AustralienKleines Beuteltier vor dem Aussterben gerettet

Er ist nachtaktiv, hat ein süßes Naserl und viele seiner Artgenossen sind bereits von unserem Planeten verschwunden: Jetzt konnte der "Tasmanische Langnasenbeutler" vor dem Aussterben gerettet werden.

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Tasmanischer Langnasenbeutler
Tasmanischer Langnasenbeutler © AFP
 

In Australien ist ein kleines nachtaktives Beuteltier vor dem Aussterben gerettet worden. Der Tasmanische Langnasenbeutler, der früher nicht nur auf der Insel Tasmanien, sondern auch im Bundesstaat Victoria auf dem australischen Festland verbreitet war, wurde in Victoria nach dem erfolgreichen Abschluss eines Zucht- und Auswilderungsprogramms von der Liste der in freier Wildbahn ausgestorbenen Tiere genommen, sagte Victorias Umweltministerin Lily D'Ambrosio am Mittwoch.

Der Langnasenbeutler war durch Füchse, Katzen und die Zerstörung seines Lebensraums in den weiten Grasflächen Victorias fast vollständig ausgerottet worden. 1989 gab es nur noch 150 Exemplare. Dann wurde zur Erhaltung der Art ein teures Zucht- und Auswilderungsprogramm gestartet, das nun nach mehr als 30 Jahren eingestellt werden konnte. Nach Behördenangaben wird die Population in Victoria nun wieder auf 1.500 Tiere geschätzt.

Die Rettung des Langnasenbeutlers zeigt, dass wir mit Ausdauer, Entschlossenheit und Unterstützung der Regierung den Kampf gegen das Aussterben gewinnen können.

Biologin Amy Coetsee

Damit gilt die Art zwar immer noch als gefährdet - ebenso der Bestand auf Tasmanien. Umweltministerin D'Ambrosio würdigte den Erhaltungserfolg trotzdem als "unglaubliche Premiere" in Australien. Die auf gefährdete Arten spezialisierte Biologin Amy Coetsee sagte, die Rettung des Langnasenbeutlers zeige, "dass wir mit Ausdauer, Entschlossenheit und Unterstützung der Regierung den Kampf gegen das Aussterben gewinnen können".

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