Bis 13. März sind die Werke dieses austro-deutschen Duos zu erleben, das sich in den 1970er Jahren in Frankfurt kennengelernt hatte. Von da an entwickelte sich eine Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen Autor und Bühnenbildner, die bis zu Müllers Tod 1995 reichte. Geprägt war die Arbeit auch von den unterschiedlichen ästhetischen Erfahrungen des in der BRD und der DDR arbeitenden Ostdeutschen Müller und des gebürtigen Burgenländers Wonder.

Das Team um Kurator Stephan Suschke, einige Jahre Mitarbeiter Müllers, hat sich dabei auf drei Inszenierungen konzentriert, die jeweils Maßstäbe gesetzt haben. Müllers Stücke "Der Lohndrücker" (1988) und seine Shakespeare-Adaption "Hamlet/Maschine" (1990) realisierten die beiden Künstler am Deutschen Theater in Berlin jeweils kurz vor und nach dem Mauerfall. Wagners "Tristan und Isolde" brachten Müller und Wonder 1993 mit Dirigent Daniel Barenboim für die Festspiele in Bayreuth auf die Bühne.

Die Ausstellung zeigt anhand von Bildern und Zeichnungen Wonders sowie Kostümen und Requisiten der Inszenierungen, wie sich die Vorstellungen des Bühnenbildners und die Inszenierungen des Autors zusammenfügten. Dabei sind keine realistischen Räume zu finden, die häufig geometrischen Figuren fügen sich eher zu traumhaften Welten zusammen, in denen Müller seine Figuren agieren lässt.

(S E R V I C E - )