Für Modehändler und Drogerien, Lebensmittelhandel und Gastronomie sorge dieser Einmaleffekt für durchaus nennenswerte Einnahmen. Der Handelsverband hat weiters mit dem Marktforschungsinstitut Mindtake erhoben, was am häufigsten geschenkt wird: Gutscheine (zwölf Prozent), Süßigkeiten (11,5 Prozent) und gemeinsame Ausflüge (elf Prozent).

Während sich die geplanten Pro-Kopf-Ausgaben in Wien, Oberösterreich und Salzburg laut dieser Umfrage auf 63 Euro belaufen, finden sich in Niederösterreich und dem Burgenland mit 47 Euro die sparsamsten Schenker. Dazwischen liegen die Bundesländer Steiermark und Kärnten mit 49 sowie Tirol und Vorarlberg mit 55 Euro.

Margarete Gumprecht, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien, konstatierte am Dienstag spürbare Verschiebungen im Vatertags-Geschäft: Die Wiener Schenkenden würden durchschnittlich ein Viertel mehr ausgeben als im vergangenen Jahr. Zwar würden heuer nur rund vier von zehn Menschen in Wien (2021: fünf von zehn) im Familienkreis feiern, aber im Schnitt mit rund 61 Euro deutlich mehr ausgeben (2021: 48 Euro). Das sei nach diesen Daten "im Bundesländervergleich knapp vor Vorarlberg der höchste Wert".

Laut Gumprecht liegt das vor allem daran, dass beispielsweise im Einzelhandel mit Bekleidung, Schuhen und Lederwaren derzeit in Wien "Nachholeffekte" schlagend würden. So könnten sich Väter auf eine neue Badehose, Hemden, Shorts oder einen Gürtel freuen. Außerdem werde gerne zu Nützlichem wie Grillutensilien, Werkzeug oder Tankgutscheinen gegriffen. "Die Menschen schenken durchaus praktisch und pragmatisch. Viele Käufe wurden wegen der Pandemie länger aufgeschoben."

Am häufigsten werden in der Konsumentenumfrage der KMU Forschung im Auftrag der WK Wien Geschenke aus den Kategorien Selbstgemachtes (gebastelt, gekocht, gebacken mit 22 Prozent), Süßigkeiten (20 Prozent), Delikatessen und "edle Tropfen" (20 Prozent) sowie Restaurantbesuche (18 Prozent) und Parfumeriewaren (16 Prozent) genannt. Hauptsächlich werden der Vater, der Partner und Großväter beschenkt.