Zwei WM-Goldene für Österreich durch Pilz und Schubert

Österreichs Kletter-Asse haben es wieder getan. Bei den Weltmeisterschaften in Moskau räumten am Dienstag Jessica Pilz in der Kombination und Jakob Schubert im Vorstieg die Goldmedaillen ab. Für die Niederösterreicherin Pilz war es ihre gesamt dritte WM-Medaille. Der Tiroler Schubert, der bei den Olympischen Spielen in Tokio Bronze in der Kombination gewonnen hatte, jubelte über seinen bereits vierten WM-Titel, der dritte in der Disziplin nach 2012 und 2018.

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© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Pilz hatte 2018 in Innsbruck Vorstieg-Gold und Bronze in der Kombination geholt. Der Kombi-Titel nun war ihr nach dem mit Semifinal-Rang vier erreichten Einzug ins Vorstieg-Finale fix. Dort verpasste sie Bronze als Vierte hauchzart: Mit 36+ hatte sie gegenüber der Italienerin Laura Rogora, die 37 schaffte, um einen Punkt das Nachsehen. Gold ging an die Südkoreanerin Seo Chae-hyun (Top), Silber an die US-Amerikanerin Natalia Grossman (37).

Pilz konnte sich aber über die Kombi-Goldene freuen. "Wahnsinn, daran hätte ich nach Speed und Bouldern nicht mehr geglaubt", jubelte die 24-Jährige. Sie war in der Olympia-Disziplin von Tokio im Speed und im Bouldern früh ausgeschieden. Die in Innsbruck lebende Athletin war bei den Spielen Siebente geworden, in Paris 2024 wird die Kombination "nur" aus Bouldern und Vorstieg bestehen.

Schubert kam nach seiner 40+-Wertung als Zweiter ins Finale und schaffte es dort als Einziger neben Silber-Gewinner Luka Potocar aus Slowenien zum Top. Er wurde dank des Countbacks vorgereiht. "Ich musste wirklich kämpfen auf dieser Route", sagte Schubert in einer ersten Reaktion. "Ich habe gedacht, dass ich nicht so gut geklettert bin, war nicht so gut im Flow wie im Semifinale zum Beispiel. Ich habe mich schon ziemlich müde gefühlt. Aber ich wusste, dass es schon ein Top gab und dass ich alles geben musste. Irgendwie, ich weiß noch nicht wie, habe ich es geschafft."

Der Brite Hamish McArthur war am Ende als letzter Athlet nur Zentimeter von seinem dritten WM-Titel, allerdings seinem ersten bei den "Erwachsenen" entfernt. Für den 19-Jährigen blieb die Bronzemedaille. "Hamish ist im Finale wieder richtig gut geklettert, hat bis zu seinem Fehler gut ausgeschaut. Diesmal war ich der Glücklichere, aber die Jungen haben wieder gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist", sagte er. Bei den Olympischen Spielen in Tokio war die Goldmedaille in der Kombination an den 18-jährigen Spanier Alberto Gines Lopez gegangen.

Für das 30-jährige KVÖ-Aushängeschild war die Kletter-WM "das perfekte Ende einer langen, einzigartigen Wettkampf-Saison, Ich habe es wieder geschafft, im richtigen Moment top drauf zu sein. Wahnsinn, dass zu Olympia-Bronze noch ein WM-Titel dazu gekommen ist." Am Mittwoch geht es für Schubert zurück nach Österreich.

Mit Matthias Posch mit einer Wertung von 28 als 16. bzw. Julia Fiser mit 22 als 25. kletterten die übrigen beiden ins Semifinale eingezogenen Österreicher an den Entscheidungen der Top Acht vorbei.

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