Nach Olympia-Sperre: Schipulin gewann Kontiolahti-Sprint

Der Russe Anton Schipulin hat beim Biathlon-Weltcup in Kontiolahti den Sieg im Sprintbewerb geholt. Der bei Olympia aufgrund der russischen Staatsdopingaffäre nicht startberechtigte 30-Jährige setzte sich am Donnerstag nach 10 Kilometern 5,8 Sekunden vor dem ebenfalls fehlerlosen Letten Andrejs Rastorgujevs durch. Dritter wurde der Franzose Quentin Fillon Maillet.

© APA (AFP)
 

Dessen Landsmann Martin Fourcade stand nicht am Start. Der fünffache Olympiasieger - in Pyeongchang hatte Fourcade dreimal Gold geholt - verzichtete auf das Rennen aufgrund einer Magen-Darm-Verstimmung. Der Franzose hat in der Weltcup-Gesamtweltcup nun nur noch einen knappen Vorsprung vor seinem härtesten Verfolger Johannes Thingnes Bö. Der Norwegen wurde im Kontiolahti-Sprint Vierter.

Die Österreicher schafften es nicht in die vorderen Plätze. Julian Eberhard wurde als bester ÖSV-Athlet mit 1:13,6 Minuten Rückstand 28., eine bessere Platzierung vergab der in der Loipe starke Salzburger durch fünf Schießfehler. Der fehlerlose Daniel Mesotitsch kam auf den 32. Rang, Tobias Eberhard (50.) und Weltcup-Debütant Kevin Plessnitzer (77.) landeten im geschlagenen Feld. Simon Eder hatte wegen Halsschmerzen auf einen Start verzichtet, Dominik Landertinger die Reise nach Finnland gar nicht mitgemacht.

Schipulin holte sich seinen zehnten Karriere-Sieg und den ersten in dieser Saison. Für den Russen war es nur eine kleine Genugtuung für den verwehrten Antritt in Südkorea. "Eine Erklärung, warum ich nicht zu Olympia eingeladen wurde, habe ich vom IOC bis heute nicht erhalten", sagte Schipulin nach dem Rennen.

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