirk zurück. Die rundum erneuerte Generali-Arena soll in ihrem vollen Glanz erstrahlen, als Gratulant hat sich im Eröffnungsspiel (19.00 Uhr/live ORF Sport+) Borussia Dortmund eingestellt.

© APA
 

Markus Kraetschmer war geradezu euphorisch. Austrias Vorstand beschwor in den Tagen vor der Partie den "Start einer neuen Ära" und geriet ins Schwärmen. "Der Hype um dieses Spiel, das seit Tagen und Wochen restlos ausverkauft ist, übertrifft alles was wir aus der Champions League und der Europa League kennen." 17.500 Fans werden gegen den deutschen Spitzenclub erwartet. Die neue Heimstätte ist damit ausverkauft.

Die Eröffnung soll zu einer richtigen Party in Violett werden. Austrias Jahrhundertspieler Herbert Prohaska wird als Sänger in Erscheinung treten, den Besuchern schon ab 14.00 Uhr ein Rundum-Rahmenprogramm geboten. Den Ehrenanstoß wird der junge Austria-Fan Kevin vornehmen. Für den an einer linksseitigen Hemiparese leidenden Buben werden seit zwei Jahren Spenden gesammelt.

Ein finanzielles Gesamtvolumen von 42 Millionen Euro investierte die Austria in die Arena. 9.400 Tonnen Baustahl und 32.500 Kubikmeter Beton wurden verbaut, 9.000 Quadratmeter Fliesen verlegt. Die alte Nord- und Westtribüne wurde komplett abgerissen und zweistöckig wieder aufgebaut. Die Südtribüne bleibt unverändert, wurde aber wie die seit 2008 bestehende Osttribüne modernisiert. Geachtet wurde auf Nachhaltigkeit. So kommt der Strom aus einer Photovoltaik-Anlage auf dem Stadiondach. Geschmackssache mag die in Violett gehaltene Kunstrasenumrandung des Spielfelds sein.

Es entstand ein Vier-Sterne-Stadion nach UEFA-Kriterien. Bei internationalen Spielen sind 15.000 Besucher zugelassen. National sind zu Beginn 10.000 Besucher pro Spiel anvisiert. Mittelfristig sollen es 12.500 werden. Dabei helfen soll auch die seit heuer bestehende U-Bahn-Anbindung. In der vergangenen Saison war der Zuschauerschnitt der Austria nicht berauschend. Nur 6.795 Personen pro Partie kamen ins ungeliebte Ernst-Happel-Stadion. Eine Heimarena war das Prater-Oval praktisch nie.

Zum Einstand wird sich Prominenz vor allem aus der Politik einstellen. Angekündigt haben sich neben Sportminister Heinz Christian Strache und Infrastrukturminister Norbert Hofer auch Wiens Ex-Bürgermeister Michael Häupl und sein Nachfolger Michael Ludwig. Besonders freute man sich bei der Austria auf "Ehrengast" Peter Stöger. Der 52-jährige Wiener war in der Saison 2012/13 der bisher letzte Meistermacher der Wiener.

In der abgelaufenen Saison führte Stöger die Gäste aus Dortmund in einem halbjährigen Engagement in die Champions League. Verlängert wurde sein Vertrag danach nicht mehr. Nachfolger Lucien Favre hat mit der Borussia erst am Montag die Vorbereitung aufgenommen. Es fehlen noch die diversen WM-Teilnehmer.

Die Austria steht bereits seit dreieinhalb Wochen im Training, zuletzt arbeitete die nach verpasster Europacup-Teilnahme erneuerte Mannschaft im Trainingslager in Seeboden am Feinschliff. Für Trainer Thomas Letsch startet nun die "finale Phase der Vorbereitung". Am 22. Juli geht es in der ersten Runde des ÖFB-Cups gegen Stadtligist Austria XIII, am 27. Juli erfolgt das erste Pflichtspiel in der neuen Generali-Arena mit dem Liga-Auftakt gegen Wacker Innsbruck.

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